„Deutschland und seine Muslime“

Uns sollte beunruhigen, dass in einer Umfrage im Jahre 2016  60 % der Befragten verneinten, dass der Islam zu Deutschland gehöre. Nur 34 % stimmten einer solchen Aussage zu. Im Jahre 2010 habe die Zustimmung dagegen noch bei 49 % gelegen. So äußerte sich der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland e.V., Aiman Mazyek, zu Beginn seines Vortrags im Rahmen des Colloquium politicum am 01.02. in der Universität Freiburg. Die von ihm vertretene Organisation ist multiethnisch, verfassungstreu und engagiert sich auch in der Flüchtlingsbetreuung. Sie hat allerdings nur 15.000 Mitglieder. Das sind 0,3 % der 4,5 Mill. Muslime in Deutschland. (Zum Vergleich: die DITIB hat die 10-fache Mitgliederzahl. Dazu kommt das Mehrfache an Anhängern.)  Mazyek meinte, dass Vorbehalte gegen den Islam im Widerspruch zum Grundgesetz stünden. Ursache seien falsche Vorstellungen. Das Grundgesetz bilde in unserer Gesellschaft den entscheidenden Kitt. Dieser müsse mit Leben gefüllt werden, indem die Bürger in ihrer persönlichen Umgebung Kontakt mit Angehörigen aus unterschiedlichen Kulturen pflegen.  Pegida und AfD warf der Redner vor, den gesellschaftlichen Kitt zerstören zu wollen. Die drei Religionsgruppen Christen, Muslime und Juden seien „Geschwister im Geist“. Sie sollten nach Auskunft des Koran „wetteifern in guten Dingen“. Glaubenszwang werde im Koran abgelehnt.   Aber nicht nur mit den Einheimischen, auch mit den Muslimen in Deutschland ist Aiman Mazyek nicht ganz zufrieden: bei ihnen vermisst er europäisches Denken.  Sein Ideal ist eine Art Mittelmeerunion, zu der sich die EU und benachbarte muslimische Länder zusammenschließen sollten.

(Von Peter Bulke)

Anmerkungen:

  1. ) Wie man sieht, lässt sich aus dem Koran das Passende herauslesen, was zur Argumentation gebraucht wird. Wichtiger ist die Realität.  In deutschen Asylunterkünften wurden 2016 über 700 religiös motivierte Übergriffe auf Christen registriert, davon 55 in Baden-Württemberg (www.opendoors.de). „Wir haben die Bedeutung von Religion unterschätzt“, sagte Bundesinnenminister de Maiziere 2016.  Nach dem Weltverfolgungsindex 2017 der Organisation OPEN DOORS zeichnen sich insbesondere viele muslimische Länder durch Benachteiligungen und Verfolgungen von Christen aus.
  2. ) Nicht Pegida und AfD arbeiten an der Zerstörung des „gesellschaftlichen Kitts“. Auslöser war die Bereitschaft der Bundesregierung, eine Massenzuwanderung zuzulassen. Das musste ja zu Protesten führen! Wie wichtig das Grundgesetz auch ist; für einen gesellschaftlichen Zusammenhalt kann es allein nicht sorgen. Dazu gehört ein Gemeinschaftsgefühl, das in der Regel eine einigermaßen homogene Bevölkerung voraussetzt. Zunehmende Überfremdung begünstigt Abkapselung, Parallelgemeinschaften, Egoismus und Kriminalität – bei Zugewanderten und Einheimischen, weil das Gemeinsame, Verbindende verloren geht.

