Schnapsideen kamen nicht zum Zuge

Peter Bulke/  Der Name „Europaplatz“ wandert in Freiburg von einer Stelle zur anderen. Nun soll nach knappem Mehrheitsbeschluss im Stadtparlament  der Platz am Siegesdenkmal so heißen. Einen besseren Vorschlag hatte Stadtrat Wolf-Dieter Winkler (Freiburg Lebenswert) vorgebracht: „Platz am Siegesdenkmal“. (Siehe auch unseren Text vom 4. 2.).

Seien wir froh, dass für das Denkmal selbst im vergangenen Herbst eine relativ gute Entscheidung getroffen wurde. Es steht vor der ehemaligen Karlskaserne an fast gleicher Stelle wie in der Zeit von 1876 bis 1961. Stadtrat Winkler hätte lieber eine noch bessere Anlehnung an das frühere Erscheinungsbild gesehen: das Denkmal hätte noch etwas erhöht und von einem begrünten Ring mit Zaun umrahmt werden sollen. Aber soviel historisches Verständnis war bei der Mehrheit im Stadtrat nicht zu erwarten. Es gab und gibt zahlreiche grundsätzliche Vorbehalte gegen das Denkmal.  Die SPD-Sprecherin Turka Karakurt äußerte 2017 „ein ungeheures Unwohlsein mit dem Thema“. Die Badische Zeitung – Frank Zimmermann – kommentierte im September 2017, es sei die Chance vertan worden, mit der Neugestaltung des Platzes  …  zu einem neuen, kritisch-zeitgemäßen Umgang mit deutscher Militärgeschichte zu kommen“.

Was hätte das für Folgen haben können? Die Kunstkommission wünschte, die Viktoria-Figur zu drehen, um den Betrachter zu irritieren. Die Kommissionsvorsitzende Angeli Jahnsen meinte: „Das würde genügen, um zu zeigen, dass bei der Neuaufstellung nachgedacht wurde“. Nach JPG-Stadtrat Sergio Schmidt sollte es dazu eine Erläuterungstafel geben mit dem Text: „Der Freiburger Gemeinderat entschied sich dazu, dem Siegesdenkmal seine Wirkung … zu nehmen, denn in dieser Stadt gibt es keinen Raum für mörderischen Nationalstolz“. Ein anderer Vorschlag der Kunstkommission war, mit Hilfe einer Audio-Installation die einzelnen Soldatenfiguren Antikriegstexte sprechen zu lassen. Oder es sollte eine der vier Bronzetafeln entfernt und durch eine „korrigierte Fassung“ ersetzt werden: „Den kommenden Geschlechtern nicht zum Beispiel“. Das Freiburger Friedensforum forderte ein Antikriegsdenkmal. Im Vergleich dazu ist die vom Freiburger Stadtrat beschlossene Ergänzungstafel harmlos.

Altersfeststellung von Marias Mörder kostete zwei Millionen Euro

Von LUPO (www.pi-news.net) | Der Fall des afghanischen Mörder-Flüchtlings Hussein K. in Freiburg zeigt, wie die deutsche Gesellschaft in der Flüchtlingspolitik belogen und betrogen wird. Von den Tätern selbst. Und wie gutgläubige Behörden und ihre staatlichen Finanziers sich von schamlosen Profiteuren einer außer Rand und Band geratenen Asylindustrie ausnehmen lassen. Im vollen Bewusstsein der politisch Verantwortlichen.

Die bekannte Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen hat für die „Welt am Sonntag“ ungeschminkt das Gerichtsverfahren gegen Hussein K. protokolliert. Der bundesdeutsche Leser kennt inzwischen die Eckpunkte des brutalen Mordes an der 19-jährigen Studentin Maria Ladenburger in der Nacht des 16. Oktober 2016 am Ufer der Dreisam (PI-NEWS berichtete mehrfach) vor den Toren Freiburgs im Breisgau, das sich inzwischen durch die Migrantenflut von der „Sehnsuchtsstadt“ zu einer Kriminalitätshochburg in Baden-Württembergs entwickelt hat.

Der Mörder hatte Maria vom Rad gestoßen, gewürgt, sie auf widerwärtige Weise stundenlang vergewaltigt und dann in dem flachen Fluss ertrinken lassen. „Fast alles ist fraglich in diesem Mordprozess vor der Jugendkammer des Freiburger Landgerichts“, schreibt die erfahrene Gerichtsreporterin, sein Geburtsdatum, seine Herkunft, sein Geständnis. Manches stimme vielleicht, vieles sei gelogen oder bleibe im Dunkeln.

