Von: Dr. Richard Eckert

Das möchten wir doch alle sein: Beliebt und geschätzt von unseren Bekannten und Freunden. Aber das, was wir als Einzelne wollen, gelingt uns als Nation nicht. Da werden wir als Land gerne „abgewatscht“ und reagieren gekränkt:

Beim europäischen „Song Context-Wettbewerb“ im Mai 2026 belegt Deutschland bei 26 teilnehmenden Ländern den letzten Platz in der Wertung. Einen der letzten Plätze, das ist auch das Ergebnis früherer Veranstaltungen. Wobei viele Teilnehmer wenn schon nicht das eigene Lied, so wenigstens das Lied eines sympathischen Nachbarlandes vorn platzieren. Aha.

Auch das französische Rassemblement National (früher: Front National) möchte keinen Kontakt zur Rechten in Deutschland. Es könnte ja in Erklärungsnot gegenüber seinen Wählern gelangen. Auch hier sehen wir eine Empfindlichkeit gegenüber anderen Parteien, wenn sie in Deutschland wirken.

Die jetzt gescheiterte deutsche Bewerbung um einen Sitz im UN-Sicherheitsrat kommt wohl zuerst von der scharfen Frontstellung unserer Bundesregierung gegen Moskau: Die kann zu einer Krise führen. Aber das Ergebnis paßt ins Bild: Die 193 Mitgliedsstaaten gaben Deutschland 104, Österreich 131 und Portugal 134 Stimmen. Damit wird Portugal Mitglied im UN-Sicherheitsrat, Deutschland bleibt draußen.

Wir können es als Land nicht jedem recht machen. Die richtige Folgerung ist, wir sollten unser Geld auch nicht jedem geben. Weder zur Finanzierung von Musik-Wettbewerben, zur Unterstützung von EU-Mitgliedern, auch nicht für freiwillige Zahlungen an die Vereinten Nationen. Kredite und Waffenlieferungen an die Ukraine machen böses Blut im Ostraum. Lassen wir uns nicht vor fremde Karren spannen! Um das umzusetzen, braucht es wohl eine andere Regierung für unser Land.