Während des Landtagswahlkampfes in Baden-Württemberg gibt es in Freiburg abgerissene oder zerstörte Wahlplakate. An erster Stelle steht natürlich die AfD, danach kommt überraschenderweise die FDP. Bei den Linken und den Grünen sind deutlich weniger Fälle bekannt. Natürlich hat das Zerstören von Wahlplakaten keinen Sinn und gehört bestraft, egal welche Partei es trifft.

Von: Benjamin

🟦 Auch die Grünen trifft es in ihrer Hochburg

Die Grünen schneiden in Freiburg bei Wahlen immer als Nummer eins ab. Dennoch bleiben auch sie von Plakatzerstörungen nicht verschont, allerdings nur in geringerem Ausmaß als z. B. die AfD.

In den beiden Freiburger Wahlkreisen (Wahlkreis 46 und 47) haben die Grünen nach eigenen Angaben insgesamt 1.000 Wahlplakate aufgehängt. Laut Nadyne Saint-Cast, die im Wahlkreis 47 als Spitzenkandidatin antritt, ist „ein Viertel aller Wahlplakate derart beschädigt, dass nur eine Entsorgung in Frage kommt“. Daniela Evers, Spitzenkandidatin für den Wahlkreis 47, sagt dazu: „Beschädigungen von Wahlplakaten und Hass und Hetze im Netz sind direkte Angriffe auf die demokratische Meinungsbildung vor Wahlen. Vor allem auf Facebook und TikTok sehen wir massenhafte, teils auch sehr persönliche Angriffe.“

Wenn es danach ginge, welche Partei am meisten Gewalt widerfährt, dann ist es eindeutig die AfD. Das hat die Wahlveranstaltung am 13. Februar eindeutig gezeigt. Auf der Gegendemo waren auch Vertreter der Grünen anwesend und haben in übelster Manier gegen die AfD gehetzt. Dieses scheinheilige Verhalten der Grünen ist unerträglich.

🟦 Die Hälfte aller Wahlplakate der CDU zerstört

Auch die einst konservative CDU muss mit Schäden an den Wahlplakaten kämpfen. Johannes Rodloff von der CDU-Kreisgeschäftsstelle sagt: „Wie in den vergangenen Jahren leider üblich, waren auch unsere Wahlplakate zur diesjährigen Landtagswahl erneut Ziel von Vandalismus.“ Man schätzt, dass die Hälfte aller Wahlplakate zerstört wurde. Auch dort gibt es Beleidigungen per E-Mail oder auf den Social-Media-Accounts. Diese Sparte kann

🟦 Auch „Die Linke“ beklagt beschädigte Wahlplakate

Auch die Linke beklagt im laufenden Wahlkampf beschädigte und entfernte Plakate. Nach Angaben der Partei seien vor allem in Brühl sowie entlang des Radwegs FR1 Richtung Lehen Plakate systematisch abgehängt worden, etwa durch durchgeschnittene Kabelbinder. Insgesamt spricht die Partei von einem leichten Anstieg der Zerstörungen. Auffällig ist dabei jedoch, dass die Linke zwar über Vandalismus klagt, zugleich aber bei Anfeindungen in der realen Welt selbst nur von eher seltenen Vorfällen spricht. Umso größer ist dafür die Empörung über Kritik in den sozialen Netzwerken, die von der Partei prompt als „gezielte Kampagne“ aus dem rechten Spektrum eingeordnet wird.

🟦 SPD hat mit weniger Zerstörung zu kämpfen

Die SPD-Spitzenkandidatin im Wahlkreis 47, Viviane Sigg, sagte: „Vandalismus ist ein Problem, das wir tendenziell bei den letzten Wahlen verstärkt beobachten.“ Allerdings verzeichnen sie und Walter Krögner, der im Wahlkreis 46 antritt, diesmal weniger Fälle als bei vorangegangenen Wahlen.

🟦 Überraschend viele Zerstörungen bei FDP-Wahlplakaten

Der FDP-Spitzenkandidat Linus Kionska im Wahlkreis 47 sagt, dass es die FDP am meisten getroffen hat. Es wurden 150 Plakatstandorte heruntergerissen, beschmiert oder beschädigt. „Die ersten haben wir direkt angezeigt, weil in der ersten Nacht ein Großteil wieder abgerissen wurde. Alle restlichen bringen wir gesammelt nach dem Wahlkampf zur Anzeige.“ Wenn man durch Freiburg schlendert, sieht man einige am Boden liegende, beschädigte FDP-Plakate, gefühlt mehr als bei SPD, Die Linke, Grünen oder CDU.

🟦 Am meisten Beschädigungen bei der AfD

Es ist im Freiburger Stadtbild nicht schwer zu erkennen, dass die AfD die Partei ist, deren Wahlplakate am häufigsten zerstört wurden.

Stadtrat Karl Schnwarz sagte hierzu: „Wir nehmen im gesamten Stadtgebiet einen erheblichen Vandalismus gegen unsere Wahlplakate wahr. Dieses Problem besteht allerdings nicht erst in diesem Wahlkampf. Bereits bei den vergangenen Wahlen wurden unsere Plakate überdurchschnittlich häufig beschädigt, beschmiert oder entfernt.“

Weiter ergänzt er: „Inzwischen kommt es regelmäßig vor, dass Wahlplakate keine 24 Stunden hängen, bevor sie zerstört oder abgerissen werden. In manchen Straßenzügen verschwinden sie praktisch über Nacht vollständig.“

Dass hier die überwiegende Mehrheit aus dem linksextremen Spektrum kommt, ist nicht verwunderlich. OB Horn sollte endlich gegen den immer weiter ausufernden Linksextremismus in Freiburg aktiv werden, aber leider wird daraus nichts.

Gegen die Zerstörung von Wahlplakaten hilft vor allem Konsequenz statt Wegsehen: Beschädigungen sollten konsequent dokumentiert und angezeigt werden. Die Stadt und die Polizei sollten bekannte Brennpunkte stärker im Blick behalten und dort gezielt Präsenz zeigen. Ebenso wichtig wäre eine parteiübergreifende klare Verurteilung solcher Taten, denn Wahlplakat-Vandalismus darf niemals als „Kavaliersdelikt“ verharmlost werden. Beschädigte Plakate sollten außerdem möglichst schnell ersetzt werden, damit politische Einschüchterung nicht auch noch nachträglich belohnt wird.

Quelle: https://www.badische-zeitung.de/vandalismus-und-hass-im-netz-erleben-auch-die-kandidierenden-im-landtagswahlkampf-in-freiburg

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