Das Alter von Hussein K. zum Beispiel. Er will erst 17, dann 19 Jahre alt gewesen sein. Das Gericht scheute weder Kosten noch Mühen, Lügen und Wahrheit sich annähern zu lassen. Zwei Millionen Euro (!) sollen allein die Untersuchungen zur Feststellung von K.’s ungefährem Alter gekostet haben. Denn Baden-Württemberg lehnt wegen der Menschenwürde der Asylsuchenden probate Mittel zur Altersfeststellungen wie zum Beispiel das Röntgen von Handwurzelknochen generell ab. Dafür wurden die Jahresringe eines bei K. gezogenen Zahns, den K. aufbewahrt hatte, in einem höchst aufwendigen Verfahren analysiert. Demnach ist er zwischen 22 und 26 Jahre alt.

Die Leute vom Freiburger Jugendamt, die Hussein K. als Minderjährigen nach seiner „Flucht“ „in Obhut“ genommen hatten, unterließen als professionelle Gutmenschen alle kritischen Fragen, die ihnen ihr Weltbild vom guten traumatisierten „Flüchtling“ zerstört hätten. Hussein K. habe zu nichts Lust gehabt, deshalb ging er typischerweise noch „als Teenager“ durch. Dabei hatte er zuvor in Griechenland eine Frau vergewaltigt und sie eine Klippe hinabgestoßen. Die Frau überlebte, Hussein K. wurde nach zwei Jahren Knast auf dem Amnestiewege freigelassen und entkam Ende 2015 nach Deutschland. Das Jugendamt, das sich als sehr erfahren im Umgang mit „jungen Flüchtlingen“ wähnt, nahm ihm die lügenhaften Selbstauskünfte ab wie warme Wahrheitssemmeln.

Der Mörder hat angegeben, dass sein Vater von den Taliban getötet worden sei. Glatt gelogen, denn das Freiburger Gericht telefonierte kürzlich mit dem Mann.

Ist er Iraner, Afghane? Das ist bis heute unklar. Klar ist hingegen, welche unglaublichen Summen für die Betreuung des „traumatisierten Flüchtlingsjungen“ flossen. Ein Sozialbetrieb handelte mit dem Kreisjugendamt für die Betreuung von Hussein K. eine monatliche Summe von 5.000 Euro aus. Davon zahlte der private Jugendhilfeträger an eine afghanische Pflegefamilie 2.800 Euro, die den Mörder in spe in ihrer Freiburger Villa unterbrachte und mit 400 Euro Taschengeld im Monat pamperte. Für einen zweiten minderjährigen Flüchtling kamen nochmals 2.800 Euro dazu. Da lohnte es sich schon mal, gelegentlich und oberflächlich bei den „Schützlingen“ nach dem Rechten zu sehen.

Hussein K. machte sich einen schönen Lenz. Zum Schulunterricht taucht er nur ab und zu auf. Ein Praktikum in einem KfZ-Betrieb lehnte er wegen „niederer Tätigkeiten“ ab, denn er sollte Autoteppiche säubern. Für eine Tischlerausbildung erschien ihm die Vergütung zu gering. Stattdessen trank er Alkohol und nahm Drogen. Das üppige Taschengeld machte es möglich. Und zum Kick eine Vergewaltigung mit anschließendem Mord. Was will man mehr in Deutschland?

Die Staatsanwaltschaft und Nebenklage fordern Lebenslang und Sicherheitsverwahrung. Am Donnerstag wird das Urteil gefällt. Man darf gespannt sein, ob sich das Freiburger Landgericht in der grün orientierten Kriminalitätshochburg „im Namen des Volkes“ über den Tisch ziehen lässt.

