Martin Horn bleibt Oberbürgermeister von Freiburg 

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Freiburg am 26.04. bleibt Amtsinhaber Martin Horn mit 52,9 % Oberbürgermeister von Freiburg. Er konnte sich bereits klar im ersten Wahlgang durchsetzen. Er gewann deutlich vor Monika Stein (29,6 %) und Achim Wiehle (10,5 %). Karl Schwarz von der AfD konnte 2,2 % erreichen und baute so in schwierigem Pflaster ein solides Fundament auf. 

🟦 Hohe Wahlbeteiligung, Damoklesschwert über Horn 

Die Wahlbeteiligung lag bei 56,1 %. Noch vor der Wahl wurde eine Stichwahl zwischen Horn und Stein, die von einem grün-linken Bündnis im Freiburger Gemeinderat unterstützt wurde, erwartet. Dazu kam es jedoch nicht; stattdessen gab es ein recht überraschend hohes Votum für Horn. Herr Horn warb in seinem Wahlkampf mit „Gemeinsam viel erreicht“. Dies klingt ein wenig zu positiv, denn unter seiner Ägide als OB ist Freiburg hoch verschuldet und hat sehr viele offene Baustellen, die in Zukunft noch sehr teuer werden können. Bestes Beispiel sind Dietenbach oder auch der Zähringer Hof.  

In Freiburg ist viel Unmut und Unruhe zu verspüren. Auch dass sich mehrere Gemeinderatsfraktionen für andere Kandidaten ausgesprochen hatten, sprach im Vorfeld der Wahl nicht für dieses klare Votum. 

🟦 OB Horn in vielen Bezirken sehr stark  

Überraschend stark schnitt Horn in den Freiburger Wahlbezirken, in den Tuniberg-Dörfern und auch in Waltershofen ab. Er holte fast alle Stadtbezirke mit guten Ergebnissen. In lediglich zwei Stadtbezirken schnitt Frau Stein besser ab: Altstadt-Ring und Vauban. Besonders in Vauban war Stein stark; sie erhielt dort 49,5 %, Horn 41,9 %. In 33 von 35 Stimmbezirken hat Martin Horn am Sonntag gewonnen 

Die beiden aussichtsreichen Kandidaten Wiehle und Stein waren inhaltlich nicht stark genug, um bessere Wahlergebnisse zu liefern. Besonders erstaunlich ist das schwache Abschneiden von Frau Stein, denn die grüne Fraktion im Gemeinderat, die auch die größte Fraktion im Freiburger Gemeinderat ist, stand wohl nicht komplett hinter ihr. Sie hat auch öfter die Verpackungssteuer kritisiert, wohl auch aus dem Grund, weil ein linkes Bündnis ebenfalls für sie geworben hat; damit konnte sie es bei diesem wichtigen Wahlkampfthema nicht jedem recht machen. Die Grünen stehen der Verpackungssteuer weiterhin positiv gegenüber, die Linken eher ablehnend. Frau Stein monierte nach der Wahl, dass sie sich mehr Unterstützung des grünen Bündnisses erhofft hatte. Bei diesem starken Ergebnis von Horn kann man davon ausgehen, dass auch einige grüne und linke Wähler Horn gewählt haben.  

Die niedrigste Wahlbeteiligung gab es in den Stadtteilen Weingarten (35,9 %) und Landwasser (38,4 %). Im Weingarten konnte AfD-Kandidat Schwarz 8,4 % gewinnen.

Freiburg hat gewählt. Jetzt gilt es, gemeinsam nach vorne zu schauen. 

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