/Europa – wohin?

Europa – wohin?

Das Thema Europa steht seit etlichen Wochen sehr stark im Vordergrund. Ein Anlass ist der 60-jährige Jahrestag der Römischen Verträge. An sie erinnerte z.B. der Kreisverband Breisgau-Hochschwarzwald der Europa-Union  im Kurhaus Bad Krozingen. Verbreitet ist die Sorge, dass die EU an Zustimmung in der Bevölkerung verloren haben könnte. Deshalb tritt in Freiburg schon ab Januar die Initiative „pulseofeurope“ bis jetzt jeden Sonntag auf dem Augustiner-Platz  auf. Ihr geht es um ein klares Bekenntnis zur EU, um eine Stärkung ihrer Institutionen und Bewahrung der Menschenrechte.

(Von: Peter Bulke)
Für jeden denkenden Patrioten ist es unbestreitbar, dass die europäischen Staaten eine Schicksalsgemeinschaft bilden. Etliche Politikbereiche sollten möglichst gemeinsam und einheitlich gestaltet werden: Sicherung der Außengrenzen, freier Personen- und Warenverkehr, Klimaschutz, Maßnahmen gegen die Überfischung der Nordsee usw.
Bei einem der Kundgebungen von pulseofeurope trat OB Salomon als Gastredner auf. Er sprach über die zu Europa gehörenden liberalen Freiheiten, die er durch „Nationalismus“ und die „Unterscheidung nach Hautfarbe und Religion“ bedroht sieht. „Ich bin überhaupt nicht religiös“, sagte er. Meint er vielleicht, dass die Mehrzahl der Muslime ebenso denkt?
Damit kommen wir zu einem Thema, das die EU-Begeisterten unbeachtet lassen. Die Freiburger Initiatoren von pulseofeurope, Markus Meyer und Moritz Pohle, hatten zu Beginn der Sonntagskundgebungen 10 Punkte zusammengestellt, die vernünftige Ideen enthalten.
In Punkt 9 heißt es sogar: „Die Vielfalt innerhalb Europas ist großartig. Sie zu erhalten und regionale und nationale Identitäten zu wahren, muss europäisches Programm sein….“  Es wäre wunderbar, wenn die tatsächliche Politik in der EU auf dieses Ziel hin ausgerichtet wäre! Bisher ist hauptsächlich das Gegenteil der Fall. Doch dazu ist auf den Kundgebungen nie etwas zu hören gewesen. Wie soll die Identität der europäischen Nationen bewahrt werden, wenn sich die EU einer fortgesetzten Zuwanderung von Nichteuropäern aussetzt? Erinnern wir uns an Worte des Vizepräsidenten der EU-Kommission, Frans Timmermans: Europäische Werte bedeuteten, dass man multikulturelle Diversität zu akzeptieren habe; kein Land solle der unvermeidbaren Vermischung entgehen.