info@pi-freiburg.de

Verlust des Heimatgefühls

Peter Bulke/  Der Rote Otto auf obigem Foto weist auf Landwasser hin. Über diesen Freiburger Stadtteil wird seit einigen Wochen diskutiert, ausgelöst durch Brandstiftungen in der Wirthstraße und in der Albert-Schweitzer-Schule. Die Badische Zeitung lud zu einer Podiumsdiskussion „BZ-Hautnah“ ein. Aus den Stellungnahmen war zu entnehmen, dass die Bürger in Landwasser ihren Stadtteil liebgewonnen und dort lange Zeit gerne gewohnt haben. Aber inzwischen hat sich ein Gefühl der Unsicherheit und des Unwohlseins bis zur Resignation verbreitet. Man glaubt an eine höhere Kriminalität, obwohl die Vertreter der Polizei darstellen konnten, dass die Kriminalitätsrate in Landwasser geringer ist als im Freiburger Durchschnitt. Die aber vermehrt zu beobachtenden Erscheinungen von Verwahrlosung bilden in der Regel allerdings keine Kriminalitätsfälle. Beklagt werden nächtlicher Lärm und der schlimme Anblick, den der vermüllte Schulhof am Samstagmorgen bietet. OB Salomon versprach, das Thema Streetworker prüfen zu lassen. Die in Landwasser wohnende Stadträtin Gerlinde Schrempp (Liste Freiburg-Lebenswert) sagte, dass das Zentrum nachts ein schwieriger Ort geworden sei, und beim Gang durch die Wirthstraße entstehe ein Gefühl der Unsicherheit. Vom „Haus der Begegnung“ wird allerdings in einem Flugblatt unter dem Titel „Was ist los in Landwasser?“ darauf hingewiesen, dass z.B. schon 1999 in der Presse zu lesen war: „Gefordert wird: mehr Sicherheit“. Als Vertreter der Jugend war ein 16-jähriger Schüler mit orientalischen Wurzeln auf das Podium geladen worden. Er sprach nicht gerade schmeichelhaft über einen Teil seiner Altersgenossen. Ihr Umgangston sei aggressiv und „asozial“. Frau Schrempp bemängelte unzureichende Integrationsbemühungen vieler neu zugezogener Bewohner. Man höre kaum noch Deutsch. Aus dem Publikum wurde vermerkt, dass einige Eltern deshalb ihre Kinder auf die christliche Schule schicken. Die Wirthstraße mit ihrem besonders hohen Anteil an Nichtdeutschen wird vielfach das „Ghetto“ genannt. Das Zusammenleben klappe nicht mehr, meinte kürzlich der Vorsitzende des Bürgervereins, Dieter Dormeier.

In Landwasser zeigt sich ein Problem, das nicht auf diesen Stadtteil beschränkt ist: die Zuwanderung vieler Menschen aus fremden Kulturkreisen. Das muss bei vielen Einheimischen dazu führen, dass sie sich in ihrer ehemals vertrauten Umgebung nicht mehr heimisch fühlen. Für Landwasser kommt hinzu, dass das Zentrum sehr an Attraktivität verloren hat. Eine Wiederbelebung durch entsprechende Baumaßnahmen ist geplant. Das Thema Überfremdung bleibt dann aber weiterhin aktuell.

Sicherheitsverwahrung für Hussein K.?

Von Benjamin / Der Gerichtsprozess vom Mörder von Maria L, Hussein K geht nun langsam ans Eingemachte. Am 12.03.2018 hielt der Pflichtverteidiger (Sebastian Glathe) vom Angeklagten sein Plädoyer.

Er gab an, dass Hussein K. beim Angriff auf Maria L im unter Einfluss von Cannabis und Alkohol war. Dies war seine Argumentation gegen die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld, die dem Angeklagten zur Last gelegt werden soll. Der Verteidiger fasst zusammen: „Bei der Gesamtwürdigung komme ich zum Ergebnis, dass keine besondere Schwere der Schuld vorliegt“, sagt Glathe.
Dann wendet er sich der Anordnung der Sicherungsverwahrung zu. „Dr. Pleines hat sich wesentlich zur Gefährlichkeit des Angeklagten geäußert“, sagt Glathe. Der Hang zu Straftaten, so Glathe, müsse von der Gefährlichkeit differenziert betrachtet werden. Weiterhin führte der Pflichtverteidiger aus, dass Hussein K in Sicherungsverwahrung solle.

In seinen letzten Worten sagte der Angeklagte Hussein K noch am Ende des Prozesses u.a., dass er sich bei der Familie entschuldigen möchte sowie bei der Richterin, Staatsanwaltschaft sowie den Zuschauern im Gerichtssaal. Es würde ihm sehr leid tun, dass er einen Menschen getötet habe, er leide durch die Tat von Tag zu Tag. Er möchte die gerechte Strafe für diesen Mord erhalten, die im zustehen würde. Wenn er die Zeit zurückdrehen könnte, würde er dies sofort tun. Außerdem nehme er seit seinem Aufenthalt keine Drogen mehr und wenn doch, dann möchte er eine Drogen -Therapie in Anspruch nehmen.

Freiburg: Russische Kulturtage über kommunistischen Terror

Peter Bulke/  Zum zweiten Mal fanden ab Herbst 2017 russische Kulturtage statt. Sie standen diesmal unter dem Thema „100 Jahre russische Revolution“. Dazu gehörten Ausstellungen und Vorträge zu verschiedensten Themen, auch zu Kunst und Literatur. Entscheidend verantwortlich für die Durchführung war das 2017 eingerichtete Zwetajewa-Zentrum. Die Leiterin Dr. Elisabeth Cheaure`, Professorin für slawische Philologie an der Universität Freiburg, pflegt den wissenschaftlichen Austausch mit Russland.

