People watch soccer match on big screen outdoors at night. Crowd gathers in park with festive string lights. Fans cheer football game, on large display.

Benjamin | 15.06.2026 18:05

Die Fußball-Weltmeisterschaft ist eines der größten Sportereignisse der Welt – ein Moment, der Menschen zusammenbringt, Emotionen weckt und Gemeinschaft schafft. Doch in Freiburg wird es in diesem Jahr kein öffentliches Public Viewing geben. Für viele Fußballfans ist das ein Schlag ins Gesicht und ein trauriges Signal einer Stadt, die offenbar immer weniger Wert auf gemeinsame Erlebnisse ihrer Bürger legt.

Während in Offenburg die Stadt selbst als aktiver Veranstalter ein großes Public Viewing auf die Beine stellt und auch in der Nachbargemeinde Kirchzarten eine Großbildleinwand für die Menschen bereitsteht, herrscht in Freiburg zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wieder einmal gähnende Leere. Wie schon bei der Europameisterschaft 2024 gibt es in Freiburg kein entsprechendes Event für die heimischen Fans. Dabei lag der Stadtverwaltung für das aktuelle Turnier sogar eine konkrete Anfrage für eine Großveranstaltung im Eschholzpark vor.

Dennoch schauen die sportbegeisterten Bürger in der drittgrößten Stadt Baden-Württembergs wieder in die Röhre, weil die Verantwortlichen im Rathaus abgelehnt haben.

🟦 Begründung ist schwammig

Als offizielle Begründung für das Scheitern werden oft vermeintlich unattraktive Anstoßzeiten im fernen Nordamerika vorgeschoben, doch dieses Argument ist bei genauerer Betrachtung völlig haltlos. Die erfolgreichen Konzepte der Nachbarkommunen beweisen schließlich eindrücklich, dass ein friedliches, gemeinsames Sporterlebnis mit dem entsprechenden politischen Willen der Verantwortlichen problemlos machbar ist. Es drängt sich der Verdacht auf, dass die Freiburger Stadtspitze schlicht kein Interesse an patriotischer Begeisterung, nationaler Identifikation und unbeschwertem Gemeinschaftsgefühl im öffentlichen Raum hat. Unter dem Deckmantel bürokratischer Hürden wird den Menschen hier ein wichtiges Stück Lebensqualität und Tradition vorenthalten.

Diese bürgerfeindliche Verhinderungstaktik in den grün dominierten Amtsstuben unseres Landes muss aufhören. Städte und Gemeinden müssen die Interessen und Wünsche der eigenen Bevölkerung endlich wieder in den Mittelpunkt ihrer Entscheidungen stellen, statt das gesellschaftliche Zusammenleben durch ideologische Blockaden gezielt einzuschränken. Der heimische Sportclub SC Freiburg spielte in der 1. Fußball Bundeliga, gerade daran gemessen sollte ein Public Viewing öffentlich von der Stadtspitze gefördert werden. Kommunen wie Freiburg brauchen eine aktive Förderung von Sport- und Kulturveranstaltungen statt bürokratischer Schikanen für private Initiatoren. Ein starkes und lebendiges Gemeinwesen lebt von unbeschwerten gemeinsamen Momenten, die wir uns nicht von einer abgehobenen und bürgerfernen Verwaltungspolitik nehmen lassen dürfen. Herr Horn sollte als Sportbegeisterter Mensch voran gehen.

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