Peter | 06.11.2026 17:52
Die Gen-Z-Demonstrationen in ganz Deutschland haben ein großes Presseecho ausgelöst. Auch in Freiburg gingen am 31. Oktober rund 3.500 Menschen auf die Straße. Die Sicherheitsbehörden hatten bereits im Vorfeld vor einer möglichen Einflussnahme extremistischer Gruppierungen gewarnt.
🟦 Demonstration in Freiburg lief friedlich
Die Demonstration in Freiburg verlief nach Angaben der Polizei friedlich und ohne nennenswerte Störungen. Anders sah es dagegen in der Landeshauptstadt Stuttgart aus. Dort kam es zwischen einzelnen gewaltbereiten Demonstranten und der Polizei zu teils heftigen Auseinandersetzungen.
Das Landesinnenministerium meldete nach den Protesten landesweit neun verletzte Polizeibeamte und Strafverfahren im mittleren zweistelligen Bereich. In Stuttgart demonstrierten rund 6.000 Menschen, darunter nach Angaben des Innenministeriums etwa 300 Personen aus der linksextremistischen Szene.

Gewalttaten oder größere Ausschreitungen gab es bei der Freiburger Demonstration hingegen nicht. Dennoch waren auch dort unterschiedliche linke Gruppierungen vertreten. Überdies waren Antifa-Fahnen zu sehen.
Besonders bemerkenswert: Nach Angaben des Innenministeriums wurden bei den Versammlungen in Freiburg und Lörrach insgesamt rund 110 Personen der linksextremistischen Szene zugeordnet.
Wer für Demokratie, Freiheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt demonstrieren möchte, sollte sich klar von politischen Extremisten distanzieren – unabhängig davon, ob diese von rechts oder links kommen.
🟦 Linksextreme Gruppierungen bei Jugendprotesten
Die Frage, welchen Einfluss linksextremistische Gruppierungen auf die Jugendproteste ausüben, beschäftigt inzwischen auch die Medien. So widmet sich die Badische Zeitung ausdrücklich der Frage, wie viel Linksextremismus in den Demonstrationen steckt.
Auch die Erfahrungen aus Frankreich zeigen, welche Probleme entstehen können, wenn radikale Gruppierungen versuchen, ursprünglich friedliche Jugendproteste für ihre eigenen politischen Ziele zu instrumentalisieren.
Wir wollen an dieser Stelle nochmals ausdrücklich klarstellen: PI-Freiburg steht ohne Wenn und Aber zum verfassungsmäßig garantierten Demonstrationsrecht. Dieses Recht darf jedoch nicht von Extremisten missbraucht werden, um Gewalt zu verbreiten oder politische Gegner einzuschüchtern.
Gerade in einer Universitätsstadt wie Freiburg, in der linke politische Strömungen traditionell stark vertreten sind, verdient die Beteiligung extremistischer Gruppierungen besondere Aufmerksamkeit.
Die Organisatoren solcher Demonstrationen tragen eine besondere Verantwortung dafür, dass legitimer Jugendprotest nicht von radikalen Kräften vereinnahmt wird. Dazu gehört auch eine eindeutige Haltung gegenüber Gewalt, Einschüchterung und demokratiefeindlichen Positionen.
Denn eines sollte selbstverständlich sein: Wer für Demokratie demonstriert, muss sich auch gegenüber denen abgrenzen, die demokratische Spielregeln ablehnen – ganz gleich, aus welchem politischen Lager sie stammen.
Quelle: https://www.badische-zeitung.de/wie-viel-linksextremismus-steckt-in-den-jugendprotesten
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