Zur Aufregung um Höcke

„AfD-Mann Björn Höcke löst Empörung aus“ und „Ein schlimmer Unterton“ – so hießen Überschriften in der Badischen Zeitung vom 19. 01. Auch aus der AfD selbst kam Kritik. Höcke sei eine Belastung für die Partei, äußerte Frau Petry. Höcke reagierte anschließend: „Wörtlich habe ich gesagt: Wir Deutsche sind das einzige Volk, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat. Das heißt, ich habe den Holocaust, den von Deutschen verübten Völkermord an den Juden, als Schande für unser Volk bezeichnet.“

(Von Peter Bulke)

Höcke hat aber zu dem (angeblichen) Missverständnis selbst beigetragen, indem er „eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ gefordert hat. Das würde bedeuten, das derzeitige Extrem durch ein anderes zu ersetzen und das Verbrechen an den Juden als nicht oder kaum gedenkwürdig abzutun. Wir sollten uns doch nicht z.B. die Türkei (Armenien!) oder Großbritannien zum Vorbild nehmen. In London wurde 1992 zu Ehren des Luftwaffenmarschalls Sir Arthur Harries ein Denkmal enthüllt. Damit wurde im Beisein der damals noch lebenden Königinmutter ein Kriegsverbrecher geehrt, der für die Flächenbombardements in Köln, Hamburg und Dresden verantwortlich war. Hätte sich Höcke für eine 90-Grad-Wende ausgesprochen, wäre das in Ordnung gewesen: keine Kehrtwende, sondern eine vernünftige Korrektur, die die deutschen Verbrechen nicht unter den Tisch kehren will.

Höckes Kritik am Holocaust-Mahmmal ist verständlich: 1999 stimmten leider 439 Bundestagsabgeordnete für den Eisenman-Entwurf, ein 2 ha umfassendes Monstrum, das damals nicht nur aus künstlerischer Sicht  umstritten war. Es soll mit seiner Dimension alle anderen Erinnerungen an die deutsche Geschichte erdrücken und als nebensächlich erscheinen lassen. Deutsches Selbstbewusstsein soll damit zerstört werden.

Junge Freiburgerin Opfer sexuell belästigt

Am Freitag, den 13.01.2017, wurde am Freiburger Hauptbahnhof eine junge Frau (17 Jahre alt) sexuell belästigt; das Opfer sagte später bei der Polizei, dass der Täter ein südländisches oder arabisches Aussehen hatte und 20-30 Jahre alt gewesen sei.

Zeugen, die auf den Vorfall auf der Stadtbahnbrücke aufmerksam geworden sind beziehungsweise beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Freiburg unter 0761/882-5777 zu melden.

Man muss nur eins und eins zusammenrechnen können und dann weiß man schon, dass der Täter ein Asylbewerber war. Wann kommt in unserer Politik endlich wieder ein Wechsel? Was Deutschland dringend benötigt, ist ein Wechsel an der Spitze. Wir benötigen endlich eine neue Partei, die versteht, was das Volk will, und diese Partei ist die Alternative für Deutschland (AfD). Die Altpartien haben mit ihren Versprechungen mit ihren Symbolen nichts mehr in der Politik zu suchen. Sie sollen dort hin, wo der Pfeffer wächst, ins politische Nirwana.

(Von: Benjamin)

Gedanken zum Jahreswechsel

„Zur Sache, aber sachlich“ – das meint der neue Chefredakteur der Badischen Zeitung, Thomas Fricker, im Leitartikel zum Jahreswechsel. „Der Trend zur Hasskultur im Internet wie auch im richtigen Leben hat sich verstärkt.“ Viele Bürger, Politiker und auch Medienvertreter pickten sich aus dem Informationsmeer das heraus, was das eigene Weltbild bestätigt. Dieser Besorgnis des Herrn Fricker kann man nur voll zustimmen. Denn es ist für die eigene Meinungsbildung  wichtig, sich auch mit den Gegenargumenten zu beschäftigen. Zu den dringenden Anliegen nennt Fricker „den Erhalt eines offenen Europa, Energiewende und Gerechtigkeit im Zeitalter der Globalisierung“ – all das gehöre zur Daseinsvorsorge.