Die Ausstellung zum Gulag in der Universitätsbibliothek lief bis zum 16. Februar. Im Faltblatt dazu heißt es: „Gulag – ursprünglich eine Abkürzung für die 1930 in der Sowjetunion geschaffene Sonderbehörde für die Arbeitslagerverwaltung – bezeichnet heute den ganzen Mechanismus staatlicher Verbrechen an Millionen unschuldiger Menschen. Der Gulag ist eine der grausamen Konsequenzen der Oktoberrevolution und zugleich eines der größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte. … Der traurige Höhepunkt  … lag in den Zeiten des Großen Terrors 1937-38. Allein in dieser Zeit wurden mehr als 700.000 Menschen hingerichtet, die meisten ohne vorangegangenes Strafverfahren. Zusammen mit den deportierten Bauern, diskriminierten Völkergruppen und nach 1945 als Verräter inhaftierten Soldaten wird die Gesamtzahl der Opfer auf mindestens 12 Millionen geschätzt.“

Ergänzen sollte man noch die Millionen Opfer des Hungers außerhalb von Arbeitslagern in den Jahren 1921-23 und 1930-33, eine Folge der Maßnahmen gegen den Bauernstand, der dazu noch für Nahrungsmittelknappheiten in den Städten verantwortlich gemacht wurde. Einsatzkommandos durchstöberten Gehöfte, um Nahrungsmittel zu beschlagnahmen, in vielen Fällen sogar das Saatgut für die kommende Aussaat! Ein Russlanddeutscher in Bad Krozingen, geboren 1937 als jüngstes Kind seiner Eltern im Wolga-Gebiet, berichtete vor wenigen Jahren, dass bei seiner Geburt seine meisten Geschwister schon an Hunger gestorben waren.

Ourghi fordert Ungültigerklärung der Gewalt-Suren des Korans

Von Michael Stürzenberger | Islamwissenschaftler Dr. Abdel-Hakim Ourghi (Foto), der schon den Evangelischen Kirchentag mit seiner Feststellung „Ich habe das radikal Böse im Islam diagnostiziert“ kräftig durcheinanderwirbelte, hielt am 1. Juni einen denkwürdigen Vortrag an der Münchner Volkshochschule. Darin ließ er keinen Zweifel, dass die Ursache für Gewalt und Terror im Islam selber liege. Er forderte, dass die medinensischen Suren des Korans, in denen die Befehle für Töten und Köpfen aufgeführt sind, für ungültig erklärt werden. Zudem kündigte er für den 16. Juni die Gründung des „Verbandes der liberalen Muslime“ an, der damit als Organisation ein wichtiger Ansprechpartner für Politik, Medien, Kirchen und Gesellschaft werden könnte.

Dr. Ourghi, der an der Pädagogischen Hochschule Freiburg den Fachbereich „Islamische Theologie/Religionspädagogik“ leitet, stellte in seinem Vortrag fest, dass Jeder, der den Koran kritisiere, mit dem Tode rechnen müsse. Dies falle unter Apostasie, den Abfall vom Glauben, auf den im Islam die Todesstrafe stehe. Der Prophet Mohammed sei in seiner zweiten Phase in Medina ein Staatsmann gewesen, der Krieg gegen Christen und Juden geführt habe. In dieser Zeit seien die Schwertverse entstanden, wie beispielsweise Sure 9 Vers 29, in dem der Kampf gegen alle Ungläubigen gefordert werde.

Ourghi betrachte sich selber in erster Linie nicht als Moslem, sondern als Angehöriger dieses Staates. Er wolle in diesem Land in Frieden leben, auch in Zukunft, und daher müsse auch ein friedlicher Islam entwickelt werden. Islamische Dachverbände in Deutschland hingegen agierten im Auftrag ihrer Heimatländer und verhinderten die notwendigen Reformen. Ihre Aufgabe sei die Islamisierung, sowohl der Moslems als auch der Nicht-Moslems. Sie stellten jeden Islamkritiker unter „Islamophobie“-Verdacht. „Gottes Wort“ müsse ihrer Ansicht nach unverändert so angenommen werden, wie es ist.

Es sei nach Ourghis Meinung aber notwendig, mit dem Koran historisch-kritisch umzugehen. Es bestehe ein Unterschied zwischen den mekkanischen und den medinensischen Suren. In letzteren sei es darum gegangen, den Staat zu organisieren. Die Vorschriften zu Strafen und Familienrecht habe Mohammed als Staatsmann erlassen.

