Zuhören statt Hetze!

Peter Bulke/   Auf dem Platz am Ende der Rathausgasse am Rotteckring in Freiburg mit dem an diese Stelle versetzten Mahnmal für die Opfer der NS-Zeit trafen sich am 01. 09. über 100 Menschen (Foto). Dazu hatte das Freiburger Friedensforum unter dem Motto „Nie wieder Krieg“ aufgerufen. Beteiligt waren außer den üblichen linksradikalen Gruppen auch der DGB-Stadtverband und die evangelische Kirche in Freiburg. Der Redner Bernd Wagner vom DGB beschränkte sich in seiner Rede nicht auf das eigentliche Thema – Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland, Beendigung der Auslandseinsätze der Bundeswehr, Reduzierung des Rüstungsetats – sondern kam erwartungsgemäß bald auf die Flüchtlingspolitik und die AfD zu sprechen. So fordert das Friedensforum die Öffnung der EU-Außengrenzen für Flüchtlinge und die legale Migration nach Europa.

Wertvoller war die Rede des Schuldekans der Freiburger ev. Kirche, Christian Stahmann. Er vermied eine einseitige Kritik, sondern appellierte an die Bereitschaft zu ernsthafter Diskussion mit dem politischen Gegner und an den Versuch, der Wahrheit möglichst nahe zu kommen. Kriegerische Auseinandersetzungen hätten nicht mit Waffen sondern mit Worten begonnen. Dabei wurde die Wahrheit in der Regel verzerrt. Mit dem Überhandnehmen einseitiger Informationen im Internet habe dieses Problem eine große Bedeutung auch innerhalb unserer Gesellschaft gewonnen. Man sollte sich nicht darauf beschränken, nur solche Nachrichten und Kommentare zu konsumieren, die die eigene Ansicht stärken, sondern auch Argumente des politischen Gegners zur Kenntnis nehmen. Nur so sei gegenseitiges Verstehen und ein normaler demokratischer Umgang miteinander möglich.

Diese Ansicht des Schuldekans kann man nur unterstützen. Doch wie sahen die Reaktionen in den letzten Tagen über die Vorgänge in Chemnitz aus? Mit den Schlagworten „Kampf gegen Rechts“ und „Herz statt Hetze“ und den wenig brauchbaren Begriffen wie Rassismus und Populismus werden Versuche des gegenseitigen Verstehens von vornherein verhindert. Aber ohne Zuhören wird die politische Auseinandersetzung vergiftet. Hierzu einige Zitate, die die Bildzeitung am 05. 09. erfreulicherweise veröffentlicht hat, und zwar unter der Überschrift „Beim Chemnitz-Konzert 27 Minuten Hass auf Veranstaltung gegen Hass.“ Dabei geht es um Worte nur einer der aufgetretenen „Musik“-Gruppen:  „Ich schleich mich ein bei den Sarrazins 6 Uhr, alles pennt noch, Selbstmord und Attentat“ – „Ich ramm die Messerklinge in die Journalistenfresse“  –  „Nirgendwo Deutschlandfahnen – ist das schön!“  Aufgetreten war auch die extremistische Gruppe „Feine Sahne Fischfilet“ (Näheres über diese Gruppe in unserem Text vom 09. 05. „Wilde Hassgesänge“).

