Zum Christopher-Street-Day in Freiburg

Peter Bulke/   Dass die Wasserfläche auf dem Platz der Alten Synagoge gelegentlich als Planschbecken für Kinder dient, sorgt immer wieder mal für Unmut. Dabei wird auf den Sinn der Gedenkeinrichtung verwiesen. Besser wäre es aber gewesen, wenn sich Stimmen klar dagegen ausgesprochen hätten, dass das CSD-Spektakel ausgerechnet auf dem Platz der Alten Synagoge seinen Ausgangspunkt haben sollte; denn ein solcher Umzug enthält immer auch einige abartige und verrückte Darstellungen, die schlecht zu einem Ort des Gedenkens passen.

„Wir leben immer noch in einer Welt, in der die Menschen nach wie vor in zwei Geschlechter einsortiert werden. Wie barsch die Grenzen dieser Zuschreibungen sind, spüren die ganz besonders, die sich nicht eindeutig als Mann oder Frau identifizieren oder die das Geschlecht wechseln.“ Diesen Ausspruch tat die Freiburger Genderforscherin Wibke Backhaus 2014 anlässlich des damaligen CSD in Freiburg. Er gibt recht gut den Kern der Genderideologie wieder. Diese Ideologie als Wissenschaft zu bezeichnen, ist zumindest umstritten. Das zeigen die Begriffe „einsortiert“ und  „Zuschreibungen“, so als ob es keine eindeutige Zugehörigkeit eines Menschen zu einem der beiden Geschlechter gäbe. Zwar treten – wie es auch sonst in der Natur manchmal vorkommt – ungeplante Anomalien auf,  doch der Anteil solcher Neugeborener ohne eindeutig bestimmbares Geschlecht soll bei etwa 1:5.000 liegen. Genderideologen und CSD-Vertreter stehen für eine übersteigert individualistische Denkweise. Sie sind typische Vertreter einer dekadenten Spaßgesellschaft. Jedes Abirren vom Normalverhalten (sofern es sich nicht direkt gegen andere Menschen richtet) gilt als gleichwertig. Toleranz wird zur Beliebigkeit. Es fehlt das Gespür dafür, welches Verhalten für eine gut funktionierende Gemeinschaft erstrebenswert ist und der Schöpfungsordnung entspricht. Vernünftigerweise sollte dagegen in der Kindererziehung darauf hingewirkt werden,  dass die natürliche Identität von Mädchen und Jungen gestärkt wird, anstatt künstlich Zweifel an dieser Identität zu schüren (mit der evtl. Folge von Persönlichkeitsstörungen.)