Lärm stört Anwohner am Flückigersee. Gemeinderat unternimmt nichts gegen den Lärm. Viele Bewohner beschweren sich jedoch wird ihr Klagen nicht erhöht. 

Es gibt Konflikte, die lassen sich  nicht lösen. Dazu zählt die Frage, wem die Freiburger Nacht gehört. . . . Zum Selbstbild einer liberalen Stadt passt nichts, was den Anschein von Ordnungspolitik hat. Probleme sollen durch Appelle gelöst werden. Der sprichwörtliche Freiburger Weg führt beim Thema Lärmbelästigung aber in eine Sackgasse.  Hiermit ist exakt ein Freiburger Problem dargestellt. Anlass war nächtliches Gejohle und lärmende „Musik“ auf dem Seeparkgelände. Der Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde forderte von der Stadt, etwas dagegen zu unternehmen. Diese versucht, zwischen den Interessen der Feiernden und den Anwohnern eine „Balance“ zu schaffen.

Auch Anfang Juli kam es zu Lärm-Problemen am Flückigersee. Eine Frau rief bereit um 18 Uhr beim städtischen Vollzugsdienst an um den Lärm zu unterbinden. Beim See fand ein „Summer Rave“ von einem Studierendenwerk statt. Bewirkt hat der Anruf relativ wenig, weil der Lärm bis ca. 23 Uhr andauerte.

Bei ihrem Beschwerdeanruf bei der städtischen Polizeibehörde teilte der Mitarbeiter ihr mit, dass die Party-Veranstalter eine Ausnahmegenehmigung hätten und bis 2 Uhr nachts feiern könnten. Der Lärm, so die Anwohnerin, habe über die gesamte Nacht nicht abgenommen. Es seien sogar noch mitten in der Nacht Menschen lärmend durch das Seeparkgelände gezogen und schreiend in den Flückigersee gesprungen.

Am darauffolgenden Montag lagen drei schriftliche Beschwerden gegen das Sommerfest der Studentensiedlung vor.

2018 hat das Verwaltungsgericht die Stadt Freiburg aufgefordert, für eine akzeptable nächtliche Ruhe für die leidgeprüften Anwohner zu sorgen. Problemort war der Augustinerplatz. Am 20. 12. 2019 konnte die BZ berichten: Ruhe auf dem Augustinerplatz.  Das war zwar übertrieben, aber die Störungen waren im Sommer 2019 zurückgegangen. Der Vollzugsdienst (VD) und die Unterbindung des illegalen Alkoholverkaufs hatten sich ausgewirkt.  Inzwischen wurde der VD zu einem zahnlosen Tiger heruntergewitschaftet, wie es die Freien Wähler ausgedrückt haben.

2019 wurde auch der kleine Lederleplatz im Stühlinger zur Lärmkulisse, weil der Getränkeverkauf beim „Bis Späti“ eingerichtet war – zum Leidwesen der meisten Anwohner und zur Freude des ehemaligen Jupi-Stadtrats Sergio Schmidt. Im Juni 2021 wurde der Verkauf (selbst an Wochentagen bis 2 Uhr) endlich beendet. Aber das Lärmproblem für die Stadt insgesamt ist damit nicht gelöst. Sinnvoll wäre es, nicht auch noch durch extra häufigen Straßenbahn- und Busverkehr in den Sommernächten auf Samstag und Sonntag potentielle Nachtschwärmer anzulocken. Gut erscheint der Vorschlag der „Freiburger Initiative gegen Lärm und Zwangsbeschallung“ (Filz), ab bestimmter Lautstärke Bußgelder zu verhängen. Dazu wäre natürlich zusätzliches Kontrollpersonal nötig. Doch so etwas scheitert an der linken Ratsmehrheit. Es muss sich mehr Gedanken um die Personen gemacht werden die z.B im Schichtdienst oder Nachts arbeiten müssen, die brachen ihren Schlaf.