Schwierigkeiten beim liberalen Islam

Peter Bulke/   Der Islam war in diesem und im vergangenen Jahr in Freiburg Thema bei einigen Veranstaltungen. Im Vordergrund standen Befürworter eines liberalen Islam. Ein sehr wichtiger Vertreter dieser Richtung ist der Islamwissenschaftler Prof.  Ourghi an der Pädagogischen Hochschule Freiburg (Foto). Er hatte sogar die Idee, auch in Freiburg (nach Berlin) eine liberale Moschee mitzugründen. Aber das ließ sich nicht verwirklichen. Mitbegründerin der liberalen Moschee in Berlin ist auch die Berliner Anwältin Seyran Ates. Sie stammt aus der Türkei und ist durch Zeitungsbeiträge und Bücher bekannt geworden. Doch sie wurde Zielscheibe einflussreicher muslimischer Verbände. Wegen zahlreicher Drohungen schloss sie 2006 sogar ihre Kanzlei. Sie steht rund um die Uhr unter Personenschutz.  Kürzlich trat sie an der Universität Freiburg auf.  Sie tritt für Religionsfreiheit ein und für eine „geschlechtergerechte“ Auslegung des Islam. Ihr Vorbild ist die deutsche Frauenbewegung seit Beginn des 20. Jahrhunderts, über die sie viel gelesen hat. Sie wendet sich nicht nur gegen eine patriachalische Gesellschaft; sie lehnt es auch ab, dass Kinder aufgrund familiärer und gesellschaftlicher Tradition gezwungen werden, ein Kopftuch zu tragen.  Die Integrationspolitik der Bundesregierung hält sie für überwiegend gescheitert. Sie kritisiert, dass zur Islamkonferenz nur Vertreter der bekannten Islamverbände eingeladen werden.

Das Problem für Frau Ates ist: Die Mitgliederzahlen der Islamverbände sind zwar relativ niedrig, aber gibt es überhaupt einen liberalen Islamverband nennenswerter Größe?  Die bekannten Verbände sind die einzigen infrage kommenden Ansprechpartner der Bundesregierung.  Der größte Verband ist die „Türkisch-islamische Union der Anstalt für Religion“ mit etwa 150.000 Mitgliedern.  Nach Angaben von Prof. Ourghi wollten ihn Frauen aus dem Iran und aus Afghanistan beim Projekt einer liberalen Freiburger Moschee unterstützen, aber sie haben angeblich Angst, sich der Öffentlichkeit zu zeigen.  Zur Kritik an der Kopftuchtradition ist anzumerken, dass es für die meisten Muslime offensichtlich ein wichtiges Symbol ihrer Identität ist, auch wenn sie nicht sehr religiös sind.  Der Wunsch, dass Kindern selbst die Entscheidung über das Tragen des Kopftuches überlassen werden sollte, erscheint weitgehend wirklichkeitsfremd. Es ist nun einmal vollkommen normal, dass Eltern bestrebt sind, ihre kulturellen und religiösen Überzeugungen an die Nachkommen weiterzugeben.

Eine Folge fehlenden Selbsterhaltungswillens

Peter Bulke/   Der Arbeitskräftemangel ist im südbadischen Raum besonders stark ausgeprägt. Die Arbeitslosenquote der Arbeitsagentur Freiburg hat den niedrigen Stand von ca. 3 %. Sie liegt hier – außer in der Stadt Freiburg mit 3,8 % – von Emmendingen bis Müllheim bei unter 3 %. Das Handwerk findet nicht genügend Lehrlinge und Fachkräfte. Eine, aber nicht die wichtigste Ursache ist die mangelnde Bereitschaft der Jugend, einen Handwerksberuf zu erlernen. Andererseits gilt das Duale System in Deutschland weltweit als Vorbild. Der zunehmende Personalmangel geht natürlich weit über das Handwerk hinaus und betrifft viele Berufssparten. In den Medien ist immer wieder vom internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe die Rede. Aber auch das ist nicht ohne Probleme. Östliche EU-Staaten leiden teilweise unter der Abwanderung von Fachkräften nach Westen. Der kürzliche Hinweis der Partei Die Linke auf diesen Mißstand sollte nicht beiseite geschoben werden. Das Fortlocken von Fachkräften aus der Heimat, wo sie benötigt werden, widerspricht europäischer Solidarität.