Im Sudan habe sich der Gelehrte Mahmud Muhammad Taha für eine Erneuerung des Islam eingesetzt. Auch er habe die Überzeugung vertreten, dass der Medina-Koran abgelehnt werden müsse. 1985 sei er dafür im Sudan wegen Abfalls vom Glauben gehängt worden.

Abschied vom medinensischen Koran

Der Islam befinde sich in einer Sinnkrise, so Ourghi. Jeden Tag versuchten Moslems im Namen ihrer Religion unschuldige Menschen zu töten. Sie würden in Moscheen beten und sich als bessere Moslems betrachten. Es sei verlogen zu behaupten, das hätte nichts mit dem Islam zu tun. Hier handele es sich um ein kollektives Verdrängen. Es sei jetzt aber sehr wichtig, sich vom medinensischen Koran zu verabschieden. Die Kampf- und Kriegspassagen des Korans müssten in ihrer historischen Situation verstanden werden. Terroristen betrachteten sie hingegen als zeitlos gültig. Sie beriefen sich auf die Abrogation, nach der die neueren medinensischen brutalen Verse die älteren mekkanischen friedlichen aufheben.

Import-Imame aus der Türkei oder Selfmade-Imame in arabischen Moscheen würden den medinensischen Koran propagieren, womit sie re-islamsisieren und des-integrieren würden. Die Orientierung erfolge nicht an den Zuständen in Deutschland, sondern an diejenigen in ihren Heimatländern. Viele Moslems würden am Wochenende ihre Kinder in Koranschulen schicken und danach seien diese Schüler oft nicht mehr wiederzuerkennen. Hier konkurrierten in Deutschland zwei Bildungssysteme: Der Koran gegen die deutsche Schulbildung. Moslems hätten auch große Angst davor, dass Frauen frei werden und sie dadurch ihre Macht verlören. Hier müsse unbedingt gegengesteuert werden. Dr. Ourghi zitierte als Motivation für sein Engagement Luther mit dessen Ausspruch:

„Hier stehe ich und kann nicht anders“

Entweder würden Moslems es schaffen, den Islam zu reformieren, oder sie stünden im Abseits. Sie müssten Abstand nehmen vom zweiten Teil Koran, der nicht mit westlichen Werten vereinbar sei. Nur ein reformierter, humanistischer Islam, der andere respektiere, könne zu Deutschland gehören, sagte Ourghi im Widerspruch zur Bundeskanzlerin Merkel und dem früheren Bundespräsidenten Wulff.

Gründung des Verbandes der „Liberalen Muslime“

Modern orientierte Moslems aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hätten in der Vergangenheit versucht, die Dachverbände zu kritisieren. Dies sei im September 2016 in der „Freiburger Deklaration“ festgehalten worden. Am kommenden Freitag, dem 16. Juni, würden sie den den „Verband der liberalen Muslime“ gründen. Sie setzten sich auch dafür ein, dass in einer Berliner Gemeinde zum ersten Mal eine Frau Imamim werde und der Islam keine Missionierung vornehmen dürfe. Dr. Ourghi kündigte die in einem Münchner Verlag in Kürze erfolgende Veröffentlichung seines Buches „Die 40 Thesen des Islams“ an, in dem er seine Vorstellungen eines reformierten Islams darstelle. Moslems sollten lernen, dass Religion eine Privatsache sei und mit Politik nichts zu tun haben dürfe. Immer, wenn Religionen politisiert werden, komme es zu Kriegen.

Diskussion

Auf die Frage, was er von der „Ankara-Schule“ halte, die auch den Koran moderat zu interpretieren versuche, meinte Ourghi, diese werde vom Tyrannen Erdogan massiv unterdrückt. Der konservative Islam versuche, alles Andere zu unterbinden.

Den Islamkritiker Hamed Abdel-Samad, der sich selber als „Post-Moslem“ sehe, betrachte Ourghi als sehr aufgeklärt und er nehme ihn in Schutz vor den Anfeindungen. Es gebe ein Recht auf Aufklärung, was in islamischen Ländern, inklusive seines Heimatlandes Algerien, nicht zugelassen werde. Abdel-Samad würde allerdings auch provozieren, wenn er beispielsweise Mohammed mit Hitler und Lenin vergleiche. Dies seien traurige Vergleiche, aber man könne einiges von ihm lernen, da er die arabischen Originalquellen kenne und ein Experte sei. Zudem habe Abdel-Samad den Mut, den Finger in die Wunde zu legen.

