Asoziales Gesindel

Peter Bulke / Angriffe auf Polizisten und Feuerwehrleute, die Silvester auch in Freiburg vorgekommen sind, zeigen eine besonders schlimme Form asozialen Verhaltens. Asozial kann allgemein als gemeinschaftsschädlich bezeichnet werden. Entsprechendes Verhalten kommt in jeder Gesellschaft vor. Allerdings sind Art, Intensität und Häufigkeit sehr unterschiedlich, auch innerhalb der Gruppe der demokratischen Länder. Im Grunde genommen beginnt asoziales Verhalten. bereits  dann, wenn z.B., wie auf obigem Foto zu sehen ist, leere Flaschen vor einen vollen Glascontainer abgestellt werden. Asoziales Verhalten kann – besonders in relativ harmlosen Fällen – eine Folge von Gedankenlosigkeit sein. Die schlimmere Stufe ist eine grundsätzliche Gleichgültigkeit gegenüber gesellschaftlichen Angelegenheiten, verbunden mit einem übersteigerten Egoismus. Die schlimmste Stufe ist natürlich eine Gemeinschaftsfeindlichkeit, die Silvester zu den Aggressionen gegenüber Polizei und Feuerwehr geführt hat.

Es ist immer wieder zu vernehmen, dass asoziales Verhalten in unserer Gesellschaft zunimmt. Damit ergibt sich die Frage, wieso es zu einem solchen „Erziehungsdefizit“, wie es vor etwa einem Jahr der BZ-Kommentator Uwe Mauch genannt hat, überhaupt kommen konnte. Sein Kommentar bezog sich damals auf die zunehmende Vermüllung in Teilen der Stadt Freiburg. Eine mögliche Erklärung ist: Medien, Schulen usw. sind weitgehend dem linken Zeitgeist erlegen. Dieser stellt als Ideal zu einseitig Autonomie und Selbstverwirklichung des einzelnen Menschen in den Vordergrund. Das begünstigt den Mangel an Zusammenhalt in der Gesellschaft. Dieser Mangel wird zur Zeit immer wieder, auch von der hohen Politik, beklagt. Zugleich bemühen sich aber die Kräfte des Zeitgeistes, eine emotionale Bindung an Volk und Heimat zu untergraben. Aber, wenn der gewünschte  Zusammenhalt in der Gesellschaft nur in der allseitigen Anerkennung der allgemeinen Menschenrechte, wie sie im Grundgesetz aufgeführt sind, bestehen soll, ist das zuwenig.

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