Die wichtigste Ursache des Arbeitskräftemangels ist die negative Bevölkerungsentwicklung in den letzten 5 Jahrzehnten. Im Jahre 1965 wurden in Deutschland noch doppelt soviele Kinder geboren wie 50 Jahre später.  Dazu waren es damals fast nur deutsche Kinder. Heute sind darunter viele Nichteuropäer, so dass als zusätzliches Problem die Überfremdung entstanden ist. Man muss den Bundesregierungen den Vorwurf machen, dass sie nicht ernsthaft versucht haben, diese Entwicklung zu verhindern. Gelegentliche positive Stimmen aus der CDU/CSU  konnten sich nicht durchsetzen. Der frühere bayerische Ministerpräsident Strauß hatte einmal dem Sinne nach etwa geäußert, es habe keinen Sinn, den kommenden Generationen einen schuldenfreien Staatshaushalt zu hinterlassen, wenn sich gleichzeitig unser Volk allmählich wegen Überalterung verabschiedet. Warnungen und Vorschläge des Bevölkerungswissenschaftlers Prof. Herwig Birg wurden missachtet. Seine Vorschläge zielten auf eine wirkungsvolle Familienpolitik. Er leitete bis 2004 das Institut für Bevölkerungsforschung an der Universität Bielefeld. Aber die große Politik wollte und will weiterhin keine Diskussion zu diesem wichtigen Thema. Es gibt ja genügend Menschen auf der Erde, die gerne Europa besiedeln wollen.  Ob sie den Fachkräftemangel beseitigen?  – Zum Schluss die dazu passende Äußerung der ehemaligen Familienministerin Renate Schmidt (SPD) am 14. 03. 1987 im Bayerischen Rundfunk: „Die Frage (ob die Deutschen aussterben),  das ist für mich eine, die ich an allerletzter Stelle stelle, weil dieses ist mir, also wie sie hier gestellt wird, verhältnismäßig wurscht.“

4,25 oder 1 Million Muslime in Deutschland?

Peter Bulke/   „Verunsichert durch Muslime!? – Verunsicherte Muslime!?“ Dieses Thema behandelte in der katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg der Religionswissenschaftler Michael Blume. Er stellte dabei auch sein 2017 erschienenes Buch vor. (Siehe Foto). Er ist mit einer Muslimin verheiratet und ist auch Antisemitismusbeauftragter in Baden-Württemberg.

Es ist allgemein unstrittig, dass der Anteil der Muslime in Deutschland steigt. Das amerikanische Pew-Forschungsinstitut sagt bis 2050 eine voraussichtliche Verdoppelung  auf 9 % voraus. Bei stärkerer Zuwanderung könnten es auch 20 % werden. Doch Blume setzt bei der statistischen Erfassung seine Kritik an. Menschen aus islamischen Ländern werden automatisch zu den Muslimen gerechnet. Von der ethnischen Herkunft wird auf die Religion geschlossen. Würde man bei den Muslimen das gleiche Kriterium annehmen wie bei den Christen, dann wären nur etwa 20 % der hier lebenden Menschen aus islamischen Staaten den Muslimen zuzurechnen. Denn nur ungefähr dieser Anteil sei tatsächlich Mitglied einer Religionsgemeinschaft. Blume begründet seine Darstellung weiterhin damit, dass sich zwar die meisten der aus islamischen Ländern stammenden Menschen als Muslime bezeichnen; aber das Muslimsein wird sehr häufig lediglich als Teil der Herkunftsidentität empfunden, ohne dass man sich deshalb für den Koran interessiert. Der zunehmende Bildungsgrad hier lebender Muslime begünstige eine zunehmende innere Distanz zum Islam. Blume weist in diesem Zusammenhang auf den Bildungsrückstand in der islamischen Welt hin, der 1485 mit dem Verbot des Buchdrucks im osmanischen Reich begann. Die Folgen der Bildungsfeindlichkeit waren enorm. Eine Hochkultur fiel zurück. Später – wie heute – sorgte das Erdöl trotzdem für hohe finanzielle Einnahmen. Aber die Zahl der Patentanmeldungen aus dem großen arabischen Raum sei deutlich niedriger als aus dem winzigen Israel.

