/Freiburg: 17-jähriger Afghane tötete Maria L.

Freiburg: 17-jähriger Afghane tötete Maria L.

15325386_10202485049004064_8939949874849992890_o

 

Mitte Oktober wurde die Medizinstudentin Maria L. in Freiburg vergewaltigt und getötet. Ihre Leiche fand man hinter dem Schwarzwaldstadion am Ufer der Dreisam. Der Täter ist offenbar gefasst. Der Mann sitzt seit heute in Untersuchungshaft. Staatsanwaltschaft und Polizei haben in einer Pressekonferenz die Details bekanntgegeben. 60 Ermittler waren mit dem Fall beschäftigt. Eine Rekonstruktion der Tatvorphase ergab, dass die 19-jährige Studentin am Abend des 15. Oktobers bis 2.37 Uhr auf einer Studentenparty war und sich dann mit dem Fahrrad auf den Heimweg begeben hat. Sie kam nicht zu Hause an, sondern wurde vergewaltigt und offenbar in der Dreisam ertränkt, jedenfalls stellte die Obduktion Tod durch Ertrinken fest. Im Flussbett fand man einen schwarzen Schal mit vermuteter Täter-DNA, die sich jedoch nicht im deutschen Fahndungssystem befand. In einem Brombeergebüsch stieß man dann auf ein 18,5 cm langes, pechschwarzes Haar. Update: Maria hat wohl in der Flüchtlingshilfe Freiburg gearbeitet.

(Von Benjamin)

Das Haar passt zu einem Mann, den man auf den Überwachungsaufnahmen der Straßenbahnlinie S1 gefunden hat. „Der junge Mann wies eine sehr auffällige Frisur, eine Undercut-Frisur, auf. Die Grundfarbe der Haare war dunkelschwarz, ein Teil blond gefärbt und zu einem Zopf zusammengebunden“ berichtet die Kriminalpolizei. Die Polizei konzentrierte sich dann ab dem 30. November auf die Linie S1 und sichtete dort am 2. Dezember den betreffenden Verdächtigen. Seine DNA stimmt mit der auf dem am Tatort gefundenen Schal überein. Der 17-jährige unbegleitete Flüchtling kam 2015 und stammt aus Afghanistan. Er schweigt zu den Vorwürfen.

Der afghanische Rapefugee war bislang auf Kosten des deutschen Steuerzahlers bei einer Pflegefamilie untergebracht. Nun füttern wir ihn weiter in U-Haft durch. Gegen ihn wurde bereits wegen Körperverletzung ermittelt, was sich nach Angaben der Polizei nicht erhärtet habe.

Auf die Ergreifung des Täters hatte die Staatsanwaltschaft 6000 Euro Belohnung ausgesetzt. Mehrere Privatpersonen stockten dies auf 35.000 Euro auf. Es wurden 1400 Menschen vernommen und mehr als 1000 Spuren gesichert. Der Fall wurde am 14. November in der Sendung XY Ungelöst vorgestellt.

(Quellen: Live-Ticker der Pressekonferenz im Focus, Bild, Ermittlungsgeschichte bei der FAZ)

Update: Dieser Screenshot aus Facebook zeigt, dass Maria in der Flüchtlingshilfe Freiburg gearbeitet hat:

2

Ob sie dort Kontakt mit ihrem späteren Mörder hatte, ist bisher noch nicht bekannt.