Freiburg driftet politisch weiter nach links

Benjamin / Die Bundestagswahl war spannend wie nie zuvor. Im Bund hat sich nun nach dem vorläufigen Endergebnis die SPD die Führung in der Parteienlandschaft mit 25,7% erobert. Die CDU erhielt lediglich 18,9%. Die Schwesterpartei CSU erhielt in Bayern lediglich 33%. Das ist das schlechteste CSU Ergebnis seit 70 Jahren. Die Grünen kamen auf magere 14,8%. Die FDP erhielt einen leichten Zuwachs auf 11,5%. Die AfD verlor ein wenig und erhielt 10,3%. „Die Linke“ erreichte lediglich 4,9%. Bei der Verteilung der Sitze auf die Landeslisten der Parteien werden auch Parteien berücksichtigt, die nicht die 5-Prozent-Hürde (Sperrklausel) überwunden haben, aber in mindestens drei Wahlkreisen einen Sitz errungen haben.

Nun wird es wahrscheinlich auf Bundesebene auf eine Koalition zwischen SPD, FDP und Grünen hinauslaufen. Die Koalitionsverhandlungen zwischen den Grünen und der FDP könnten wegen des teilweise konträren Unterschieds beider Parteiprogramme schwierig werden. Erfreulich ist zu melden, dass in Thüringen und Sachsen die AfD stärkste Kraft geworden ist. Das zeigt, dass die Menschen im Osten sehr wach sind und klug gewählt haben.

Leider trifft das auf Freiburg nicht zu. Denn dort wurde  Matern von Marschall als Wahlkreissieger abgelöst. Er erhielt lediglich 20,6% und landete auf Rang drei. Er gab auf seiner Facebook-Seite bekannt, dass er sich von der politischen Bühne verabschiede. Die Grünen-Kandidatin konnte mit 28,8% das Direktmandat holen  und damit in den Bundestag einziehen. Die Kandidatin der SPD, Julia Söhne, erhielt 26,3% und landete auf Rang Zwei. Überraschend schwach schnitt der Kandidat der Linken mit lediglich 5,3% ab. Der AfD Kandidat Marco Näger erhielt lediglich 4,5%. Dies ist aber nicht ganz überraschend, weil Freiburg ein eher linkes Pflaster ist.

Im Vergleich zum bundesweiten Ergebnis konnten die Grünen im Wahlkreis Freiburg besonders punkten (+16,8 Prozentpunkte). Die CDU verlor hier  dagegen 6,7 Prozentpunkte.