Denzlingens Bürgermeister contra Süddeutsche Zeitung

Markus Hollemann, Bürgermeister und Abgeordneter des Emmendinger Kreistages, hatte sich vor zwei Jahren um das Amt des Gesundheits- und Umweltreferenten in München beworben. Dort ist er geboren. Die CSU-Fraktion im Rathaus hatte ihn vorgeschlagen, auch mit dem Hinweis, dass es nicht auf das Parteibuch sondern auf die Kompetenz ankomme. Hollemann gehört bekanntlich der ÖDP an. Die Süddeutsche Zeitung (SD) hatte zunächst die Entscheidung gelobt. Doch kurz vor dem Wahltermin schaltete die SD um: Hollemann sympathisiere mit „radikalen Abtreibungsgegnern“ und „christlichen Rechtsradikalen“, gemeint war die Mitgliedschaft bei der Aktion „Lebensrecht für alle“ (ALfA) und seine Unterstützung der Menschenrechtsorganisation „Christian Solidarity International“ (CSI). Im Münchner Stadtrat forderten daraufhin die GRÜNEN, die FDP und Teile der SPD-Fraktion die CSU auf, den nominierten Kandidaten zurückzuziehen. Hollemann nahm dann von sich aus seine Bewerbung zurück. Hollemanns Anwalt sagt, so ein Medium wie die SD dürfe nicht leichtfertig mit der Formulierung „rechtsradikal“ umgehen. Der Vertreter der SD behauptet, Hollemann sei nicht direkt als rechtsradikal bezeichnet worden, sondern nur die Organisation CSI. Am 22. März will das Landgericht Köln seine Entscheidung bekanntgeben.

(Peter Bulke)

Dass die Klage Hollemanns Erfolg haben wird, ist eher nicht anzunehmen, zumal die beanstandete Formulierung in einem Kommentar der SD erschien. Man muss feststellen, dass einige Begriffe, wie z.B. „rechtsradikal“, von der Linkspresse leichtfertig und inflationär benutzt werden, so dass sie eigentlich nicht mehr so wichtig genommen werden sollten. Trotzdem eignen sie  sich aber bei einer unsachlichen Verwendung  immer noch dazu,  das Ansehen von Bürgern in der Öffentlichkeit herabzusetzen, wie es auch im beschriebenen Fall geschehen ist.  (Foto: Denzlingen, Rathausplatz)

Immer mehr UMA gelangen nach Weil

Immer mehr UMA gelangen nach WeilNach Mitteilung der Basler Zeitung hat die Polizei in Weil vom 17. bis 21. Februar 88 illegal eingereiste Personen aufgegriffen. Sie sind entweder im Zug, im Fernbus oder mit der Straßenbahn eingereist. Fast alle waren männlich, zwischen 15 und 30 Jahre alt,  aus Schwarzafrika und meistens auch ohne Ausweis. Dies teilte die Bundespolizeiinspektion in Weil mit. Alle 88 haben Asyl beantragt. Seit dem Sommer 2016 hat die Zahl der aus der Schweiz Einreisenden deutlich zugenommen. Viele stellen zuerst an der Schweizer Südgrenze einen Asylantrag und tauchen dann unter. Über 8.000 Personen sollen 2016 während des Asylverfahrens verschwunden sein. Aus dem Polizeirevier Weil wurde auch mitgeteilt, dass man immer wieder professionell aufgemachte Wegebeschreibungen mit Fotos von der Straßenbahn (damit die richtige Linie erwischt wird)  und dem Revier darauf finde. Wer dort Asyl beantragt, wird an die Aufnahmestelle in Karlruhe verwiesen.

(Von Peter Bulke)

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Was uns zusammenhält

Die Tübinger Stiftung Weltethos, gegründet 1995 vom Theologen Hans Küng, hatte unseren Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann gebeten, den diesjährigen Festvortrag zu übernehmen. Diesen am 17. 2. gehaltenen Vortrag veröffentlichte die Badische Zeitung auszugsweise unter der Überschrift „Was uns zusammenhält“.  Den Zusammenhalt bezeichnete Kretschmann als Kernbedürfnis des Menschen: „Zusammenhalt von Familie, von Freunden, in Vereinen, in der Kirche, selbst in Parteien, Zusammenhalt der Gesellschaft.“  Alle genannten Gruppen, außer der letzten, haben etwas Gemeinsames (z.B. gemeinsame Interessen). Doch wie steht es damit in der Gesellschaft?   Bei Kretschmann heißt es weiter unten: „Zusammenhalt hat mit Achtung, dem Respekt und der Würde aller Menschen auf dieser Welt zu tun.“

