Freiburger Hotel und Gaststättengewerbe leidet unter en Corona-Auflagen

Benjamin / Die vierte Corona Welle hat Deutschland fest im Griff. Die Infektionszahlen erreichen täglichen einen Rekordwert und die wichtige Kennzahl (Hospitalisierungsrate) ist in Baden-Württemberg aktuell bei 5,93. Der 7 Tage-Inzidenzwert liegt bei 514,7.

Es droht in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens in Baden-Württemberg und Freiburg die sogenannte 2G-Plus Regelung. Die 2G-Plus-Regel ist eine weitere Verschärfung der 2G-Regel: Hier haben nur Geimpfte und Genesene Zutritt, die über ihr gültiges Impf- oder Genesenenzertifikat hinaus einen aktuellen negativen Test (Schnell- oder PCR-Test) vorweisen können.

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Corona bald vor den Arbeitsgerichten?

Albrecht Künstle

– Müssen Richter einige Landesfürsten zurückpfeifen?

– Fiktiver Ablauf einer kommenden Gerichtsverhandlung

Die „Experten“ und ihre willfährigen Politiker haben versagt. Die Impfen-impfen-impfen-Strategie und die These der Herdenimmunität haben sich in der Praxis nicht bestätigt. Auch ohne vorhandenen Impfstoff war die Lage vor einem Jahr besser als jetzt, obwohl die Herde so ziemlich alles mit sich machen ließ. Ich wusste es zwar als medizinischer Laie auch nicht besser, maßte mir das aber auch nicht an, wie es unsere „Spitzenpolitiker“ tun. Aber sie lernen anscheinend nichts dazu. Wenn „vollständig geimpft“ nicht zum gewünschten Erfolg führte, dann müsse eben noch vollständiger geimpft werden. OK, vielleicht hilft es diesmal, die Hoffnung stirbt zuletzt.

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Angeblich weniger Arbeitslose in der Region Freiburg

Die Arbeitsagentur für Arbeit in Freiburg gibt bekannt, dass im Oktober 2021 die Anzahl der arbeitslosen Menschen in Freiburg rückläufig sei. Ist das so korrekt oder lediglich eine Meldung, die so nicht stimmen kann?

Die Arbeitslosenquote lag im Oktober in ganz Freiburg bei 3,5%. Im Oktober meldeten sich in Freiburg 12.958 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 919 weniger als im Monat September. Bei den Frauen und Männern unter 25 Jahre sank die Quote um 0,4 Punkte auf jetzt 2,3 Prozent. Damit setzt sich der positive Trend am Arbeitsmarkt fort.

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„Der Schutzheilige der Schlepper geht von Bord“

Peter Bulke/    Die obige etwas polemische Formulierung stammt von der AfD-Politikerin Beatrix von Storch im Zusammenhang mit dem Wechsel an der Spitze der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Der bayerische Landesbischof Bedford-Strohm war seit 2014 EKD-Ratsvorsitzender und trat am 10. November nicht mehr zur Wahl an. Von Storch erwähnt dessen „verheerende Bilanz: 2 Mill. Kirchenmitglieder weniger“. Natürlich ist dieser Mitgliederverlust schlimm für ein Volk mit christlichen Wurzeln. Aber: in den 7 Jahren zuvor – 2007 bis 2014 – gab es ebenfalls einen Verlust von 2 Mill. Man macht es sich zu einfach, hauptsächlich den bisherigen Ratsvorsitzenden für den Rückgang  verantwortlich zu machen, auch wenn etliche Austritte wegen einseitiger politischer Äußerungen von Kirchenvertretern bekannt sind. Eine Statistik über Austrittsgründe gibt es aber nicht.

