Im Fall des tödlichen Messerangriffs im Freiburger Rieselfeld gibt es eine brisante neue Entwicklung: Der dort festgenommene 30-Jährige steht nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei im dringenden Verdacht, bereits zwei Tage zuvor einen Mann am Schlossbergring mit einem Messer angegriffen zu haben.

🟦 Zwei schwere Messerangriffe innerhalb von nur zwei Tagen

Am Sonntag, dem 6. September, war gegen 14:15 Uhr ein 29-jähriger Mann auf einem Gebäudevorplatz am Schlossbergring angegriffen worden. Nach den bisherigen Ermittlungen hatten sich Opfer und mutmaßlicher Angreifer erst kurz zuvor kennengelernt. Der Mann soll anschließend unvermittelt und ohne Vorwarnung mit einem Messer attackiert worden sein. Dem schwer verletzten 29-Jährigen gelang die Flucht auf den Schlossbergring, während der Angreifer in Richtung Stadtgarten verschwand. Die damalige Fahndung blieb zunächst erfolglos.

Nur zwei Tage später wurde im Rieselfeld ein 74-jähriger Mann mit Stich- und Schnittverletzungen getötet. Aufgrund von Zeugenaussagen nahm die Polizei wenig später im Bereich der Berliner Allee einen 30-jährigen deutschen Staatsangehörigen fest. Auch eine mutmaßliche Tatwaffe wurde unweit des Tatortes sichergestellt.

❗ Dringender Verdacht gegen denselben Mann

Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei besteht inzwischen der dringende Verdacht, dass der 30-Jährige auch für das versuchte Tötungsdelikt am Schlossbergring verantwortlich sein könnte. Ob und in welcher Weise beide Taten miteinander zusammenhängen und welches Motiv dahintersteht, ist allerdings weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

🔴 PI-Freiburg meint:

Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, hätte innerhalb von nur zwei Tagen derselbe Mann zwei Menschen mit einem Messer angegriffen – mit einem tödlichen Ausgang im Rieselfeld. Eine solche Entwicklung muss auch in Freiburg sämtliche Alarmglocken schrillen lassen.

Nun müssen die beiden Taten vollständig aufgeklärt und insbesondere die Hintergründe sowie das Motiv des Tatverdächtigen geklärt werden. Bis dahin gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung.
Es darf kein „weiter so“ geben. Konsequenzen müssen folgen!

Die Kriminalpolizei sucht weiterhin Zeugen. Hinweise zum Tötungsdelikt im Rieselfeld werden unter 0761 882-2880 entgegengenommen.

Quelle: Polizeipräsidium Freiburg / Staatsanwaltschaft Freiburg / BreisgauLIVE.