Merkwürdigerweise geht er nicht darauf ein, welche gemeinschaftsfördernde Wirkung das Volk (oder die Nation) haben kann. Statt dessen heißt es über „Rechtpopulisten“: „Ihr Bezugspunkt ist die willkürlich definierte Gruppe, die sie für homogen halten und gegen das Andere abschotten wollen.“ Die Bezeichnung des Volkes als willkürlich definierte Gruppe geht natürlich voll daneben. Der Begriff  deutsches Volk ist seit Jahrhunderten gebräuchlich, und man hat immer etwa das Gleiche darunter verstanden.  Nur deshalb war z.B. die deutsche Teilung nicht von Dauer, obwohl zahlreiche führende Politiker diesen Zustand längst akzeptiert hatten.  Ebenso war es in Deutschland weitgehend unstrittig, dass Millionen (Spät-)Ausssiedler als Deutsche galten. Sie hatten als deutsche Volksangehörige Anspruch auf Einbürgerung. Auch wenn im Jahre 2000 das Einbürgerungsrecht zugunsten Nichtdeutscher erheblich ausgeweitet wurde, existiert weiterhin das deutsche Volk, zu dem die eingebürgerten ehemals Nichtdeutschen gleichberechtigt dazugehören müssen.

Immer wieder gibt es von politisch linker Seite Vorstöße gegen den Begriff „Volk“, oder er wird mit „Bevölkerung“ gleichgesetzt, um ihm die ursprüngliche Bedeutung zu nehmen. Im Jahre 2000 stimmte sogar eine knappe Mehrheit des Bundestages dafür,  dass im Reichstagsgebäude eine Installation mit der Aufschrift „Der Bevölkerung“ eingerichtet wurde. Sie sollte ein Gegengewicht bilden zu der Aufschrift am Reichstagsgebäude „Dem Deutschen Volke“.  Laut Emnid sprachen sich damals immerhin 64 % der Deutschen gegen diesen Unsinn aus.  Inzwischen hat sich  die Bundeskanzlerin Merkel der linken Ansicht angepasst, indem sie verkündete: „Das Volk ist jeder, der in diesem Lande lebt.“

Peter Bulke

„Deutschland und seine Muslime“

Uns sollte beunruhigen, dass in einer Umfrage im Jahre 2016  60 % der Befragten verneinten, dass der Islam zu Deutschland gehöre. Nur 34 % stimmten einer solchen Aussage zu. Im Jahre 2010 habe die Zustimmung dagegen noch bei 49 % gelegen. So äußerte sich der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland e.V., Aiman Mazyek, zu Beginn seines Vortrags im Rahmen des Colloquium politicum am 01.02. in der Universität Freiburg. Die von ihm vertretene Organisation ist multiethnisch, verfassungstreu und engagiert sich auch in der Flüchtlingsbetreuung. Sie hat allerdings nur 15.000 Mitglieder. Das sind 0,3 % der 4,5 Mill. Muslime in Deutschland. (Zum Vergleich: die DITIB hat die 10-fache Mitgliederzahl. Dazu kommt das Mehrfache an Anhängern.)  Mazyek meinte, dass Vorbehalte gegen den Islam im Widerspruch zum Grundgesetz stünden. Ursache seien falsche Vorstellungen. Das Grundgesetz bilde in unserer Gesellschaft den entscheidenden Kitt. Dieser müsse mit Leben gefüllt werden, indem die Bürger in ihrer persönlichen Umgebung Kontakt mit Angehörigen aus unterschiedlichen Kulturen pflegen.  Pegida und AfD warf der Redner vor, den gesellschaftlichen Kitt zerstören zu wollen. Die drei Religionsgruppen Christen, Muslime und Juden seien „Geschwister im Geist“. Sie sollten nach Auskunft des Koran „wetteifern in guten Dingen“. Glaubenszwang werde im Koran abgelehnt.   Aber nicht nur mit den Einheimischen, auch mit den Muslimen in Deutschland ist Aiman Mazyek nicht ganz zufrieden: bei ihnen vermisst er europäisches Denken.  Sein Ideal ist eine Art Mittelmeerunion, zu der sich die EU und benachbarte muslimische Länder zusammenschließen sollten.