Blume versucht, die Bedenken gegen die zunehmende Islamisierung zu zerstreuen. Auch die türkischstämmige SPD-Politikerin Akgün sprach auf der gleichen Veranstaltung von nur 1 Mill. Muslimen. Sie empfindet sich als „westliche Muslimin“, für die die Religionszugehörigkeit reine Privatsache ist.  –  Wie sind die Aussagen zu beurteilen? Der Hinweis Blumes auf die fehlende formelle religiöse Mitgliedschaft der meisten Muslime darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die religiöse Bindung bei den Muslimen im Durchschnitt deutlich höher ist als – leider – bei den Christen.   Entscheidend ist, dass zum Islam im Unterschied zu den zwei großen Kirchen in Deutschland ein ausgeprägter Expansionsdrang gehört. Und kämpferische Aktivisten sind immer eine Minderheit.

Antifaschisten, AfD und Lückenpresse

Peter Bulke/   Am 27. 07. zeigten Antifaschisten, wie wenig verantwortungsvoll sie sind, als sie in FR-Zähringen für einen großen Einsatz an Polizisten und Polizeifahrzeugen sorgten. Mit beteiligt war auch der Stadtverband des DGB, der sich den lärmenden Linksradikalen angeschlossen hatte. Nur durch den erheblichen Polizeieinsatz war es möglich, dass die Freiburger AfD eine Informationsveranstaltung im Zähringer Bürgerhaus störungsfrei durchführen konnte.

Dubravko Mandic vom Freiburger AfD-Kreisverband leitete die Versammlung und wies anfangs darauf hin, dass ein Vertreter der Badischen Zeitung (BZ) nur ganz kurz da war und bereits vor Beginn zu einem anderen Termin gegangen sei, obwohl Kurzreferate von immerhin vier Bundes- bzw. Landtagsabgeordneten auf dem Programm standen. Einer der Redner war MdB Dr. Marc Jongen, kulturpolitischer Sprecher der AfD im Bundestag und auch Landessprecher für Baden-Württemberg (Foto). Er sprach gleich das wichtigste Schicksalsthema unserer Nation an; denn Deutschland, wie wir es heute noch kennen, sei für die Zukunft stark gefährdet. Jongen verwies in diesem Zusammenhang auf den  von der CDU unterstützten Migrationspakt der UN. Der soll im Dezember auf einer großen Konferenz in Marokko angenommen werden. Das Abkommen soll die Rechte von Migranten stärken, und es sei zu befürchten, dass sie nicht mehr an der Grenze abgewiesen werden dürfen. Zugleich wird aber der Einwanderungsdruck nach Europa, insbesondere nach Deutschland, zunehmen. Deutschland sollte deshalb Orban, dem Präsidenten Ungarns, für seine ablehnende Haltung zum Migrationspakt dankbar sein und stärker mit Ungarn zusammenarbeiten.

Jongen benutzte auch das Wort „Lückenpresse“. –  Trifft diese Bezeichnung auch für die BZ zu? Vielleicht hat man dort so überlegt: Was die vier AfD-Abgeordneten sagen werden, sollte besser nicht groß verbreitet werden. Deshalb sollte der BZ-Vertreter besser erst garnicht der Veranstaltung beiwohnen, um später darüber zu berichten. Dass der Begriff „Lückenpresse“ für viele Presseorgane keine übertriebene Bezeichnung ist, zeigt der berühmte Pressekodex, der bei der Nennung der Herkunft von Straftätern Zurückhaltung anmahnt.  Jongen wies aber darauf hin, dass die Lückenhaftigkeit in der Presse in den letzten Jahren zurückgegangen sei. Es sei eine wichtige Aufgabe der AfD, in den Parlamenten gerade auch solche Themen zur Sprache zu bringen, die nach der Vorstellung der übrigen Parteien möglichst nicht so sehr in der Öffentlichkeit diskutiert werden sollten.

Warum soviel Aufregung?

