/Immer mehr UMA gelangen nach Weil

Immer mehr UMA gelangen nach Weil

Immer mehr UMA gelangen nach WeilNach Mitteilung der Basler Zeitung hat die Polizei in Weil vom 17. bis 21. Februar 88 illegal eingereiste Personen aufgegriffen. Sie sind entweder im Zug, im Fernbus oder mit der Straßenbahn eingereist. Fast alle waren männlich, zwischen 15 und 30 Jahre alt,  aus Schwarzafrika und meistens auch ohne Ausweis. Dies teilte die Bundespolizeiinspektion in Weil mit. Alle 88 haben Asyl beantragt. Seit dem Sommer 2016 hat die Zahl der aus der Schweiz Einreisenden deutlich zugenommen. Viele stellen zuerst an der Schweizer Südgrenze einen Asylantrag und tauchen dann unter. Über 8.000 Personen sollen 2016 während des Asylverfahrens verschwunden sein. Aus dem Polizeirevier Weil wurde auch mitgeteilt, dass man immer wieder professionell aufgemachte Wegebeschreibungen mit Fotos von der Straßenbahn (damit die richtige Linie erwischt wird)  und dem Revier darauf finde. Wer dort Asyl beantragt, wird an die Aufnahmestelle in Karlruhe verwiesen.

(Von Peter Bulke)

In Deutschland gab es Mitte Februar bereits fast 62.000 minderjährige Ausländer (UMA) in der Jugendhilfe. Bei einem Tagessatz von mindestens 120€ ergeben sich Ausgaben für diesen Personenkreis von rechnerisch fast 3 Milliarden € pro Jahr. (Eine andere Schätzung kommt auf 4 Milliarden).  Fast alle sind männlich; 70 % sind offiziell 16 bis 18 Jahre alt. Meistens verzichten die Jugendämter auf eine medizinische Überprüfung des Alters, trotz wiederholter Falschangaben. Zusätzlich befinden sich in Deutschland über 16.000 offiziell volljährige Ausländer in der Betreuung der Jugendhilfe, weil bei ihnen ein besonderer Bedarf festgestellt wurde. Somit werden von den Jugendhilfeeinrichtungen insgesamt fast 80.000 ausländische Personen betreut. Abschiebungen alleinstehender Jugendlicher gibt es nicht.