Laut einer aktuellen Konjunkturumfrage der IHK Südlicher Oberrhein zeichnet sich für das Jahr 2025 in Freiburg eine wirtschaftliche Stagnation ab. Die Gründe dafür sind vielschichtig: hohe Energiepreise, überbordende Bürokratie und ein demografischer Wandel.
Die IHK veröffentlicht regelmäßig ihre Geschäftserwartungen – zuletzt im April – und diese fielen alles andere als positiv aus. „Man kann nicht von einer Trendwende sprechen, auch wenn es leichte Verbesserungen gibt“, sagte Alwin Wagner, der stellvertretende Hauptgeschäftsführer, bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse am Donnerstag. So ist der IHK-Konjunkturklimaindex – gestaltet nach dem Vorbild des ifo-Geschäftsklimas – zum zweiten Mal in Folge nur um zwei Punkte gestiegen und verharrt mit 98 Punkten weiterhin im leicht rezessiven Bereich. Der Index reicht von 0 bis 200 Punkten, wobei Werte über 100 Wirtschaftswachstum anzeigen.
„Aber die neue Regierung bleibt erst einmal schuldig, die im Koalitionsvertrag herausgearbeiteten Themen auch umzusetzen. Erst ab 2028 soll eine Unternehmenssteuerreform angegangen werden. Das ist viel zu spät – denn zu diesem Zeitpunkt sollten wir längst aus der Krise heraus sein. Wirtschaftspolitik braucht jetzt einfach Vorfahrt“, sagt Wagner.
Viele Unternehmen wollen in diesen schwierigen Zeiten nicht investieren, da die wirtschaftliche Zukunft nicht rosig, sondern sehr trübe aussieht. Statt Investitionen soll das Geld lieber im Unternehmen bleiben. Kein Wunder – bei einer Politik, die das Land wirtschaftlich an die Wand fährt. Eine echte Trendwende ist leider nicht in Sicht.
Zwar zählt Südbaden noch immer zu den wirtschaftlichen Motoren der Region – aber wie lange noch? Laut der IHK-Umfrage berichtet fast jedes fünfte Unternehmen über eine schlechte Geschäftslage.
Zwei Drittel der Betriebe klagen über zu hohe Preise für Energie und Rohstoffe. Die Reallöhne sinken. Eine Deindustrialisierung steht bevor. Was das bedeutet? Verarmung, Verelendung, Abstieg.
Die Deindustrialisierung Deutschlands ist in vollem Gange – das ist unübersehbar. Und die neue „Regierung“ wirkt wie ein Kabinett aus Philosophen und Poeten. Auch deutsche Unternehmen verlagern ihre Produktion zunehmend ostwärts – dorthin, wo es weniger Bürokratie und niedrigere Steuerabgaben gibt.
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