Peter Bulke/  Der Name Özil beherrschte am 24. 07. die Hauptüberschrift zahlreicher Tageszeitungen, so auch der Badischen Zeitung (siehe Foto). Dort lautete der vollständige Text: „Özil löst Debatte über Integration aus“.  Weiter hinten hieß es: “ Der Fußballprofi … war wegen eines Fotos mit dem türkischen Präsidenten Erdogan … in die Kritik geraten.“ Man sollte aber ehrlich sein. Die Begründung, die Özil dazu gegeben hat, war vernünftig und einleuchtend. Er wies auf die gemeinsamen Wurzeln hin. Denn er ist Türke, auch wenn er in Deuschland geboren ist und den deutschen Pass bekommen hat. Warum sollte er sich nicht freudig zusammen mit Erdogan, dem höchsten Vertreter seines Volkes, fotografieren lassen?  Wie ist es zu erklären, dass es über fast Selbstverständliches eine solche Aufregung geben kann?

Zwei Gründe lassen sich anführen: Der wichtigste ist eine weit verbreitete Mißachtung unserer eigenen Wurzeln. Für diese Haltung stehen nicht nur  linksorientierte Politiker, sondern bekanntlich auch  unsere Bundeskanzlerin. Und selbst bei der CDU ist das nicht einmal ganz neu. Schon vor 30 Jahren gab es dort Stimmen für eine Abkehr vom Abstammungsprinzip bei der Verleihung der deutschen Staatsbürgerschaft, die inzwischen auch längst erfolgt ist. In diesem Sinne äußerten sich damals z.B. der Freiburger Politologe Prof. Oberndörfer (CDU) und der führende CDU-Politiker Heiner Geißler.  Die Zugehörigkeit zu einer Nation verglichen sie mit einer Art Club-Mitgliedschaft, die leicht zu wechseln sein müsste. Hier lebende Ausländer sollten deshalb schnell zu „Deutschen“ werden.  Erdogan meint dagegen, seine nach Deutschland ausgewanderten Landsleute und ihre Nachkommen seien immer Türken, auch wenn ihnen ein deutscher Pass gegeben wird.

Der zweite Grund für die Diskussion um Özil liegt in der Person Erdogan, der häufig als Despot o.ä. bezeichnet wird und als eine Art Unperson gilt. Das liegt an der Untugend vieler deutscher Politiker, sich übermäßig in innere Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen, und wird im Fall Türkei noch verstärkt dadurch, dass vor Jahrzehnten das verrückte Ziel aufgestellt wurde, die Türkei in die EU aufzunehmen. Was in der Türkei passiert, wird deshalb immer noch besonders scharf beobachtet. Die seit über 100 Jahren bestehende deutsch-türkische Freundschaft hat dadurch nicht gewonnen, sondern wurde weitgehend zerstört.

Gender-Sprache: Grüne Albernheit kam nicht zum Zuge

Peter Bulke/   Die drei im obigen Bild aufgeführten Wörter sind natürlich nur als Scherz zu verstehen, und zwar vom Verein für Sprachpflege e.V. als bewusste Übertreibung einer um sich greifenden sprachlichen Unsitte, die von den GRÜNEN und anderen linken Gruppierungen vorangetrieben wird.

Im Kreistag des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald führte dieses Thema zu einer heftigen Diskussion. Es war eine neue Hauptsatzung des Landkreises zu verabschieden. Die GRÜNEN haben bekanntlich vor wenigen Jahren deutschlandweit für Parteitexte das Gendersternchen mit dem folgenden Wortteil „innen“ eingeführt. Im Kreistag verlangten sie zwar nicht, diese Schreibweise in die neue Hauptsatzung zu übernehmen, aber es sollte bei den Funktionsträgern immer jeweils die männliche und dazu die weibliche Form genannt werden, obwohl jeder Sprachkundige weiß, dass z.B. unter dem Begriff „Kreisräte“ immer sowohl männliche als auch weibliche Personen zu verstehen sind. Bei der Diskussion und der Abstimmung siegte schließlich eindeutig die Vernunft. Fast nur die GRÜNEN stimmten gegen die neue Hauptsatzung.