(Von Peter Bulke)

Anmerkungen:

  1. ) Wie man sieht, lässt sich aus dem Koran das Passende herauslesen, was zur Argumentation gebraucht wird. Wichtiger ist die Realität.  In deutschen Asylunterkünften wurden 2016 über 700 religiös motivierte Übergriffe auf Christen registriert, davon 55 in Baden-Württemberg (www.opendoors.de). „Wir haben die Bedeutung von Religion unterschätzt“, sagte Bundesinnenminister de Maiziere 2016.  Nach dem Weltverfolgungsindex 2017 der Organisation OPEN DOORS zeichnen sich insbesondere viele muslimische Länder durch Benachteiligungen und Verfolgungen von Christen aus.
  2. ) Nicht Pegida und AfD arbeiten an der Zerstörung des „gesellschaftlichen Kitts“. Auslöser war die Bereitschaft der Bundesregierung, eine Massenzuwanderung zuzulassen. Das musste ja zu Protesten führen! Wie wichtig das Grundgesetz auch ist; für einen gesellschaftlichen Zusammenhalt kann es allein nicht sorgen. Dazu gehört ein Gemeinschaftsgefühl, das in der Regel eine einigermaßen homogene Bevölkerung voraussetzt. Zunehmende Überfremdung begünstigt Abkapselung, Parallelgemeinschaften, Egoismus und Kriminalität – bei Zugewanderten und Einheimischen, weil das Gemeinsame, Verbindende verloren geht.

Zur Aufregung um Höcke

„AfD-Mann Björn Höcke löst Empörung aus“ und „Ein schlimmer Unterton“ – so hießen Überschriften in der Badischen Zeitung vom 19. 01. Auch aus der AfD selbst kam Kritik. Höcke sei eine Belastung für die Partei, äußerte Frau Petry. Höcke reagierte anschließend: „Wörtlich habe ich gesagt: Wir Deutsche sind das einzige Volk, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat. Das heißt, ich habe den Holocaust, den von Deutschen verübten Völkermord an den Juden, als Schande für unser Volk bezeichnet.“

(Von Peter Bulke)

Höcke hat aber zu dem (angeblichen) Missverständnis selbst beigetragen, indem er „eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ gefordert hat. Das würde bedeuten, das derzeitige Extrem durch ein anderes zu ersetzen und das Verbrechen an den Juden als nicht oder kaum gedenkwürdig abzutun. Wir sollten uns doch nicht z.B. die Türkei (Armenien!) oder Großbritannien zum Vorbild nehmen. In London wurde 1992 zu Ehren des Luftwaffenmarschalls Sir Arthur Harries ein Denkmal enthüllt. Damit wurde im Beisein der damals noch lebenden Königinmutter ein Kriegsverbrecher geehrt, der für die Flächenbombardements in Köln, Hamburg und Dresden verantwortlich war. Hätte sich Höcke für eine 90-Grad-Wende ausgesprochen, wäre das in Ordnung gewesen: keine Kehrtwende, sondern eine vernünftige Korrektur, die die deutschen Verbrechen nicht unter den Tisch kehren will.

Höckes Kritik am Holocaust-Mahmmal ist verständlich: 1999 stimmten leider 439 Bundestagsabgeordnete für den Eisenman-Entwurf, ein 2 ha umfassendes Monstrum, das damals nicht nur aus künstlerischer Sicht  umstritten war. Es soll mit seiner Dimension alle anderen Erinnerungen an die deutsche Geschichte erdrücken und als nebensächlich erscheinen lassen. Deutsches Selbstbewusstsein soll damit zerstört werden.

Wie lange noch Christliches Abendland

Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger sprach kürzlich über Kirchenaustritte wegen zu großer Flüchtlingsfreundlichkeit, weil eine zunehmende Islamisierung befürchtet werde. Kirchenaustritte sind überhaupt ein Dauerproblem. Besonders betroffen ist die evangelische Kirche. Gelegentlich werden die Austritte mit den weit verbreiteten Linkstendenzen in den Kirchen in Verbindung gebracht. Tatsächlich jedoch dürfte dieser Gesichtspunkt nur eine untergeordnete Rolle spielen. Der evangelische badische Landesbischof Cornelius-Bundschuh meinte, dass sogar der Beschluss der Landessynode im Jahr 2016, nach dem auch gleichgeschlechtliche Paare kirchlich getraut werden dürfen, keinen nennenswerten Einfluss auf die Austrittszahlen gehabt habe. Zu dieser Äußerung gab es zwar innerkirchlichen Widerspruch; aber es kann als sicher gelten, dass die Ursache für die meisten Kirchenaustritte die Gleichgültigkeit gegenüber religiösen Fragen ist. Die evangelische Kirche werde kleiner, älter und ärmer. Bis zum Jahr 2030 werde die Badische Landeskirche weitere 25 % ihrer Mitglieder verlieren, sagte zum Jahresbeginn der Dekan für den Bezirk Breisgau-Hochschwarzwald, Rainer Heimburger. Auch die Zahl der Katholiken schrumpft in Deutschland, wenn auch weniger stark. Einen Einfluss hat natürlich auch die negative Bevölkerungsentwicklung der Deutschen.

