Antieuropäischer Rassismus

Peter Bulke/    Die neue Vorsitzende der Grünen Jugend, die 20-jährige Sarah-Lee Heinrich, erlebte vor wenigen Tagen eine Internet-Attacke. Es ist aber engstirnig oder zumindest unüberlegt, sich groß über etwas aufzuregen, was eine Person im Alter von 14 Jahren ins Netz gestellt hat. Denn sie will damit nichts mehr  zu tun haben. S. L. Heinrich findet ihr damaliges Verhalten maximal dumm und unangebracht. – Viel wichtiger ist eine Äußerung von ihr aus neuerer Zeit. Sie sprach von einer ekelig weißen Mehrheitsgesellschaft in Deutschland!  Trotz deutschen Nachnamens gehört sie nicht der weißen, europäischen Rasse an. Wenn man nicht weiß, welche Erfahrungen sie in der Kindheit und Jugendzeit gemacht hat, ist auch hier eine vorschnelle Erregung über ihre Äußerung unangebracht.

Das Abartige in diesem Zusammenhang ist jedoch, dass die Grüne Jugend  eine solche Aussage akzeptiert und  S. L. Heinrich sogar zur Bundesvorsitzenden wählt. Hier zeigt sich ein antieuropäischer Rassismus, der sich wie eine Seuche keineswegs nur bei den Grünen, sondern darüber hinaus ganz allgemein im links orientierten politischen Spektrum ausgebreitet hat. Aus der Grünen Jugend gibt es auch Stimmen, die am liebsten den Begriff „Deutschland“ löschen wollen, und zwar mit der Begründung: Im Mittelpunkt unserer Politik steht der Mensch . . ., nicht Deutschland. (JUNGE FREIHEIT, 14. 05. 21)

Es lohnt sich, daran zu erinnern, was einige Politiker schon vor längerer Zeit von sich gegeben haben:

Renate Schmidt, ehemals Bundesfamilienministerin (SPD): Die Frage (ob die Deutschen aussterben), das ist für mich eine, die ich an allerletzte Stelle stelle, weil dieses ist mir, also so wie sie hier gestellt wird, verhältnismäßig wurscht. (14. 03. 1987 im Bayerischen Rundfunk)  —  Claudia Roth (GRÜNE): Der Islam ist nicht bloß als Gastarbeiterreligion zu tolerieren, sondern als Bestandteil unserer eigenen Kultur anzuerkennen. (RP Online, 21. 11. 2004)  —  Jürgen  Trittin (GRÜNE): Deutschland verschwindet jeden Tag immer mehr, und das finde ich einfach großartig. (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 02. 01. 2005)  —  Joschka Fischer (GRÜNE): Deutschland muss von außen eingehegt und von innen durch Zustrom heterogenisiert werden, quasi verdünnt werden.  (Die Welt, 07. 02. 2005) — p.bulke@web.de