Doch  beim ersten Anliegen – dem Erhalt eines offenen Europa – beginnt das Problem. Mit einer sachlichen Diskussion seitens der BZ und der meisten anderen Medien ist es wahrscheinlich schnell vorbei, wenn in der breiten Öffentlichkeit  folgende Fragen und Überlegungen zu vernehmen sind: Ist es nicht an der Zeit, die Offenheit Europas erheblich einzuschränken? Deutschland droht, sich allmählich – und bald mit zunehmender Geschwindigkeit – zu einer Art Anhängsel der orientalischen und afrikanischen Welt zu entwickeln, wo die deutschen Volksangehörigen zu einer Minderheit im eigenen Land werden. Merkwürdigerweise scheint dieses Problem für unsere „offizielle“ Politik überhaupt nicht zu existieren, obwohl die Fakten klar auf dem Tisch liegen. Die Bedrohung wird ausgelöst durch Geburtenmangel bei uns bei gleichzeitiger starker Zuwanderung von Nichteuropäern, überwiegend Muslimen.  In Deutschland hat sich die Zahl der jährlichen Geburten in den letzten 50 Jahren halbiert, ohne dass sich die Bevölkerungszahl verringert hat. Die Frage, bei der man in Deutschland und in Europa dringend „zur  Sache“ kommen müsste, lautet: Was können wir tun oder zumindest versuchen, um die zunehmende Überfremdung aufzuhalten oder wenigstens abzuschwächen? Im Interesse unserer Jugend und der kommenden Generationen dürfen wir nicht die Augen vor den sich abzeichnenden Bedrohungen verschließen.

Peter Bulke

Großes Interesse am Thema AfD

Ein Wahlerfolg der AfD bei der kommenden Bundestagswahl gilt als sehr wahrscheinlich. Diese übereinstimmende Ansicht war bei einem Streitgespräch im total überfüllten  großen Hörsaal der Universität Freiburg zu vernehmen. Dort diskutierten zwei auswärtige Politologen über den richtigen Umgang mit der AfD: die Professoren Wolfgang Schröder (SPD) aus Kassel und Werner Patzelt (CDU) aus Dresden. Es handelte sich um eine gemeinsame Veranstaltung der Universität, der Freiburger Außenstelle der Landeszentrale für Politische Bildung und des Karl-Schurz-Hauses in Freiburg.  Beide Kontrahenten wiesen auf eine Repräsentationslücke hin, die die AfD habe stark werden lassen; denn die CDU habe konservative Positionen aufgegeben. Dadurch fühlten sich Bürger, die die Euro-Stützung und die Flüchtlingspolitik ablehnten, nicht mehr von Gruppen oder einflussreichen Persönlichkeiten des Bundestages repräsentiert. Schröder meinte aber dazu, dass eine etwas nach rechts rückende CDU Wähler in der Mitte verlieren würde. Patzelt rechnet ab 2017 wieder mit einer Großen Koalition, weil Rot-Rot-Grün keine Chance auf eine Mehrheit habe. Die AfD könnte dann größte Oppositionspartei sein. Als „rote Linie“, die nicht überschritten werden dürfe,  nannte Patzelt den Antisemitismus. Den Begriff Rassismus hält er für ungeeignet. Er wurde zu sehr ausgedehnt. (Wo beginnt, wo endet Rassismus?) Schröder dagegen befürwortet eine enge Vernetzung der etablierten Parteien zur Verteidigung einer offenen Gesellschaft gegen die Positionen der AfD. Er wirft den Rechtspopulisten Pegida und AfD vor, bestimmte Minderheiten ausgrenzen zu wollen.

Die Vorstellung, dass das Ausgrenzen etwas moralisch Unanständiges sei, erinnert an den in der letzten Zeit häufig zu vernehmenden Vorwurf der gruppenbezogenen „Menschenfeindlichkeit“, der gegen Pegida und AfD erhoben wird. Damit wird diesen Gruppierungen eine unmenschliche Gesinnung angedichtet. Tatsächlich sind Ausgrenzungen etwas Normales und auch Unverzichtbares. Man muss zwischen Menschengruppen differenzieren – auch ohne Hassgefühle. Oder sollen die etwa 1,5 Mill. „Flüchtlinge“ der Jahre 2015/16 sogleich als Einwanderer gelten, die bei uns für immer bleiben können und schließlich sogar eingebürgert werden?  Oder ist etwa die folgende abartige Idee wünschenswert? Nach einem Bericht in der JUNGEN FREIHEIT vom 16. 12. wünscht sich die für Integration zuständige Staatsministerin der Bundesregierung, Aydan Özuguz (SPD), dass in das Grundgesetz ein Artikel 20b aufgenommen wird, der die „Vielfältigkeit“ als Staatsziel festlegt. Es ist zwar nicht anzunehmen, dass dieser Wunsch erfüllt wird. Das wäre doch zu unpopulär. Die angestrebte Vielfältigkeit kann auch so ohne große Worte voranschreiten.

