/Wilde Hassgesänge

Wilde Hassgesänge

Peter Bulke/   Die obige Überschrift „Wilde Hassgesänge“ würde als Name des Films „Wildes Herz“ besser passen. Der Film lief im April im Freiburger Kino Harmonie. „Klare Kante gegen Rechts“, so betitelte Alexandra Seitz ihren Artikel im Kulturteil der Badischen Zeitung, als sie über den Film berichtete. Lobend hieß es schließlich: „Wildes Herz“ ist ein Dokument konkreter Antifa-Arbeit und hat den Charakter eines angesichts der politischen Großwetterlage so notwendigen wie dringlichen Appells.“ Es geht um eine vor ca. 10 Jahren von 5 Schülern in Mecklenburg-Vorpommern .gegründete Punk-Band „Feine Sahne Fischfilet“, die ihre Aufgabe im Kampf gegen „Rechts“ sieht und bald einen hohen Bekanntheitsgrad in Deutschland erreichte. Ihre Hassgesänge betrafen nicht nur sog. Rechte, sondern auch die Polizei  und Deutschland insgesamt („Deutschland ist Dreck“). Die Band ist in mehreren Verfassungsschutzberichten des Landes Mecklenburg-Vorpommern zum Thema Linksextremismus erwähnt und als gewaltbefürwortend eingestuft. Wie die „JUNGE FREIHEIT“ vom 13. April berichtete, reagierte die Band auf diese Berichte, indem sie die Verfassungsschutzmitarbeiter als „Naziunterstützerbande“ bezeichnete. Die Zeitung zeigte auch auf, wie sehr die Band von Politik und wohlwollenden Medien „verhätschelt“ und deshalb deutschlandweit bekannt wurde. Sogar Preise hat sie erhalten, z.B. den ver.di-Preis. Und was meinte der damalige Bundesjustizminister Heiko Maas zu der Band?  Zu einem Auftritt in Anklam 2016 twitterte er: „Tolles Zeichen gegen Fremdenhass und Rassismus. Danke.“