
Christopher | 01.06.2026 12:40
Die aktuelle Lage in vielen Städten zeigt ein erschreckendes Bild: Immer mehr Menschen, insbesondere Frauen, rutschen im Alter in bittere Armut und sind auf Grundsicherung angewiesen. So tragisch ist die Lage auch für Frauen in Freiburg. Dieses Bild wird sich in den nächsten Jahren weiter verschärfen, wenn keine effektiven Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
🟦 56% der Frauen in Freiburg erhalten Sozialleistungen
Toni Klein sagte in einem Interview mit der Badischen Zeitung: „Immer mehr Menschen fallen in die Grundsicherung im Alter. Besonders Frauen, Alleinerziehende und ausländische Personen sind davon überproportional betroffen.“ Der Anteil der Frauen, die Sozialleistungen beziehen, liegt in Freiburg bei 56 %.
Es ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die unser Land über Jahrzehnte aufgebaut und mit ihren Beiträgen das Sozialsystem überhaupt erst finanziert haben. Wenn das Ersparte nicht reicht und die Grundsicherung zur einzigen Überlebenschance wird, hat die bisherige Politik auf ganzer Linie versagt. Die Sorgen der Bürger werden ignoriert, während das hart erarbeitete Geld an anderer Stelle zweckentfremdet wird. Währenddessen wird hart erarbeitetes Steuergeld ins Ausland überwiesen, und die Rentner bleiben auf der Strecke.
🟦 Es werden grundlegende Reformen benötigt
Es ist höchste Zeit, das Verhältnis zwischen hart arbeitenden Bürgern und denjenigen, die unser Sozialsystem belasten, grundlegend neu zu ordnen. Während ehrliche Beitragszahler bei geringem Einkommen oft leer ausgehen, wird das Geld ineffizient und ungerecht verteilt. Man darf nicht länger tatenlos zusehen, wie Lebensleistungen entwertet werden. Wer ein Leben lang gearbeitet hat, muss im Alter einen spürbaren Mehrwert behalten dürfen, statt mit Almosen abgespeist zu werden. Gerechtigkeit bedeutet, Leistung konsequent zu belohnen und nicht das Nichtstun zu subventionieren. Eine Rentenpolitik, die diesen Namen verdient, muss den Menschen Sicherheit geben, statt sie in die Abhängigkeit vom Staat zu drängen.
Es ist gut, dass Senioren in Freiburg Angebote erhalten, etwa bei der Arbeitsagentur oder in Seniorenbüros. Jedoch sollte Freiburg nicht warten, bis ältere Menschen selbst zur Behörde kommen. Sinnvoll wäre ein städtisches Programm „Altersarmut erkennen“, bei dem Senioren ab einem bestimmten Alter gezielt angeschrieben werden: mit einer einfachen Checkliste zu Grundsicherung, Wohngeld, Mehrbedarf, Pflegegrad, Schwerbehindertenausweis, Sozialticket und Wohnraumanpassung. Die Stadt bietet zwar Informationen und Online-Anträge an, aber viele ältere Menschen brauchen persönliche Hilfe, nicht nur Formulare. Mit dieser Maßnahme könnte mehr Menschen geholfen werden.
Gerade in Brennpunkten wie Stühlinger, Weingarten, Landwasser oder Haslach sollten diese Maßnahmen verstärkt zum Einsatz kommen, mehr als in anderen Stadtteilen wie z. B. Herdern, Vauban oder Günterstal.
Auch sollte die Wohngeldstelle mehr Personal einstellen sowie die Bearbeitungszeiten durch KI-Programme verkürzen. Sinnvolle Maßnahmen wie „Wohnen für Hilfe“ sollten ausgebaut werden.
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