Benjamin | 08.09.2026 11:58

Die Probleme rund um die Drogenszene im Umfeld des Freiburger Hauptbahnhofs reißen nicht ab. Nun hat ein Eigentümer in der Bismarckallee reagiert und sein Grundstück mit Zäunen abgesichert.

🟦 Erhebliche Probleme in der Bismarckallee

Seit einigen Wochen halten sich Dealer und Suchtkranke verstärkt im Bereich eines Hinterhofs an der Bismarckallee auf. Betroffen ist das Areal rund um die Gebäude Bismarckallee 18–22. Der Eigentümer reagierte inzwischen mit baulichen Schutzmaßnahmen: Zäune sollen den Zugang zum Hinterhof verhindern, zusätzlich kommen Kameras zum Einsatz.

Während private Eigentümer zu baulichen Maßnahmen greifen müssen, um ihr Areal zu sichern, reagieren Stadt und Polizei mit verstärkten Kontrollen auf das anhaltende Problem im unmittelbaren Umfeld des Bahnhofs.

🟦 Wenig Reaktion auf offenen Brief an OB Horn

Am 27.07 berichteten wir über die unhaltbaren Zustände in der Bismarckallee.

Seit unserem Bericht hat sich die Situation offenbar nicht entspannt – im Gegenteil: Die jüngsten Schutzmaßnahmen des Eigentümers zeigen, dass das Problem weiterhin besteht.

Ein offener Brief eines beklagten (Christian Grether) direkt an Ob Horn gerichtet war, hat wenig bewirkt. Es wurde zwar angekündigt den städtischen Vollzugsdienst häufiger an der Bismarckallee und an der Rosastrasse (Drogenkonsumraum) patrouillieren zu lassen, jedoch ist dies nicht hilfreich und lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein. Die unhaltbaren Zustände sind nicht beseitigt worden. Grether hatte in dem Schreiben beklagt, dass er und seine Mitarbeitenden täglich offenen Drogenkonsum beobachten und Drogenmüll wie Spritzen beseitigen würden

🟦 Strengere Drogen Politik

Dieser Vorgang offenbart die verfehlte Sicherheitspolitik auf kommunaler Ebene. Anstatt die Missstände wirksam an der Wurzel zu bekämpfen, verlagern Zäune und Überwachungsmaßnahmen das kriminelle Geschehen lediglich in die umliegenden Straßen und benachbarte Eingänge. Leidtragende dieser behördlichen Nachlässigkeit sind die Bürger, Pendler und Anwohner, deren Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum massiv Schaden nimmt. Wenn bereits Firmen Schutzwälle errichten müssen, um illegale Machenschaften abzuwehren, gerät die Durchsetzung von Recht und Ordnung ins Wanken.

Wir fordern ein spürbar restriktiveres und kompromissloseres Vorgehen der Sicherheitsbehörden gegen die gewerbsmäßigen Drogendealer vor Ort. Wer das Gesetz bricht und gefährliche Rauschmittel unter die Menschen bringt, muss die volle Härte des Rechtsstaates zu spüren bekommen.

Wir haben in den letzten 1-2 Jahren oft zu diesem Thema Stellung bezogen. Anbei einige Blogartikel dazu:

Drogen-Hotspot Freiburg: Händler schlagen Alarm wegen unhaltbarer Zustände

Alternativ-Platz für Drogenkonsumenten soll Pergolaplatz entlasten

Freiburgs Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach will den umstrittenen Pergolaplatz nicht schließen

Der Platz für Drogensüchtige in der Stefan-Meier-Straße kostet einen sechsstelligen Betrag

Neuer Platz für Drogensüchtige wird von Leiter der Gewerbeschule kritisiert

Quelle: https://www.badische-zeitung.de/zaeune-sollen-drogenszene-von-hinterhof-am-freiburger-bahnhof-fernhalten

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