Auf die Frage nach der möglichen Einmischung der Religion in die Politik meinte Dr. Ourghi, dass sie Privatsache bleiben müsse, was aber nicht bedeute, dass sie ihre sozialen Strukturen aufzulösen habe. Aber niemandem dürfe vorgeschrieben werden, wie er seinen Weg zu Gott finde. Jedes Individuum solle selber über sich und sein Schicksal entscheiden und es solle nicht diktiert werden, dass man Gelehrte nachzuahmen habe. Der Koran müsse von der Vorstellung, Gottes Wort zu sein, befreit werden, denn er sei vielmehr das Wort von Menschen.

Nachdem Dr. Ourghi mit diversen Aussagen den Kirchentag erfrischend durcheinandergewirbelt hatte, berichtete er auf meine Nachfrage von den dortigen Reaktionen. Er habe mit seinen Thesen versucht, die notwendige Reform des Islams auf die Bühne des Kirchentages zu heben. Aber der Vorsitzende des Zentralrats der Moslems in Deutschland, Ayman Mazyek, habe die Diskussion mit ihm rundweg verweigert. Es sei „unter seinem Niveau“, sich mit Dr. Ourghi zu unterhalten. Der Generalsekretär der Ditib, Bekir Alboga, wollte kein Statement zu den Aussagen Ourghis abgeben. Seltsam, denn Alboga ist bei der Ditib auch Beauftragter für den „interreligiösen Dialog“. Dessen Aufgabe wäre eigentlich das Kommunizieren.

Über seine These des „Radikal Bösen im Islam“ habe Ourghi auch bei der Konrad-Adenauer-Stiftung einen Artikel veröffentlicht. Die „Islamisten“ hätten eine Lust entwickelt, andere zu zerstören. Sie begehrten, über andere zu herrschen und dafür auch zu töten. Es sei ein geradezu „geiles Gefühl“, dafür auch in das Paradies zu kommen. Über Leben und Tod anderer entscheiden zu können, vermittle ein berauschendes Gefühl von Macht.

Es kam auch eine Frage zu der Gewalt im Christentum. Ourghi meinte, dass bei diesem Thema jede Relativierung schlecht sei. Es mache keinen Sinn, über die Gewalt von Christen im Mittelalter zu diskutieren, denn wir wollten uns jetzt von der Gewalt befreien und die werde derzeit eben im Namen des Islams verübt.

Zu den Hadithen bemerkte Dr. Ourghi, dass alle Aussagen, die dem mekkanischen Koran entsprechen, authentisch seien. Die anderen zeigten Mohammed als regelrechtes „Monster“. Die Aussagen der Sunna hätten sogar mehr Macht als die des Korans.

Den Scheich der Al-Azhar-Universität in Kairo, Ahmad Mohammad al-Tayyeb (Foto unten), einen der höchsten Autoritäten des sunnitischen Islams, der auch schon im Bundestagsgebäude über den Islam dreist täuschte, kritisierte Dr. Ourghi eindringlich. Jener vertrete die Überzeugung, dass Atheisten hingerichtet und die Kirchen von Kopten zerstört werden müssten. In Deutschland würde er und auch andere islamische Autoritäten etwas ganz anderes sagen, als was sie denken. Sie seien Lügner.

Zu Saudi-Arabien fand Dr. Ourghi auch klare Worte. Dieses Land würde im Jemen einen fürchterlichen Krieg führen, und es sei ein Fehler, dorthin Waffen zu verkaufen. Zum Thema Flüchtlinge meinte er, dass die Probleme vor Ort gelöst werden müssten.

Zu den Aussichten des Reformvorhabens äußerte sich Dr. Abdel-Hakim Ourghi nach der Veranstaltung im Video-Interview:

 

Fazit: Dieser Vortrag von Dr. Abdel-Hakim Ourghi stellte eine Sternstunde für die Aufklärung über den Islam dar. Der neue Verband der „Liberalen Muslime“ eröffnet die große Chance, dass die bisher so verlogene öffentliche Diskussion um den Islam auf die dringend notwendige Darstellung der Fakten gelenkt wird und dadurch die Entschärfung des Islams endlich auf die politische Agenda kommt.

Nach Fahrverbot Urteil, welche Folgen für Freiburg?

Von Benjamin/ Am Dienstag den 27.02.2018 hat das Bundesverwaltungsgericht einer Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) stattgegeben. Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig gab einer Klage des geschäftstüchtigen Umweltschützer-Vereins recht und machte den Weg frei für Fahrverbote in deutschen Städten. Die DUH jubelte und machte gleich ein weiteres Geschäft daraus: “Unterstützen Sie uns jetzt als Fördermitglied“, wirbt die aktuelle Schlagzeile auf der DHU-Internetseite für den knallharten Umwelt-Lobbyisten. Ab nun können die Städte nach eigenem Gutdünken entscheiden, ob sie Fahrverbote für Dieselfahrzeuge die unterhalb der Euro-Klasse 6 erlassen.