Peter Bulke

Zum Freiburger Mord: mehr Sachlichkeit wäre besser

Die Diskussion ist noch nicht verstummt. Wünschenswert wäre eine Versachlichung in der politischen Auseinandersetzung. Der Kommentar des Klaus Riexinger in „Der Sonntag“ vom 11. 12. ist nicht dazu angetan. Seine Überschrift lautet: „AfD setzt auf die Rassistenkarte“. Der Text befasst sich mit der Pressemitteilung des Kreissprechers der Freiburger AfD Andreas Schumacher: „Nun ist es also wieder mal passiert. Eine junge Studentin wird Opfer der Merkel´schen Willkommenskultur.“ Der erste Satz dieser Äußerung trägt allerdings ebenfalls nicht gerade zur Versachlichung der Diskussion bei. Er lädt zumindest dazu ein, das hinein zu interpretieren, was viele Medienvertreter geradezu herbeiwünschen, um die AfD diffamieren zu können, nämlich dass „Flüchtlinge“ pauschal als gewaltbereit verdächtigt werden.
(Von Peter Bulke)

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Trägt der Maria-Mörder ein Hakenkreuz-Tattoo?

Aufmerksamen PI-Lesern entgeht nichts. Während unsere Behörden vermutlich noch im Nebel stochern, wurde PI auf Bildmaterial in griechischen Zeitungsartikeln aufmerksam gemacht. Es geht um den afghanischen Sexualmörder Hussein Khavari, der die Studentin Maria L. († 19) auf dem Gewissen hat. Es ist noch nicht hundertprozentig sicher, ob der Klippentäter von Korfu und Hussein Khavari identisch sind. Der Stern hatte von einem Kerzen-Tattoo berichtet. Der Klippentäter hat das Tattoo auf der rechten Oberkörperseite, Hussein Khavari auf der linken, wie man an den Bildern oben erkennen kann.

Weitere Bilder aus griechischen Medien. Der besagten jungen Frau, einer Geschichtsstudentin, wurde übel mitgespielt. Der Afghane hatte sie bereits ausgeraubt, als er sie mit Gewalt von dieser Klippe bzw. Mauer stieß:

(Von PI-News.net)

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Freiburg: IB zeigt „Einzelfälle“ auf Münsterplatz

Am Sonntag, eine Woche nach des aus einer Koalition von Linksextremisten bis hin zu Vertretern aus SPD und FDP verhinderten Gedenkens an das Flüchtlingsopfer Maria Ladenburger, hat jetzt die Identitäre Bewegung (IB) erneut an sie und viele weitere „Einzelfälle“ erinnert.

(Von PI-News.net)

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Ist die AfD zu stoppen?

afd-logoUm diese Frage ging es zum Schluss auf einer Veranstaltung der Humanistischen Union zusammen mit dem Arbeitskreis Kritischer Juristen, dem DGB und Verdi in Freiburg im Universitätshauptgebäude. Als Gastredner referierte der Sozialwissenschaftler und Publizist Sebastian Friedrich aus Berlin. Er arbeitet an einer aktualisierten Auflage seines Buches über die AfD.

