
Am 09.02.2026 fand in Baden-Württemberg die Landtagswahl statt. Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem grünen Spitzenkandidaten Cem Özdemir und dem CDU-Spitzenkandidaten Manuel Hagel. Denkbar knapp haben die Grünen die Wahl mit 30,2 % für sich entschieden, die CDU erreichte 29,7 %. Die FDP flog mit 4,4 % zum ersten Mal seit Bestehen des Landtages raus. Die Linke verfehlte mit ebenfalls 4,4 % den Sprung in den Stuttgarter Landtag. Die AfD konnte ihr Ergebnis im Vergleich zur letzten Wahl verdoppeln und erreichte 18,8 %. Die SPD erhielt magere 5,5 % und schaffte es damit knapp in den Landtag.
🟦 Grüne triumphieren in Freiburg
Die Grünen in Freiburg haben 41,8 % geholt. Äußerst stark waren sie in der Stadt selbst, wo sie fast 49 % holen konnten. In der Stadt, die sowohl dem Wahlkreis 46 als auch dem Wahlkreis 47 angehört, holten die Grünen 40.000 Stimmen mehr als die CDU. Damit verteidigte Amtsinhaberin Nadyne Saint-Cast ihr Direktmandat.
Im Stadtteil Vauban erreichten sie mit 48,7 % ein Rekordergebnis und holten fast zwei Drittel aller Stimmen.
🟦 Desaster für die SPD
Für die Freiburger SPD war es ein schlechter Wahlausgang. Sie erreichte bei den Erststimmen 9 %; im Vergleich zum Vorjahr ist das ein dickes Minus von 6,9 Prozentpunkten. Bei den Zweitstimmen kam sie auf 5,8 %. Bei der Wahlparty im Restaurant „Das Quartier“ im Freiburger Stadtteil Stühlinger war die Stimmung dementsprechend mies.
Die SPD-Kandidatin für den Freiburger Westwahlkreis, Viviane Sigg, lieferte sich bei den Erststimmen den Abend über ein spannendes Rennen mit Karl Schwarz von der AfD. Doch am Ende hatte sie auch hier das Nachsehen: Sigg holte 9 %, Schwarz 9,8 %.
🟦 Linke und FDP bei 4,4 %
Nicht in den Landtag kamen die FDP sowie die Partei „Die Linke“. Vor der Wahl haben viele Linke großmäulig getönt, dass sie in den Landtag kommen würden, um ihn umzukrempeln. Dies ist Gott sei Dank nicht passiert. Sarah Schnitzler, Spitzenkandidatin im Wahlkreis 47, sagte ernüchtert: „Natürlich fühle ich die Enttäuschung, dass wir als Linke es nicht in diesen Landtag geschafft haben.“
Mit 24 Anhängern verfolgte der FDP-Spitzenkandidat Linus Kionka das Wahlergebnis, aber die FDP schaffte es erneut nicht in den Landtag. Damit endet für die Partei eine Ära: Seit 1952 war die FDP in jeder Legislaturperiode im Landesparlament vertreten gewesen. Fraktionsvorsitzender Rülke kündigte noch am Abend seinen Rückzug an.
🟦 AfD verdoppelt Wahlergebnis
Für die AfD ist Freiburg ein ziemlich schweres Pflaster; sie wird massiv bekämpft, bedroht und auch angegriffen. Dennoch hat die AfD in Freiburg bei den Erststimmen mit 10,3 % ein gutes Ergebnis erzielt. Bei den Zweitstimmen konnte sie 10,4 % erreichen.
Direktkandidat Karl Schwarz gab sich insgesamt „sehr zufrieden“ mit dem Abschneiden seiner Partei in Freiburg. Beim Landesergebnis erzielte die AfD 18,8 %, ein Plus von 9,1 Prozentpunkten im Vergleich zum vergangenen Wahljahr.
Wie im Eingangsstatement mitgeteilt, wird Cem Özdemir das Land Baden-Württemberg als neuer Ministerpräsident führen. Auf Baden-Württemberg werden schwere Zeiten zukommen!
Die Brandmauer gegen die AfD schadet nicht der AfD, die ihr Ergebnis verdoppeln konnte — sie schadet der Demokratie und den Wählern. Eine konservative Mehrheit wäre rechnerisch vorhanden, wenn die CDU den Mut hätte, sie auch zu nutzen. Jedoch hat die CDU kein Rückgrat.
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