Bernhard | 24.08.2026 18:32

Das Kindergarten-Jahr startet zum September wieder. Nun hat die Freiburger Stadtverwaltung angekündigt die Elternbeiträge zu erhöhen. Angesichts dieser wiederholten Mehrbelastung schlagen Elternvertreter Alarm und fordern endlich deutlich mehr Transparenz bei den städtischen Erhöhungen. Zudem mahnen sie an, dass bei solchen Beschlüssen zwingend die reale Kaufkraftentwicklung der betroffenen Familien berücksichtigt werden muss. Während die Lebenshaltungskosten ohnehin stetig anziehen, dreht man vor Ort abermals an der Gebührenschraube und bittet Mütter und Väter zusätzlich zur Kasse.

🟦 Erhöhung um 4,5%

Die Stadt erhöht die Elternbeiträge für ihre Kindertageseinrichtungen um 4,5 Prozent. Eine erneute Abstimmung im Gemeinderat ist dafür nicht notwendig: Bereits 2022 wurde beschlossen, die Gebühren künftig jährlich entsprechend den Empfehlungen der kommunalen Landesverbände und Kirchen anzupassen.

Zwar fällt die Erhöhung diesmal geringer aus als in den vergangenen Jahren – 2023 waren es 8,5 Prozent, 2024 weitere 7,5 Prozent und 2025 nochmals 7,3 Prozent –, doch für viele Familien summieren sich die Belastungen inzwischen erheblich.

Kritik kommt deshalb vom Gesamtelternbeirat Freiburger Kitas (GEB-K). Vorstandsmitglied Felix Pütsch bemängelt, dass die Berechnungsgrundlagen für Eltern kaum nachvollziehbar seien. Er fordert mehr Transparenz und verlangt, bei künftigen Erhöhungen auch die tatsächliche Kaufkraftentwicklung der Familien stärker zu berücksichtigen.

🟦 Familien werden immer mehr finanziell geschröpft

Diese Entwicklung wirft unweigerlich die drängende Frage auf: Wie sehr sollen die Eltern eigentlich noch finanziell geschröpft werden? Wer Kinder großzieht, tagtäglich fleißig arbeitet und mit seinen Abgaben und Steuern das gesamte Gemeinwesen aufrechterhält, gerät durch die unaufhörliche Verteuerung der grundlegenden Daseinsvorsorge immer stärker unter Druck. Die Stadt sollte sich lieber mehr um einen effektiven Hitzeschutz an den Schulen kümmern.

Statt Familien verlässlich zu unterstützen und ihren unverzichtbaren gesellschaftlichen Beitrag anzuerkennen, scheinen kommunale Entscheidungsträger sie primär als bequeme Einnahmequelle zur Sanierung öffentlicher Kassen zu betrachten. Das schwindende Realeinkommen wird ignoriert, während der finanzielle Spielraum für das alltägliche Leben arbeitender Bürger von Monat zu Monat kleiner wird. Eine solche Politik setzt völlig falsche Prioritäten und überlastet ausgerechnet diejenigen, die das Fundament unseres Landes bildet.

Gerade Familien sind bereits mit hohen Mieten, steigenden Lebenshaltungskosten und zahlreichen weiteren Belastungen konfrontiert. Regelmäßige Gebührenerhöhungen nach einem Automatismus dürfen deshalb nicht zur Selbstverständlichkeit werden. Die Stadt sollte offenlegen, wie die Beiträge zustande kommen – und im Blick behalten, was Freiburger Familien finanziell tatsächlich noch tragen können.

Frühkindliche Betreuung und Bildung dürfen nicht zu einem unbezahlbaren Luxusgut verkommen, während andernorts unzählige Steuermittel für sachfremde Projekte verschwendet werden. Kommunen müssen ihre Ausgaben endlich wieder streng an den Interessen der arbeitenden Bevölkerung ausrichten und die Kita-Gebühren spürbar senken, statt Familien systematisch auszupressen. Wir fordern echte Wertschätzung, den Vorrang für unsere Familien und bezahlbare Lebensbedingungen für alle Bürger.

Quelle: https://www.badische-zeitung.de/kinderbetreuung-in-freiburg-wird-teurer-eltern-sehen-belastungsgrenze-erreicht

________________

Bitte teilen sie diesen Beitrag und folgen uns auf unserer Facebook und auch auf Telegram Seiten