Für Deutschland insgesamt ist das Problem noch lange nicht erledigt. Die neue Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) fordert, das Gendersternchen in den Duden aufzunehmen! Dabei sollte man wissen, dass der für den Duden zuständige Rat für Rechtschreibung leider nur noch zu wenig dazu bereit ist, die deutsche Sprache als Kulturgut zu bewahren, sondern zu sehr dazu neigt, das in den Duden aufzunehmen, was sich bei einem Großteil der Bevölkerung eingenistet hat, auch wenn es sprachlich problematisch ist.  AfD-Sprecher Meuthen meinte: „Sollte der Rat für deutsche Rechtschreibung einen Empfehlungskatalog für die Verwendung des Gendersternchens und Binnen-I beschließen, werden wir als AfD dagegen mobil machen.“  Einige harmlose Schritte in die Genderrichtung hat die CDU-geführte Bundesregierung in den vergangenen Jahren allerdings schon gemacht. So heißt es z.B. in der Straßenverkehrsordnung nicht mehr „Fußgänger“, sondern „zu Fuß Gehende“,  schlimmer wäre gewesen: „Fußgänger und Fußgängerinnen“ oder gar das Sternchen.

Afghane begeht Suizid nach erfolgreicher Abschiebung durch Seehofer

Bernd Bluehm/   Ich fürchte, der Selbstmord liefert den Hofreiters, Göring-Eckhards, Roths (merkwürdig, alles Grüne, die mir spontan einfallen) Wasser auf die Mühlen. Die werden jetzt durch die Talkshows tingeln und im weinerlichem Tonfall sagen, dass Deutschland an dem Selbstmord schuld sei und wir auf keinen Fall mehr jemand abschieben dürfen. Auffallend ist nur, dass diesen linksgrün verstrahlten Bessermenschen die einheimischen Armutsrentner, die keinen Ausweg mehr in ihrem Leben sehen, komplett am Arsch verbeigehen. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr ich diese perversen linksgrünen Heuchler verabscheue.

Warum interessiert es nun so sehr, wenn ein illegaler Afghane in seiner Heimat seinem trostlosen Leben ein Ende setzt! WARUM IST DAS INTERESSANTER ALS JEDER DEUTSCHE TOTE?? Am wichtigsten ist es, den Deutschen immer wieder ihren Schuldkomplex mit neuer Nahrung zu versorgen. Deutsche dürfen sich niemals aus ihrem Schuldkomplex befreien, niemals einfach durchatmen. Dazu ist jedes Mittel recht, in diesem Fall eine Schuldzuweisung an Deutschland, dass sich dieser kriminelle Afghane das Leben genommen hat. 1933 bis 1945 soll für die Deutschen, für ihre Taten und Unterlassungen, immer wieder lebendig werden, wenn inzwischen auch nur einige wenige die Zeit bewußt, gar verantwortlich, erlebt haben. Diese Leute sind heute um die 90 Jahre alt.

