Benjamin | 29.05.2026 18:10

Martin Horn, der Oberbürgermeister von Freiburg, hat der SPD eine Spende in Höhe von 50.000 Euro überwiesen. Als Begründung für diese beachtliche Summe dient der Dank für die Unterstützung im vergangenen Wahlkampf. Das Wahlkampfteam bezeichnet dieses Vorgehen als absolut üblich und unbedenklich. Dieses ganze Procedere von Martin Horn wirft Fragen zum Neutralitätsgebot auf und sorgt für anregende Diskussionsforum auf der Internetseite der Badischen-Zeitung.

🟦 Rechtlich OK; jedoch mit politischem Geschmäckle

Die Überweisung erfolgte durch ihn als Privatperson, was die öffentliche Debatte über die Vermischung von privatem Vermögen und politischem Wirken weiter anheizt.

Ein solches Gebaren hinterlässt bei vielen aufmerksamen Bürgern einen äußerst faden Beigeschmack. Während unsere Kommunen unter drastisch knappen Kassen leiden und zahlreiche Vereine oder soziale Einrichtungen oft um jeden Euro für ihre wertvolle Arbeit kämpfen müssen, fließen solche Summen stattdessen direkt in die prallen Parteikassen der SPD. Herr Hornm hätte dieses Geld an den Freiburger Eishockey Verein spenden sollen, dort wäre das Geld eine sinnvolle Investition.

Wäre es ein AfD-Bürgermeister gewesen, wäre sofort in der Badischen Zeitung ein großer Artikel verfasst worden, und die linken und grünen Gutmenschen würden sich mit Hasskommentaren in der Badischen Zeitung überschlagen.

🟦 Wie Parteilos ist OB Horn?

Politische Ämter sollten der Allgemeinheit dienen und nicht als Grundlage für finanzielle Transaktionen zwischen Amtsträgern und Parteiapparaten fungieren. Hier entsteht zwangsläufig der Eindruck einer klassischen Parteibuchwirtschaft, bei der Loyalitäten erkauft oder durch finanzielle Zuwendungen zementiert werden. Steuergelder, politische Mandate und der öffentliche Raum sind kein Spielzeug für parteiinterne Gefälligkeiten, sondern gehören ausschließlich den Bürgern, die das Land am Laufen halten.

OB Horn bezeichnet sich zwar als parteilosen Kandidaten, doch diese großzügige Spende an die SPD lässt diesen Anspruch zumindest fragwürdig erscheinen. Sie wirft die berechtigte Frage auf, wie unabhängig ein Kandidat tatsächlich ist, wenn er zugleich eine Partei finanziell unterstützt.

Es wäre ein starkes und ehrliches Zeichen für echte Integrität gewesen, hätte Horn dieses beachtliche Geld stattdessen an eine wohltätige Organisation in Freiburg gespendet oder an einen Verein, die wirklich dringend auf Unterstützung angewiesen ist. Transparenz darf keine leere Floskel bleiben, sondern muss gelebt werden. Wir verlangen eine vollständige Offenlegung aller finanziellen Verflechtungen, damit sich die Bürger sicher sein können, dass ihre Interessen und nicht die Taschen der Parteien im Mittelpunkt stehen. Wer sich zur Wahl stellt, schuldet den Wählern Loyalität und keine Dankeschön-Zahlungen an parteipolitische Strukturen.

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