10 Millionen Dieselbesitzer könnten schnell ein politisches Zeichen setzen!
Da agiert ein Miniverein ohne jegliche Kontrolle. Das Urteil vernichtet gerade ein riesiges Privatvermögen – die Besitzer von Diesel KFZ erleiden riesige Wertverluste. Der EU-Grenzwert (Jahresmittelwert) für die Stickstoffdioxidkonzentration (NO2) in der Außenluft beträgt 40 µg/m³ – der Arbeitsplatzgrenzwert ist mit 950 µg/m³ wesentlich höher. Aber diese Erkenntnis kommt in der öffentlichen Diskussion überhaupt nicht zur Sprache.
Wie sieht die Lage in Freiburg aus?
In der Badischen Zeitung ist ein Bericht vorhanden, in dem erläutert wird, dass die Stadtverwaltung von Freiburg als letztes Mittel ein Diesel-Fahrverbot vorsieht. Forderungen wurden laut, dass das Regierungspräsidium ein Verbot, auf der viel befahrenen B 31 prüfen soll. Freiburg überschreitet seit vielen Jahren den Grenzwert von Stickstoffdioxid.
Wir von PI-Freiburg haben zu dem Fahrverbot-Urteil eine ganz klare Meinung: Gerade die kleinen und mittleren Unternehmen leiden aus wirtschaftlicher Sicht betrachtet an dem drohenden Fahrverbot. Man könnte es ggf. auch als Enteignung der Bürgerinnen und Bürger sehen. Wenn man z.B. vor Kurzem einen neuen PKW mit Diesel-Motor gekauft hat, kann man ihn jetzt, wenn weitere Fahrverbote drohen, nur noch sehr eingeschränkt (in manchen Stadtteilen oder Straßen gar nicht mehr) nutzen.

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Keine „neue Ungerechtigkeit“

Peter Bulke/   Der Beschluss der Tafel in Essen, deutsche Staatsbüger bevorzugt zu berücksichtigen, hat Diskussionen bis in unsere Gegend ausgelöst. Von der Freiburger Tafel war zu vernehmen, dass sie nicht dem Essener Beispiel folgen werde. Auch im Landkreis ist bisher keine positive Reaktion festzustellen. Die Badische Zeitung titelte: „Eine neue Ungerechtigkeit“ und „Nächstenliebe nicht für alle“. Ausgelöst wurde das Problem durch den stark erhöhten Anteil an „Flüchtlingen“, die grundsätzlich auch zu den Kaufberechtigten bei den Tafeln gehören. Aber das Warenangebot lässt sich nicht entsprechend steigern. Wie sollten sich die Verantwortlichen verhalten, wenn zwischen Angebot und Nachfrage ein großes Mißverhältnis besteht? Die folgende Überlegung zeigt, dass die Entscheidung in Essen nachahmenswert ist.

Stellen wir uns einen „Flüchtling“ vor, dem es gelungen ist, nach Deutschland zu gelangen. Zwar hatte sein Asylgesuch keinen Erfolg, aber er genießt einen Abschiebeschutz. Er hat eine Unterkunft bekommen und erhält seine Sozialhilfe, die zwar nicht üppig ist, aber zum Lebensunterhalt ausreicht. Er hofft, auf Dauer in Deutschland bleiben zu können, hier Arbeit zu finden und sich eine Wohnung mieten zu können. Wenn diese Person „normal“ empfindet, würde sie etwa folgendermaßen denken: „Ich muss Deutschland dankbar sein, das mich ohne Gegenleistung aufgenommen hat und ich hier in Frieden leben kann. Zwar nutze ich auch gerne die günstigen Angebote der Tafel, aber wenn dort aufgrund der Warenknappheit die Deutschen vorrangig zugreifen dürften, empfände ich das eigentlich als fast selbstverständliche Reaktion. Es wäre ja geradezu unverschämt, zu verlangen, auch noch bei der Tafel den in Armut lebenden Deutschen gleichgestellt zu werden. Gelegentlich habe ich Hemmungen, den Einheimischen einen Teil des knappen Warenangebots vor der Nase wegzukaufen. Wenn alle gleichberechtigt sind und wir Flüchtlinge in Überzahl die Tafel belagern, werden uns vermehrt Neid und Missgunst begegnen.

