Der Betzenhauser Torplatz am Seepark wurde am 17. Februar am Nachmittag von rund 1.000 Menschen besucht. Grund dafür war, dass die Stadt Freiburg eine Festbeleuchtung zum Beginn des Fastenmonats Ramadan anbrachte. Die Stadt hatte lediglich mit etwa 100 Besuchern gerechnet – am Ende waren es über 1.000 Menschen.

Die Beleuchtung, die die Straße vom 17. Februar bis zum 19. März zieren soll, wurde im Seepark im Freiburger Stadtteil Betzenhausen installiert. Was hier als harmlose Straßendekoration daherkommt, ist aus Sicht vieler ein kulturpolitisches Statement von erheblicher Tragweite.

🟦 Stadt finanziert Beleuchtung

Natürlich ist nichts dagegen einzuwenden, wenn friedliche Muslime den Fastenmonat Ramadan feiern. Dass die Stadt jedoch erstmals eine Festbeleuchtung anbringt – die vermutlich nicht billig war –, sorgt für Diskussionen. Für manche wirkt es wie ein symbolischer Kniefall vor dem Islam. Das der Steuerzahler diese Sache finanziert ist ein Schlag in das Geschicht jeden Steuerzahlers!

Die Stadt Freiburg wird damit zum Ramadan-Werbeträger – und das wird von Kritikern abgelehnt. In einem christlich geprägten Land, so die Argumentation, sollten christliche Traditionen nicht zunehmend in den Hintergrund treten. Christliche Feste würden umbenannt, abgeschwächt oder weniger sichtbar gemacht. Währenddessen erhält der Ramadan nun eine offizielle Stadtillumination. Dagegen formiert sich bereits Protest.

Dieser Protest zeigt sich zumindest online: In den Kommentarspalten der Badischen Zeitung zur entsprechenden Berichterstattung (https://www.badische-zeitung.de/in-freiburg-gibt-es-erstmals-eine-festbeleuchtung-zum-ramadan=) äußerten zahlreiche Leser Kritik.

🟦 OB Horn bei Einweihungsfeier präsent

Oberbürgermeister Horn nahm an der Eröffnungsfeier der Ramadan-Beleuchtung teil und gratulierte den anwesenden Muslimen zum Beginn des Fastenmonats. „Wir wollen muslimisches Leben sowie religiöse Bräuche und Feste sichtbarer machen und ihnen Wertschätzung entgegenbringen“, sagte der Oberbürgermeister.

Kritiker sehen darin ein politisches Signal. Während sich Deutschland gesellschaftlich stark verändert, sei es aus ihrer Sicht problematisch, wenn die Stadt diesen Prozess aktiv unterstütze.

Die Stadt arbeitete bei dem Projekt mit vier örtlichen Moscheegemeinden zusammen, darunter die Freiburg DITIB Mevlana Moschee e. V. sowie das IGMG – Islamisches Zentrum Freiburg e. V. Der bundesweit aktive Moscheeverband DITIB sah sich in der Vergangenheit mehrfach medialer Kritik ausgesetzt. Die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) wird in Teilen vom Verfassungsschutz beobachtet.

Es wird außerdem darauf hingewiesen, dass manche Städte ihre Weihnachtsbeleuchtung aus Kostengründen reduziert haben, während in Freiburg nun Mittel für eine Ramadan-Beleuchtung eingesetzt werden. Kritiker vertreten die Auffassung, dass eine solche Beleuchtung – wenn überhaupt – durch die jeweiligen Trägervereine finanziert werden sollte.

Religionsfreiheit ja – Religionsmarketing auf Kosten der Allgemeinheit nein.
Wenn eine Stadt wie Freiburg religiöse Feste sichtbar im öffentlichen Raum inszeniert, braucht es klare und nachvollziehbare Regeln: Wer erhält Unterstützung, in welcher Höhe und aus welchem Grund?

Gerade Freiburg, das sich als weltoffen und zugleich als neutraler Rechtsstaat versteht, sollte hier Transparenz und Gleichbehandlung gewährleisten. Weihnachten ist historisch und kulturell breit verankert – umso sorgfältiger muss die Stadt prüfen, wenn neue religiöse Symbolik mit Steuergeldern im öffentlichen Raum unterstützt wird.

Wenn das Eigene zunehmend in den Hintergrund tritt und anderes demonstrativ hervorgehoben wird, kann das bei manchen Bürgern ein Gefühl der Entfremdung auslösen.

Quelle: https://www.badische-zeitung.de/in-freiburg-gibt-es-erstmals-eine-festbeleuchtung-zum-ramadan

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