Kriminalitätsschwerpunkte

Peter Bulke/   Zu obigem Thema gab es am 30. 06. in Freiburg eine Kundgebung des Arbeitskreises kritischer Juristinnen und Juristen zusammen unter anderem mit dem Sozialreferat der Studierendenvertretung der Universität. Ort der Kundgebung war der „Kriminalitätsschwerpunkt“ Stühlinger  Kirchplatz (Foto). Es ging den Veranstaltern nicht etwa um Ideen für eine wirksamere Kriminalitätsbekämpfung, sondern die Forderung hieß: „Ban Racial Profiling“.  Der Begriff „Racial Profiling“ bedeutet, dass Menschen nur aufgrund ihres Aussehens ohne konkreten, direkten Verdacht von der Polizei kontrolliert werden. Eine solche Praxis ist im Allgemeinen in Deutschland nicht zulässig. Nach baden-württembergischem Recht können aber in begründeten Fällen „Kriminalitätsschwerpunkte“ festgelegt werden. Dort ist es dann der Polizei erlaubt, Menschen anlasslos zu kontrollieren. Außer dem Stühlinger Kirchplatz gehört in Freiburg u. a. auch der Colombi-Park zu den Kriminalitätsschwerpunkten. Die am 30. 06. Versammelten fordern, dass solche Gebiete überhaupt nicht festgelegt werden dürfen; denn die „Kontrollen sind (für die Kontrollierten) mit psychischer Belastung, körperlichen Angriffen, stigmatisierenden Blicken und Zeitverlust verbunden.“  „Das ist rassistische Gewalt.“ Dass die Forderung bedeuten würde, die Effektivität der Polizeiarbeit deutlich zu verringern, wird gerne in Kauf genommen. Denn es wird niemand ernsthaft bestreiten wollen, dass die Polizei aus Erfahrung am besten weiß,  bei welchen Personen aufgrund ihrer äußeren Erscheinung  die Wahrscheinlichkeit für einen Fahndungserfolg erhöht ist. (Siehe hierzu auch unseren Text vom 21. 06. „Flüchtlinge als Sicherheitsrisiko“.)

Man sollte eigentlich erwarten, dass gerade sowohl angehende als auch erfahrene Juristen vom Wunsch beseelt sein müssten, dass möglichst viele Rechtsbrecher gefasst werden. Aber bei der politischen Linken ist der Sinn für Recht und Ordnung nicht immer deutlich genug ausgeprägt.

Zum Christopher-Street-Day in Freiburg

Peter Bulke/   Dass die Wasserfläche auf dem Platz der Alten Synagoge gelegentlich als Planschbecken für Kinder dient, sorgt immer wieder mal für Unmut. Dabei wird auf den Sinn der Gedenkeinrichtung verwiesen. Besser wäre es aber gewesen, wenn sich Stimmen klar dagegen ausgesprochen hätten, dass das CSD-Spektakel ausgerechnet auf dem Platz der Alten Synagoge seinen Ausgangspunkt haben sollte; denn ein solcher Umzug enthält immer auch einige abartige und verrückte Darstellungen, die schlecht zu einem Ort des Gedenkens passen.

„Wir leben immer noch in einer Welt, in der die Menschen nach wie vor in zwei Geschlechter einsortiert werden. Wie barsch die Grenzen dieser Zuschreibungen sind, spüren die ganz besonders, die sich nicht eindeutig als Mann oder Frau identifizieren oder die das Geschlecht wechseln.“ Diesen Ausspruch tat die Freiburger Genderforscherin Wibke Backhaus 2014 anlässlich des damaligen CSD in Freiburg. Er gibt recht gut den Kern der Genderideologie wieder. Diese Ideologie als Wissenschaft zu bezeichnen, ist zumindest umstritten. Das zeigen die Begriffe „einsortiert“ und  „Zuschreibungen“, so als ob es keine eindeutige Zugehörigkeit eines Menschen zu einem der beiden Geschlechter gäbe. Zwar treten – wie es auch sonst in der Natur manchmal vorkommt – ungeplante Anomalien auf,  doch der Anteil solcher Neugeborener ohne eindeutig bestimmbares Geschlecht soll bei etwa 1:5.000 liegen. Genderideologen und CSD-Vertreter stehen für eine übersteigert individualistische Denkweise. Sie sind typische Vertreter einer dekadenten Spaßgesellschaft. Jedes Abirren vom Normalverhalten (sofern es sich nicht direkt gegen andere Menschen richtet) gilt als gleichwertig. Toleranz wird zur Beliebigkeit. Es fehlt das Gespür dafür, welches Verhalten für eine gut funktionierende Gemeinschaft erstrebenswert ist und der Schöpfungsordnung entspricht. Vernünftigerweise sollte dagegen in der Kindererziehung darauf hingewirkt werden,  dass die natürliche Identität von Mädchen und Jungen gestärkt wird, anstatt künstlich Zweifel an dieser Identität zu schüren (mit der evtl. Folge von Persönlichkeitsstörungen.)