Schädlich für das Ansehen der Polizei

Peter Bulke / Das immer wieder vom Zeitgeist hervorgehobene Ideal der Selbstverwirklichung treibt gelegentlich seltsame Blüten. Unser CDU-Innenminister Thomas Strobl will „mit der Zeit gehen“. Weil Tattoos inzwischen weit verbreitet sind, – in Freiburg und im Umland gibt es etliche Anbieter (Foto) – sollen auch Polizisten sichtbare Tätowierungen tragen dürfen. Polizisten haben aufgrund ihrer Aufgaben eine gewisse Vorbildfunktion. Dazu gehört nicht nur ein korrektes Verhalten sondern auch ein korrektes Erscheinungsbild. Wenn einige von ihnen mit sichtbaren Tattoos herumlaufen, wird ihr Ansehen bei einem nicht geringen Anteil der Bevölkerung erheblich beeinträchtigt. Gerade das sollte unbedingt vermieden werden. Nach den Vorstellungen des Stuttgarter Innenministeriums müssen die Tätowierungen „dezent“ sein. Doch dieser Begriff ist sehr dehnbar. Ob etwas noch als dezent einzustufen ist oder nicht, werden die Bürger unseres Landes – einschließlich der Polizisten – natürlicherweise recht unterschiedlich empfinden. Damit werden sich vermutlich die bereits überlasteten Verwaltungsgerichte gelegentlich auch noch mit einem solchen eigentlich überflüssigen Thema beschäftigen müssen.

Übrigens: Tattoopartikel (Farbpigmente, Schwermetalle) können sich in Lymphknoten anreichern. Das ergab eine neue Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung.,

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