Zunächst legte er die Gründe dar, die zum Aufstieg der AfD geführt haben. Hauptsächliche Auslöser sind Veränderungen in der Gesellschaft, die immer vielfältiger wird, und zwar nicht nur durch die ständige Zuwanderung. Ehe und Familie gelten nicht mehr als alleinige Normalform des Zusammenlebens. Das konservative Milieu, das diese Entwicklungen mit Sorge betrachtet – hauptsächlich traditionelle Unionswähler – umfasst einen Bevölkerungsanteil von 23 %.  Günstig für die AfD ist die abnehmende Bindekraft der großen Parteien. Weit verbreitet ist auch das Gefühl, dass die Wirtschaft einen zu großen Einfluss auf die Politik ausübt.  Zugleich nimmt die soziale Ungleichheit zu. Es gibt mehr befristete und andere prekäre Arbeitsverhältnisse. Hiervon sind insbesondere traditionelle SPD-Wähler betroffen. Der Afd ist es gelungen, politisch heimatlos gewordene Bürger an sich zu binden.  Indirekte Unterstützung erhielt die AfD durch neuartige Demonstrationen Unzufriedener („Demokratie für alle“, Pegida) und durch bekannte Einzelpersonen, die passende Stichworte lieferten (Eva Hermann,  Sarrazin).

(Von Peter Bulke)

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Die Unterwerfung – Soumission

Houellebecqs Roman steht im Oktober 2016 im Freiburger Theater als Schauspiel auf dem Programm. Die Hauptfigur des Stücks, Francios, arbeitet an einer Universität und fühlt sich in der egoistischen, vor allem auf materielle Ziele ausgerichteten Gesellschaft einsam und empfindet sein Leben als mehr oder weniger sinnlos. Im Jahre 2022 verbünden sich in Frankreich die Sozialisten mit einer islamischen Partei, um den Sieg der Nationalen Front zu verhindern. Schließlich regiert ein islamischer Präsident. Zum Schluss des Romans überlegt Francios, sich freiwillig zum Islam zu bekennen. Als islamischer Universitätsprofessor hat er eine gute Position und auch das Recht auf drei Frauen. So wie er kapituliert die gesamte Klasse der Intellektuellen. Sie zeigt keine Widerstandskraft, sondern passt sich an.  Bei der diesjährigen Verleihung des Preises der Frank-Schirrmacher-Stiftung ergänzte der Romanautor: „Das Vordringen des Islam beginnt gerade erst; denn die Demographie ist auf seiner Seite, und Europa hat sich … in einen Prozess des Selbstmordes begeben.“

Auf einer Diskussionsveranstaltung im Freiburger Theatergebäude meinte ein Besucher, der sich als „68er“ vorstellte: „Wir leben in einer säkularen Welt.“ Religionen könnten keine Antwort auf Fragen der Gesellschaft geben. –  Aber denken Muslime in ihrer Mehrheit ebenso?  –  Der Kölner Erzbischof Rainer Woelki äußerte kürzlich: „Wer Ja sagt zu Kirchtürmen, muss auch Ja sagen zum Minarett.“ Die in unserer Gesellschaft tonangebenden „68er“, für die die Religionszugehörigkeit nur eine Privatangelegenheit ist, werden dann sagen: Wenn die Kirchenglocken läuten dürfen, muss auch ein Muezzin täglich fünfmal zum Gebet ausrufen dürfen. Desgleichen muss die Zahl der christlichen und muslimischen gesetzlichen Feiertage „gerecht“ aufgeteilt werden (usw.). Forderungen werden stets von der muslimischen Seite kommen. Aus Gründen der Gleichberechtigung gibt es dann ein Zugeständnis nach dem anderen. Dazu passt auch die Meinung Oppermanns, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion: „Ob ein Bundespräsident Christ, Muslim oder Buddhist ist, sollte keine Rolle spielen.“ Im Prinzip ähnlich hatte sich zuvor Bundespräsident Gauck geäußert.

Auf der erwähnten Freiburger Podiumsdiskussion meinten die zwei anwesenden Fachleute, dass im Westen kein Verfall der Werte (Menschenwürde) und des Gemeinschaftsgedankens festzustellen sei. Der Romanautor habe bewusst überzeichnet.

Als Verdienst Houellebecqs bleibt festzuhalten, dass er der Diskussion um die Zukunft Europas einen kräftigen Schub verpasst hat.

Peter Bulke