(Von: Peter Bulke)

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Gedanken zum Jahreswechsel

„Zur Sache, aber sachlich“ – das meint der neue Chefredakteur der Badischen Zeitung, Thomas Fricker, im Leitartikel zum Jahreswechsel. „Der Trend zur Hasskultur im Internet wie auch im richtigen Leben hat sich verstärkt.“ Viele Bürger, Politiker und auch Medienvertreter pickten sich aus dem Informationsmeer das heraus, was das eigene Weltbild bestätigt. Dieser Besorgnis des Herrn Fricker kann man nur voll zustimmen. Denn es ist für die eigene Meinungsbildung  wichtig, sich auch mit den Gegenargumenten zu beschäftigen. Zu den dringenden Anliegen nennt Fricker „den Erhalt eines offenen Europa, Energiewende und Gerechtigkeit im Zeitalter der Globalisierung“ – all das gehöre zur Daseinsvorsorge.

Doch  beim ersten Anliegen – dem Erhalt eines offenen Europa – beginnt das Problem. Mit einer sachlichen Diskussion seitens der BZ und der meisten anderen Medien ist es wahrscheinlich schnell vorbei, wenn in der breiten Öffentlichkeit  folgende Fragen und Überlegungen zu vernehmen sind: Ist es nicht an der Zeit, die Offenheit Europas erheblich einzuschränken? Deutschland droht, sich allmählich – und bald mit zunehmender Geschwindigkeit – zu einer Art Anhängsel der orientalischen und afrikanischen Welt zu entwickeln, wo die deutschen Volksangehörigen zu einer Minderheit im eigenen Land werden. Merkwürdigerweise scheint dieses Problem für unsere „offizielle“ Politik überhaupt nicht zu existieren, obwohl die Fakten klar auf dem Tisch liegen. Die Bedrohung wird ausgelöst durch Geburtenmangel bei uns bei gleichzeitiger starker Zuwanderung von Nichteuropäern, überwiegend Muslimen.  In Deutschland hat sich die Zahl der jährlichen Geburten in den letzten 50 Jahren halbiert, ohne dass sich die Bevölkerungszahl verringert hat. Die Frage, bei der man in Deutschland und in Europa dringend „zur  Sache“ kommen müsste, lautet: Was können wir tun oder zumindest versuchen, um die zunehmende Überfremdung aufzuhalten oder wenigstens abzuschwächen? Im Interesse unserer Jugend und der kommenden Generationen dürfen wir nicht die Augen vor den sich abzeichnenden Bedrohungen verschließen.

Peter Bulke

Großes Interesse am Thema AfD

Ein Wahlerfolg der AfD bei der kommenden Bundestagswahl gilt als sehr wahrscheinlich. Diese übereinstimmende Ansicht war bei einem Streitgespräch im total überfüllten  großen Hörsaal der Universität Freiburg zu vernehmen. Dort diskutierten zwei auswärtige Politologen über den richtigen Umgang mit der AfD: die Professoren Wolfgang Schröder (SPD) aus Kassel und Werner Patzelt (CDU) aus Dresden. Es handelte sich um eine gemeinsame Veranstaltung der Universität, der Freiburger Außenstelle der Landeszentrale für Politische Bildung und des Karl-Schurz-Hauses in Freiburg.  Beide Kontrahenten wiesen auf eine Repräsentationslücke hin, die die AfD habe stark werden lassen; denn die CDU habe konservative Positionen aufgegeben. Dadurch fühlten sich Bürger, die die Euro-Stützung und die Flüchtlingspolitik ablehnten, nicht mehr von Gruppen oder einflussreichen Persönlichkeiten des Bundestages repräsentiert. Schröder meinte aber dazu, dass eine etwas nach rechts rückende CDU Wähler in der Mitte verlieren würde. Patzelt rechnet ab 2017 wieder mit einer Großen Koalition, weil Rot-Rot-Grün keine Chance auf eine Mehrheit habe. Die AfD könnte dann größte Oppositionspartei sein. Als „rote Linie“, die nicht überschritten werden dürfe,  nannte Patzelt den Antisemitismus. Den Begriff Rassismus hält er für ungeeignet. Er wurde zu sehr ausgedehnt. (Wo beginnt, wo endet Rassismus?) Schröder dagegen befürwortet eine enge Vernetzung der etablierten Parteien zur Verteidigung einer offenen Gesellschaft gegen die Positionen der AfD. Er wirft den Rechtspopulisten Pegida und AfD vor, bestimmte Minderheiten ausgrenzen zu wollen.

