/Ist von der Leyen noch ernstzunehmen?

Ist von der Leyen noch ernstzunehmen?

Bei der deutsch-französischen Brigade, die bei uns in Baden (Foto: Müllheim) und im Elsass stationiert ist, ist in Illkirch bei Straßburg bekanntlich der Fall Franco A. aufgetreten. Einzelheiten werden noch untersucht. Bisher Bekanntes soll hier nicht wiederholt werden. Wichtiger ist die Reaktion unserer Verteidigungsministerin. Sie scheint von allen guten Geistern verlassen zu sein. Sie will die Forderung der Partei Die Linke erfüllen und Kasernennamen abschaffen, die an Wehrmachtsangehörige erinnern. Zahlreiche ausländische Militärfachleute und auch Politiker (z. B. Mitterand) haben mit großer Hochachtung über die Wehrmacht gesprochen. Wie die Badische Zeitung berichtete, soll sogar die weitere Ausgabe des Liederbuches „Kameraden singt!“ gestoppt werden. In der Kritik stehen populäre Lieder wie „Schwarzbraun ist die Haselnuss“, das Panzerlied und das Westerwaldlied. Kasernen wurden inzwischen nach Wehrmachtsausstellungsstücken durchsucht. Sogar ein Bild mit Helmut Schmidt als Soldat 1940 wurde entfernt, ausgerechnet in einem Studentenheim der Helmut-Schmidt-Bundeswehr-Universität!

(Von Peter Bulke)

Selbst der politisch links einzuordnende Wolfram Wette aus Waldkirch, Professor für Geschichte und Friedensforscher, äußerte am 10. 05. in einem BZ-Kommentar: „Kann die Nähe zur Wehrmacht das Denken und Handeln des Oberleutnants Franco A. und seiner Gesinnungsfreunde erklären? Doch eher nicht.“  Der fanatische und zugleich lächerlich anmutende Zirkus der Vergangenheitsbewältigung, der jetzt losgetreten wurde, lenkt vom eigentlichen und ganz anderen Problem ab, nämlich von den Asylverfahren. Der Fall Franco A. zeigt, wie leicht es Asylbetrügern gemacht wird. Wer zweifelt noch daran, dass islamistische Gefährder das Asylverfahren erfolgreich durchlaufen können?  In diesem Zusammenhang noch ein Hinweis: Die Bundespolizei geht gegen einen mutmaßlichen Schleuserring vor, der Asylsuchende mit erfundenen Fluchtgeschichten und Scheinübertritten zum Christentum geholfen haben soll. Nach Informationen der Zeitung „Die Welt“ sollen sich so mindestens 700 Asylsuchende einen Aufenthaltstitel erschlichen haben.