Auf den könnten wir gut verzichten!

Peter Bulke/  „Deniz Yücel ist frei – das ist eine wunderbare Nachricht.“ So beginnt der Chefredakteur der Badischen Zeitung, Thomas Fricker, am 17. 02. auf Seite 1 einen Kommentar. Dieser steht gleich neben der Hauptüberschrift des Tages: „Journalist Yücel ist frei“ (siehe obiges Foto). Dazu sind in der gleichen Ausgabe noch zwei große Fotos von dem Betroffenen zu sehen. Natürlich ist es zu begrüßen, wenn ein offensichtlich widerrechtlich Eingesperrter aus der Haft entlassen wird. Aber es ist doch auffällig, welche ungewöhnlich große Begeisterung die Freilassung des Türken (mit deutschem Pass) in zahlreichen Medien – nicht nur in unserer BZ – ausgelöst hat.

Verdient hat Yücel solche Willkommensgrüße allerdings nicht. Zwar ist er mit dem hohen deutschen Theodor-Wolff-Sonderpreis für Journalisten ausgezeichnet worden, aber als Thilo Sarrazin einen Schlaganfall bekommen hatte, meinte Yücel in der „Tageszeitung“ (taz): „Der nächste Schlaganfall möge sein Werk gründlicher verrichten.“ Die taz musste dafür 20.000 € an Sarrazin als Entschädigung zahlen.

2011 schrieb Yücel in der taz: „Endlich! Super! Wunderbar! Was im vergangenen Jahr noch als Gerücht die Runde machte, ist nun wissenschaftlich erwiesen: Deutschland schafft sich ab. Nur noch 16,5 % der 81 Mill. Deutschen, so hat das Statistische Bundesamt ermittelt, sind unter 18 Jahre alt; nirgends in Europa ist der Anteil der Minderjährigen derart niedrig. … Der baldige Abgang der Deutschen….ist Völkersterben von seiner schönsten Seite.“  Auch für eine andere linksradikale Zeitung – Jungle World – hat Yücel zeitweise gearbeitet, bevor er zur „Welt“ kam.

Die dunkelste Stunde

Peter Bulke/  „Wer zuletzt lacht, lacht am besten“. So lässt sich der auf französisch wiedergegebene Ausspruch auf dem obigen Foto übersetzen. Nachdem vor einigen Monaten in Freiburg der Film Dunkirk (Dünkirchen) gezeigt worden ist, folgte ab Januar 2018 im Friedrichsbau der Film „Die dunkelste Stunde“. Hier ist das Drama der (fast) eingeschlossenen 370.000 britischen und französischen Soldaten im Jahre 1940 nur der Hintergrund. Hauptsächlich befasst sich der Film mit der Person Winston Churchill, der damals eine weitreichende Entscheidung getroffen hat: keine Friedensverhandlungen mit Deutschland. Er wagte die Rückholung der Soldaten nach England. Es war, wie die Badische Zeitung schreibt, die größte Rettungsaktion der Weltgeschichte. Wie war das möglich? Gelegentlich ist spekuliert worden, dass Hitler England nicht zu sehr demütigen wollte, weil er auf einen Verständigungsfrieden hoffte. Jedenfalls ließen falsche miltärische Überlegungen auf deutscher Seite die Rettungsaktion zu einem Erfolg werden. Hitler wollte die Panzertruppen für die Schlacht um Frankreich schonen, obwohl Guderians Panzercorps nur 18 km vom Dünkirchener Hafen entfernt war. Und der Oberbefehlshaber der Luftwaffe Göring irrte, als er großspurig behauptete, dass der Kessel aus der Luft zerschlagen werden könnte. So konnte unsere Wehrmacht zwar das riesige, zurückgelassene Kriegsmaterial erbeuten, aber nur 40.000 Franzosen gefangen nehmen.

Die Badische Zeitung (Gabriele Schoder) meinte bei der Besprechung des Films, dass Churchill „Europa beherzt davor bewahrte, komplett in den nationalsozialistischen Abgrund zu stürzen. Dafür hat gerade Deutschland zu danken.“ Nach dieser Ansicht war es also besser, den Krieg fortzusetzen, anstatt den Frieden zu suchen. Churchill konnte später tatsächlich zuletzt als Sieger lachen; aber seine Entscheidung hat maßgeblich mit zur Jahrhundertkatastrophe des Zweiten Weltkriegs beigetragen!  Manchmal ist auch immer noch die naive Vorstellung zu hören, dass der Krieg vorrangig zur Befreiung vom Nationalsozialismus geführt worden sei.      info@pi-freiburg.de