Die Vorstellung, dass das Ausgrenzen etwas moralisch Unanständiges sei, erinnert an den in der letzten Zeit häufig zu vernehmenden Vorwurf der gruppenbezogenen „Menschenfeindlichkeit“, der gegen Pegida und AfD erhoben wird. Damit wird diesen Gruppierungen eine unmenschliche Gesinnung angedichtet. Tatsächlich sind Ausgrenzungen etwas Normales und auch Unverzichtbares. Man muss zwischen Menschengruppen differenzieren – auch ohne Hassgefühle. Oder sollen die etwa 1,5 Mill. „Flüchtlinge“ der Jahre 2015/16 sogleich als Einwanderer gelten, die bei uns für immer bleiben können und schließlich sogar eingebürgert werden?  Oder ist etwa die folgende abartige Idee wünschenswert? Nach einem Bericht in der JUNGEN FREIHEIT vom 16. 12. wünscht sich die für Integration zuständige Staatsministerin der Bundesregierung, Aydan Özuguz (SPD), dass in das Grundgesetz ein Artikel 20b aufgenommen wird, der die „Vielfältigkeit“ als Staatsziel festlegt. Es ist zwar nicht anzunehmen, dass dieser Wunsch erfüllt wird. Das wäre doch zu unpopulär. Die angestrebte Vielfältigkeit kann auch so ohne große Worte voranschreiten.

Peter Bulke

Ist die AfD zu stoppen?

afd-logoUm diese Frage ging es zum Schluss auf einer Veranstaltung der Humanistischen Union zusammen mit dem Arbeitskreis Kritischer Juristen, dem DGB und Verdi in Freiburg im Universitätshauptgebäude. Als Gastredner referierte der Sozialwissenschaftler und Publizist Sebastian Friedrich aus Berlin. Er arbeitet an einer aktualisierten Auflage seines Buches über die AfD.

Zunächst legte er die Gründe dar, die zum Aufstieg der AfD geführt haben. Hauptsächliche Auslöser sind Veränderungen in der Gesellschaft, die immer vielfältiger wird, und zwar nicht nur durch die ständige Zuwanderung. Ehe und Familie gelten nicht mehr als alleinige Normalform des Zusammenlebens. Das konservative Milieu, das diese Entwicklungen mit Sorge betrachtet – hauptsächlich traditionelle Unionswähler – umfasst einen Bevölkerungsanteil von 23 %.  Günstig für die AfD ist die abnehmende Bindekraft der großen Parteien. Weit verbreitet ist auch das Gefühl, dass die Wirtschaft einen zu großen Einfluss auf die Politik ausübt.  Zugleich nimmt die soziale Ungleichheit zu. Es gibt mehr befristete und andere prekäre Arbeitsverhältnisse. Hiervon sind insbesondere traditionelle SPD-Wähler betroffen. Der Afd ist es gelungen, politisch heimatlos gewordene Bürger an sich zu binden.  Indirekte Unterstützung erhielt die AfD durch neuartige Demonstrationen Unzufriedener („Demokratie für alle“, Pegida) und durch bekannte Einzelpersonen, die passende Stichworte lieferten (Eva Hermann,  Sarrazin).

(Von Peter Bulke)

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Freiburg: Mehrere Afrikaner begrapschen zwei Frauen

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Mehrere Invasoren, die zwischen November 2015 und Februar 2016 illegal in unser Land eingedrungen sind, haben die beiden Frauen am Stühlinger Kirchplatz nahe des Freiburger Hauptbahnhofes „umringt und unsittlich am Bauch, an der Brust sowie im Genitalbereich berührt“. Einige Männer aus der Gruppe hätten auch versucht, die beiden 21 und 29 Jahre jungen Frauen zu küssen. Ein unbeteiligter Mann, der den Frauen helfen wollte, sei aus der Gruppe heraus körperlich angegriffen worden. Drei Täter sind kurzzeitig festgenommen worden. Sie sind 17, 19 und 20 Jahre alt, stammen aus Gambia und sind polizeilich bekannt.

(Von Michael Stürzenberger)

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