Freiburger Landwirte wehren sich gegen Öko-Zwang

Von Benjamin / Dass die Grünen eine Partei sind, die dem Sozialismus nicht gerade fernstehen, ist allseits bekannt. Die Grünen in Freiburg wollten einen Antrag im Freiburger Gemeinderat einbringen, dass giftige Pestizide von landwirtschaftlichen Flächen zu verbannen sein sollen. Die Stadt sollte ihre 562 Hektar Pachtland vorzugsweise an zertifizierte Bio-Betriebe vergeben, die auf insekten- und vogelfreundliche Bewirtschaftung ihrer Flächen achten. Der ursprüngliche Antrag der Grünen war so durchdacht,  die Pachtverträge für städtische Flächen ab 2020 zu kündigen, wenn die Pächter Pestizide verwenden. Als daraufhin ein Empören der Landwirte laut wurde, nahm man diesen Antrag entschärfend zurück und beabsichtigte die Frist auf das bis 2023 zu verlängern.
Die Landwirte argumentieren nun, dass die Umstellung von konventioneller Bewirtschaftung der Flächen auf Bio-Bewirtschaftung ca. fünf Jahre dauern würde und auch mit erheblichen Kosten verbunden sei, die die Landwirte selber zu tragen hätten. Die Grünen überlegen, einen Zusatzantrag zu stellen. Die Stadtverwaltung solle ein Konzept erarbeiten, wie Bio-Landwirtschaft möglich wird ohne inakzeptable wirtschaftliche Mehrbelastung der Betriebe. So könnten zum Beispiel die jährlich kündbaren Pachtverträge länger laufen, um den Bauern Planungssicherheit zu bieten.
Dass die Grünen nun Ausweichmöglichkeiten für die Landwirte in Freiburg zeigen, ist sehr zynisch, denn es sind gerade die Grünen, die bundesweit aber auch in Freiburg gegen die Umwelt vorgehen, denken wir an den Hambacher Forst. Dort haben die Grünen im Landtag von NRW für die Abholzung gestimmt. Das wird aber in der Öffentlichkeit verschwiegen. Auch für das Baugebiet Dietenbach, wo mehrere Landwirte ihre Flächen verlieren, (manche geben sie auch freiwillig ab) sind die Grünen dafür.