Bedford-Strohm bot innerhalb und außerhalb der Kirche reichlich Anlass für Kritik. Er hätte bei seinen vielen Auftritten besser mehr Gewicht auf die eigentliche christliche Botschaft legen sollen, anstatt sich zu sehr auf politische Fragen zu verlegen. Denn aufgrund seiner Position wurden seine Stellungnahmen von den Medien weit verbreitet. Man sollte dabei aber berücksichtigen, dass die EKD nur ein loser Zusammenschluss von 20 weitgehend selbständigen Landeskirchen ist, die sich nicht pauschal in die linke Ecke stellen lassen. Die wichtigsten Kritikpunkte waren: Bedford-Strohm setzte sich dafür ein, dass die Kirche zusammen mit anderen Organisationen ein Schiff erwarb, um Flüchtlinge im Mittelmeer zu retten. Im Februar 2020 wurde das Schiff  „SeaWatch4“ getauft und dann eingesetzt. Ein weiterer Anlass für Kritik war, dass es seit einiger Zeit in der EKD heißt: Die schriftliche Kommunikation der EKD ist geschlechtergerecht zu gestalten. Dazu gehöre auch der Genderstern, um die Vielfalt der Geschlechter zum Ausdruck zu bringen. Aus christlicher Sicht problematisch war die Haltung im Rahmen des interreligiösen Dialogs. Bedford-Strohm zeigte sich einverstanden mit dem Beschluss der Kölner Stadtverwaltung, freitags 5 min. lang einen Muezzin rufen zu lassen, wenn eine muslimische Gemeinde das wünscht. In dem islamischen Gebetsruf heißt es u. a.: Es gibt keinen Gott außer Allah. Schließlich ist Bedford-Strohms einseitige Kritik an der AfD zu beanstanden. Er lehnte es ab, mit Vertretern dieser Partei überhaupt zu sprechen, obwohl es die „Christen in der AfD“ gibt, zu denen übrigens auch Personen in Südbaden gehören.

Die Zeitschrift IDEA (Nr. 44/2021) hatte vier infrage kommende Personen für den Posten des nächsten EKD-Ratsvorsitzes vorgestellt. Bei konservativen Lesern hinterließ dabei sicherlich Annette Kurschus, Vorsitzende der evangelischen Kirche in Westfalen, den besten Eindruck. Sie gilt als nachdenklich und sucht bei Auseinandersetzungen vor allem das persönliche Gespräch. Am 10. 11. wurde sie zur Nachfolgerin von Bedford-Strohm gewählt. Der Württembergische Bischof July meint, dass er von ihr weniger Politik und mehr Geistliches erwarte.

Kirchen prägen das Bild der meisten Dörfer und vieler Städte. Obiges Foto zeigt die evangelische Kirche in Bad Krozingen.

Wie Eroberungen neuerdings ablaufen

Albrecht Künstle

– Es ist keine Revolution und kein Krieg mehr nötig

– Berlin ist die Generalprobe – Migrationsstrategie

Das „Volk“ in Berlin stimmte just am Tag der Bundestagswahl für die Enteignungen von Wohnungen. Zu den Berichten am Tag danach gehörten auch Interviews mit Berlinern (?), die aber gar nicht wie jene Berliner aussahen, die ich vor 50 Jahren sah, als ich öfter in Berlin zu Schulungen war. Die interviewten „Berliner“ waren noch dunkler als das gleichnamige Gebäck, und die Sprache der Nichtfarbigen hatte einen unverkennbar ausländischen Akzent. Nur eine Interviewte war eine typische Berliner Schnauze. Und bis auf diese begrüßten alle das Abstimmungsergebnis, Wohnungen zu enteignen. Mit anderen Worten, okkupieren, widerrechtlich aneignen. Einer sprach es deutlich aus, „wenn die Wohnungen der Stadt gehören, gehören sie uns.“ Dass die Senatswahl und das Volksbegehren chaotisch bis betrügerisch waren, soll an dieser Stelle nicht vertieft werden.

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Viele Hallen in Freiburg sind sanierungsbedürftig

Benjamin /Laut verschiedenen Fachleuten benötigt die Stadt Freiburg für sechs der insgesamt 58 Hallen in Freiburg eine dringende Reparatur bzw. Sanierung. Für weitere 41 Hallen müsste es eine Teilsanierung geben. Laut den Fachleuten soll die Sanierung der Hallen bis zu 25 Millionen Euro kosten. Neben Hallen sind auch Brücken betroffen.

