Das DSGVO betrifft nun den Münster-Gottesdienst

Von Benjamin / Am vergangenen Freitag, den 25.05.2018, trat die neue Datenschutz-Grundverordnung in Kraft. Die neuen Datenschutz- Richtlinien sind strikt einzuhalten. Besonders kleine Unternehmer, Blogger und Hobby-Fotografen, die eine Internetseite haben, müssen sich strikt an diese neue Verordnung der Europäischen Union halten, wenn dies nicht geschieht, drohen hohe Bußgelder.

Dies trifft nun auch den Gottesdienst vom Freiburger Münster, der in der Vergangenheit als Live-Stream angeboten wurde, man konnte auf der Internetseite vom Münster den Gottesdienst anschauen.

Die Festgottesdienste im Freiburger Münster werden vorerst nicht mehr live über das Internet übertragen. Auch die für kommenden Donnerstag angekündigte Übertragung des Fronleichnam-Gottesdienstes wurde abgesagt. Hintergrund sind datenschutzrechtliche Bedenken, wie das Erzbistum mitteilte. Das Bistum verwies auf die in Kraft getretene EU-weite Datenschutz-Grundverordnung sowie auf das neue kirchliche Datenschutzgesetz (KDG) der katholischen Kirche. „Es ist in den letzten Wochen und Tagen klar geworden, dass uns das neue kirchliche Datenschutzgesetz vor große Probleme stellt“, sagte der Sprecher der Erzdiözese Freiburg Michael Hertl am Freitag.

Damit die Übertragung der Gottesdienste mit dem neuen Gesetz vereinbar wäre, müsste die Genehmigung von Ministranten, Musikern, Lektoren und Priestern eingeholt werden. Zudem müsse dieses Einverständnis schriftlich dokumentiert werden, betonte die Diözese. Die Landesdatenschutzbehörde in Baden-Württemberg steht wegen der vielen Anfragen unter Dauerstress.

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