„Der Islam gehört zum Ländle“,

muslima-1331992_1920so hieß vor einigen Tagen groß in der taz auf Seite 1. Anlass war die Wahl einer neuen Landtagspräsidentin in Stuttgart. Gewählt worden ist Muhterem Aras, eine eingebürgerte Kurdin aus der Türkei. Sie hatte sich zuvor in einer Kampfabstimmung in der Fraktion der GRÜNEN gegen die bisherige Landtagsvizepräsidentin Brigitte Lösch durchgesetzt.

  Im Leitartikel Franz Schmiders in der Badischen Zeitung vom 18. 05. heißt es dazu: Die Wahl sei ein Symbol für die gelungene Integration, aber auch ein Bekenntnis der Landtagsmehrheit gegen die AfD. Frau Aras gehöre zu den Aleviten, einer sehr toleranten Richtung des Islam. Ihre „Kinder besuchen in Stuttgart den christlichen Religionsunterricht.“ Im Alltag der Familie spiele die Religion keine Rolle. Der Glaube, so Schmider, sei reine Privatsache. Er sollte eigentlich in der Politik nicht herausgestellt werden. (Es sei denn, die gewählte Person tut es von sich aus.) Aber im vorliegenden Fall habe die Wahl eine unerwünschte Nebenwirkung; denn die Privatsache Religionszugehörigkeit führe zu einer politischen Debatte. Dies zeigt auch die oben erwähnte taz-Überschrift. Und die stellvertretende AfD-Landesvorsitzende Christina Baum äußerte, die Wahl sei „ein ganz klares Zeichen, dass die Islamisierung Deutschlands in vollem Gange ist“.

(Von Peter Bulke)

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