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Komische Werbung für unser Land

Peter Bulke/   Den Text auf obigem Bild haben wohl viele Bürger mit Kopfschütteln als unverständlich oder unsinnig empfunden. Das ist jedenfalls zu wünschen. Das Plakat war bis zum 7. 11. am Hbf in Freiburg zu sehen, und zwar vom Bahnsteig 1 aus, wo die ICE-Züge halten. Es zeigt eine Werbekampagne, die die Landesregierung landesweit durchgeführt hat und nach Presseberichten 21  Mill. € gekostet hat. Ministerpräsident Kretschmann, der infolge seiner sachlichen und ausgewogenen Art über die Grenzen seiner Parteianhängerschaft hinaus ein hohes Ansehen genießt, verteidigte diese Werbung gegenüber Kritikern u. a. mit dem Hinweis auf einen angeblichen humorvollen Aspekt der Kampagne und erinnerte dabei an den früheren Spruch „Wir können alles außer Hochdeutsch“.  Zweck der Werbeaktion ist es, bei Auswärtigen – Ausländern und Deutschen – Sympathien für das Land Baden-Württemberg zu wecken. Vielleicht könnten dadurch Personen mit guten beruflichen Fähigkeiten eher geneigt sein, sich in unserem Land niederzulassen. Aber: Zweifel sind angebracht, meinte dazu die Kommentatorin Bettina Schulte am 5. 11. im Kulturteil der Badischen Zeitung.

Neben den albern wirkenden Wortveränderungen im oberen Teil des Plakats wollten seine Schöpfer, dass die Werbung auch modern und fortschrittlich wirkt. Deshalb musste etwas Englisches dazu. Anglizismen sind bei intellektuellen Weltbürgern ausgesprochen beliebt. Weil solche Personen auch weitgehend die Massenmedien beherrschen, hat sich das „Denglisch“ seuchenartig verbreitet: To-do-Liste, Pop-up-Konzert, Pop-up-Radweg, Start-up-Unternehmen, Boost-Impfung usw. Und das Bundesfamilienministerium spricht in einer Broschüre vom Gender Pay Gap.

Die Werbe-Kampagne beschränkt sich nicht auf die Plakatierung. Über THELÄND.de gelangt man außer zu einem kurzen Werbefilm auch zu einem FÄNSHOP, wo FÄN-Artikel aufgeführt sind, z. B. eine Tragetasche mit der großen Aufschrift THE TÄSCH.

Stadt Freiburg spaltet mit 2G

Benjamin / In vielen Bundesländern wurde die „2G-Regelung“ eingeführt. Zu bestimmten Einrichtungen haben laut dieser Regelung lediglich Geimpfte und Genesene Zugang. Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, haben keinen Zutritt, auch nicht, wenn man sich auf Corona testen lässt.

Diese 2G-Regelung gilt am 21. November im Freiburger Stadttheater. Dort wird der diesjährige Kulturpreis verliehen. Gegen die Regelung hat die AFD-Gruppe im Freiburger Gemeinderat in einer Kleinen Anfrage an den Gemeinderat und den Oberbürgermeister Horn gefordert, alle Veranstaltungen der Stadt im 3G-Format durchzuführen.

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Türken-Anwerbung 1961 Blaupause für heute?

Albrecht Künstle

– Schon vor 60 Jahren wurde Arbeitskräftemangel „bekämpft“

– Folge des Imports: Mit der dt. Wirtschaft ging es bergab

Vor 60 Jahren verschärfte sich in Deutschland der Arbeitskräftemangel. Die Anwerbung von Italienern 1955, von Griechen und Spaniern 1960 brachte nicht den gewünschten Erfolg. Und am 13. August 1961 ließ die DDR die „Mauer“ errichten und stoppte so das Ausbluten ihres gut ausgebildeten Arbeitskräftepotenzials. Das verschärfte den Arbeitskräftemangel im Westen – woher also nehmen? 1961 gab es zwar noch keine Frau Merkel, die Angela war damals gerade 7 Jahre alt und lernte in der Schule, dass ein „antifaschistischer Schutzwall“ gebaut werde. Aber es gab schon damals im Westen welche, die ein Herz für die Türkei hatten, die einstigen Waffenbrüder Hitlers 20 Jahre zuvor. Die türkischen Familien setzten nach dem Krieg viele Menschen in die türkische Welt, und die dortige Arbeitslosigkeit stieg und stieg. Aber die Hilfe ließ nicht lange auf sich warten, das Abkommen mit Deutschland.

