/Lob der Vielfalt

Lob der Vielfalt

Peter Bulke/   Anlass für den folgenden Text ist ein Leserbrief in der Badischen Zeitung vom 9. 4. (von H.J. Gorny, Ettenheim) unter der Überschrift „Mit so einer Partei kann man keinen Staat machen“. Es geht dabei um die AfD und einen Ausspruch Gaulands: „Es gibt keine Pflicht zur Vielfalt und Buntheit“. Gorny meint dann u. a.: “ Erst die Vielfalt macht die Erde lebenswert und interessant. Durch die natürliche Kraft der Vielfalt besiedelten Pflanzen, Tiere und Menschen die unwirtlichsten Gegenden. Diese Kraft ermöglicht, dass unzählige Lebensformen nebeneinander existieren.“   Nach diesem richtigen Hinweis müsste Herr Gorny eigentlich die Vorstellung unterstützen, dass der Reichtum der Menschheit in den zahlreichen unterschiedlichen Kulturen und Völkern besteht, der möglichst  bewahrt werden sollte. Diese Vielfalt ist bekanntlich bedroht. Durch den ständigen Zustrom von Nichteuropäern vor allem aus Afrika und dem Orient  gilt das   zumindest für die europäischen Völker und für Europa als Ganzes. Gegen diese zunehmende Überfremdung hat sich Gauland mit seiner oben zitierten Aussage gewendet.

Vielleicht fühlt sich der Leserbriefschreiber durch eine Äußerung des damaligen Bundesfinanzministers Schäuble aus dem Jahr 2016 bestätigt: „Die Abschottung ist doch das, was uns kaputt machen würde, was uns in Inzucht degenerieren ließe.“  Man kann es kaum glauben, dass es möglich ist, dass ein angesehener Politiker mit solchem unsinnigen „Argument“ die Einwanderungspolitik verteidigt.