
Martin | 15.05.2026 17:15
Der geplante Bau des Schulcampus im Freiburger Stadtteil Dietenbach verschlingt mittlerweile eine Summe von 200 Millionen Euro. Damit wird dieses Vorzeigeprojekt von Oberbürgermeister Martin Horn sowie Baubürgermeister Martin Haag dieses Vorhaben zum kostspieligsten Projekt in der gesamten Geschichte der Stadt Freiburg.
🟦 Viele Schulen vergammeln – Dietenbach bekommt Luxus-Campus
Während der Sanierungsstau an Freiburgs Schulen bei rund 2 Milliarden Euro liegt, plant die Stadtspitze für den neuen Stadtteil Dietenbach einen Mega-Campus für etwa 200 Millionen Euro. Dieses Prestigeprojekt ist ein Schlag ins Gesicht der Lehrer und Schüler, die längst funktionierende Toiletten, dichte Dächer und moderne Unterrichtsräume verdient hätten. Denn während für einen einzigen Schulstandort eine astronomische Summe veranschlagt wird, verschlechtert sich der Zustand vieler bestehender Bildungseinrichtungen im Stadtgebiet zusehends. Die Stadtverwaltung nimmt damit einen massiven Schuldenberg in Kauf, der Freiburgs Finanzen über Jahrzehnte hinweg schwer belasten wird.
Bevor die Stadt neue Großprojekte plant, müsste sie zunächst ihre Hausaufgaben bei den bestehenden Schulen machen. Wer heute schon nicht in der Lage ist, marode Gebäude, kaputte Sanitäranlagen und überfällige Sanierungen konsequent anzugehen, darf den Bürgern nicht den nächsten millionenschweren Bildungspalast als Zukunftsprojekt verkaufen. Freiburg braucht keine politischen Leuchtturmprojekte, sondern endlich eine ehrliche Prioritätensetzung zugunsten der Schulen, die bereits täglich genutzt werden. Hier hat die Stadtspitze um Horn und Haag vollkommen versagt und dieses finanzielle Dilemma zu verantworten.
🟦 Kommunale Verantwortung beginnt bei den bestehenden Schulen
Die Prioritätensetzung der Kommunalpolitik stößt bei den Bürgern auf Unverständnis. Es wirkt wie eine Flucht in gigantomanische Prestigeprojekte, während die alltägliche Infrastruktur in anderen Schulen unter einem enormen Sanierungsstau leidet. Investitionen sollten dort fließen, wo der tägliche Bedarf der Kinder tatsächlich besteht, anstatt in teure Vorzeigeobjekte für das Image der Stadt. Wenn 200 Millionen Euro für ein einzelnes Bauvorhaben ausgegeben werden, stellt sich die Frage nach der fiskalischen Vernunft. Die finanzielle Stabilität der Kommunen darf nicht leichtfertig für architektonische Experimente aufs Spiel gesetzt werden, während die Basis der Schullandschaft vernachlässigt wird. Der verantwortungsbewusste Umgang mit Steuergeldern erfordert eine konsequente Abkehr von diesem Kurs.
🟦 Maßvoller Umgang mit Steuergeld
Dieses Projekt ist für den neuen Stadtteil schlicht zu kostenintensiv. Deshalb muss die Stadtspitze um Horn und Haag endlich Abstand davon nehmen und es beenden. Das Geld wäre bei den Schulen, die unter massivem Sanierungsdruck stehen, deutlich besser investiert. Eine solide Haushaltspolitik verlangt Bescheidenheit und den Fokus auf das Wesentliche, anstatt die Belastung für künftige Generationen weiter in die Höhe zu treiben. Steuergeld ist kein Spielgeld für politische Eitelkeiten. Es braucht eine Politik, die wieder nach dem Grundsatz der Sparsamkeit und der Bürgernähe handelt.
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