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„Amerikanischer Druck und türkisches Interesse“

Peter Bulke/    Bei der obigen Überschrift geht es um das Anwerbeabkommen zwischen Westdeutschland und der Türkei vom 30. 10. 1961. Der dazugehörige Artikel erschien in der FAZ am 26. 10. 2011. Er gibt die wichtigen Gesichtspunkte zum Abkommen wieder und liefert die notwendigen Ergänzungen zur diesjährigen einseitigen Darstellung unseres Bundespräsidenten Steinmeier, der meinte, türkische Arbeitskräfte seien angeworben worden, weil wir sie brauchten.

Der FAZ-Text wird hier auszugsweise  zitiert: Das Anwerbeabkommen  . . .  kam von deutscher Seite aus eher widerwillig zustande. . . .  Von Ankara nämlich ging die Initiative aus, ein Abkommen zur Entsendung von Arbeitskräften zu schließen, wie es Italien und Spanien mit Deutschland bereits getan hatten. Ziel der Türkei war es, ihr Handelsbilanzdefizit gegenüber Deutschland durch die Rücküberweisungen der Gastarbeiter auszugleichen. Auch wollte die türkische Regierung Druck vom eigenen Arbeitsmarkt nehmen und den Zustrom der Landbevölkerung in die Großstädte bremsen. . . .  1961 lehnte Arbeitsminister Theodor Blank (CDU) das Ansinnen der Türkei zunächst ab. Die kulturelle  Distanz zu dem islamisch geprägten Land erschien ihm zu groß. Doch die Amerikaner sahen in der Türkei, die NATO-Mitglied geworden war, einen wichtigen strategischen Partner. . . . Auch hatte sich die türkische Republik 1959 um die Mitgliedschaft in der EWG beworben. Auf  deutscher Seite überwogen schließlich außenpolitische Erwägungen. Das Außenministerium nahm dem  widerwilligen Arbeitsminister die Verhandlungsführung ab. Blanks Bedenken wurde insofern Rechnung getragen, als ausschließlich ledige Arbeiter . . . jeweils nur für zwei Jahre kommen sollten. . . . Für die Arbeitgeber war es allerdings unwirtschaftlich, Angelernte nach zwei Jahren durch Ungelernte zu ersetzen. Die Rotation wurde 1964 abgeschafft. Auch wiesen sie (die Arbeitgeber) darauf hin, dass es für den einzelnen Arbeiter eine stabilisierende Wirkung habe, Frau und Kinder um sich zu haben. . . . Lebten bis zu dem Abkommen etwa 6.800 türkische Staatsangehörige in Deutschland, waren es zum Zeitpunkt des Anwerbestopps (1973), den die Regierung Brandt infolge der 1. Ölkrise verhängte, etwa 800.000. Das Ziel jedoch, damit die Einwanderung türkischer Staatsbürger nach Deutschland zu beenden, erreicht der Anwerbestopp nicht. . . . Alle, die nach dem Anwerbestopp einwanderten, nutzten dafür die Regelung des Familiennachzugs. . . . Das anfängliche Kalkül, dass die Gastarbeiter nur in ihren produktiven Jahren in Deutschland sein und so für ein positives Saldo in den Sozialkassen sorgen würden, ging nicht auf. Es verkehrte sich bei den Kosten für Arbeitslosen- und Sozialhilfe sowie für unterstützende Infrastruktur für die Kinder vermutlich in sein Gegenteil. Den betrieblichen Nutzen billiger Arbeitskräfte hatten einzelne Firmen, die Folgekosten trägt die Allgemeinheit.

Obiges Foto zeigt eine Karikatur des berühmten Zeichners Haitzinger, die am 21. 03. 2017  in der Badischen Zeitung erschien.