Drogen-Hotspot Freiburg: Händler schlagen Alarm wegen unhaltbarer Zustände

Manuel | 27.07.2026 18:40

Die Zustände an der Bismarckallee werden durch Menschliche Exkremente, benutzte Spritzen und Drogenbesteck sowie durch den Lärm der Suchtkranken immer unerträglicher. Viele Bewohner beschwerten sich zunehmend. Ein Händler vor Ort schrieb gar einen Brief an Oberbürgermeister Horn. Wieder einmal werden die Bürger und Gewerbetreibenden im Stich gelassen.

🟦 Bürger werden im Stich gelassen

Diese unhaltbaren Zustände beschränken sich längst nicht mehr auf Einzelfälle, sondern treffen die Lebensqualität der gesamten Anwohnerschaft tief. Wenn Geschäfte unter der Situation leiden und der alltägliche Weg durch das Quartier von Unbehagen begleitet wird, zeigt sich das Versagen der Kommunalpolitik. Die Anwohner haben jedoch ein verbrieftes Recht auf Ruhe, Sicherheit und saubere Straßen in ihrem direkten Wohnumfeld. Das Wegsehen der Verantwortlichen gefährdet den sozialen Frieden, denn die Duldung von sichtbarer Verwahrlosung zieht das gesamte Umfeld in einen gefährlichen Abwärtsstrudel.

Christian Greither Inhaber des Sonnenkaufhauses an der nördlichen Bahnhofsachse ist über die ganze Situation sehr verärgert. Der BZ gibt er ein Interview und sagt unter anderem: „Täglich beobachten wir offenen Drogenkonsum direkt vor unserem Gebäude“. Seine Beschäftigten würden ihren Tag regelmäßig damit beginnen, Müll zu beseitigen oder Spritzen zu melden. Inzwischen würden Kunden den Bereich sogar meiden. Grether stellt klar: „Es geht nicht darum, gegen Suchtkranke zu wettern. Diese Menschen brauchen Hilfe. Es kann aber nicht sein, dass die Folgen der Problematik auf Geschäftstreibende, Mitarbeiter, Anwohner und Besucher abgewälzt werden“

🟦 Situation verschärfte sich, seit dem IHK-Auszug

Die Situation hat sich verschärft seitdem der Drogenrückzugplatz an der Stefan-Meier-Straße eingerichtet wurde. Und noch schlimmer wurde es als die Industrie und Handelskammer Anfang Juli aus dem Gebäude in der Bismarckallee 18-22 auszog, sie hatte zuvor 8 Etagen in diesem Bürokomplex gemietet. Der Hauptgeschäftsführer und frühere Bürgermeister Dieter Salomon kennt die Problematik „In der Tiefgarageneinfahrt haben immer wieder Menschen Drogen konsumiert“.

Auf den offenen Brief hat Grether inzwischen eine Antwort erhalten – mit dem Hinweis, dass es bereits seit Eröffnung des zweiten Platzes regelmäßigen Austausch zwischen Ämtern und Anrainern gibt. Dazu werde Grether nun eingeladen. Zudem soll der Bereich um Rosastraße und Bismarckallee künftig öfter vom städtischen Vollzugsdienst bestreift werden.

Die Stadt Freiburg muss endlich etwas gegen diese untragbaren Zustände unternehmen. Anbei ein paar Maßnahmen, um die Stadt anzuregen aktiv zu werden:

Deutlich mehr sichtbare Polizei- und Gemeindevollzugsdienst-Präsenz:

Die Bismarckallee und das Umfeld des Hauptbahnhofs müssen regelmäßig und zu unterschiedlichen Tageszeiten kontrolliert werden. Eine dauerhafte sichtbare Präsenz kann Straftaten verhindern und das Sicherheitsgefühl von Händlern, Beschäftigten und Passanten stärken.

Konsequente Kontrollen gegen Drogenhandel und Beschaffungskriminalität:

Bekannte Treffpunkte der Drogenszene müssen gezielt überwacht werden. Gegen Dealer und Personen, die durch Diebstähle, Bedrohungen oder andere Straftaten auffallen, muss schnell und konsequent vorgegangen werden.

Schnelle Reinigung und sichere Beseitigung herumliegender Spritzen:

Benutzte Spritzen, Fäkalien und sonstiger Müll dürfen nicht über Stunden oder Tage im öffentlichen Raum liegen bleiben. Die Stadt muss eine kurzfristig erreichbare Reinigungsstelle einrichten, die Gefahrenstellen zeitnah beseitigt.

Konsequentes Einschreiten bei Belästigungen und Straftaten:

Aggressives Betteln, Bedrohungen, Sachbeschädigungen, offener Drogenkonsum und das Blockieren von Eingängen dürfen nicht folgenlos bleiben. Beschwerden von Geschäftsleuten, Anwohnern und Reisenden müssen ernst genommen und schnell bearbeitet werden.

Mehr Therapie-, Unterbringungs- und Ausstiegsangebote für Suchtkranke:

Menschen mit einer Suchterkrankung benötigen erreichbare Hilfsangebote, medizinische Versorgung und sichere Unterbringungsmöglichkeiten. Gleichzeitig muss verhindert werden, dass sich Hilfsangebote zu dauerhaften Treffpunkten für Dealer und offene Drogenszenen entwickeln.

Quelle: https://www.badische-zeitung.de/neuer-drogen-hotspot-in-freiburg-haendler-beklagen-unhaltbare-zustaende-an-der-bismarckallee

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