
Die Erzdiözese Freiburg beteiligt sich an der „Langen Nacht der Demokratie“. Geplant sind unter anderem Veranstaltungen zu Desinformation, ein politisches Nachtgebet sowie ein Argumentationstraining gegen rechtsextreme Parolen.
Doch muss sich die Kirche tatsächlich immer stärker als politischer Akteur verstehen?
Die katholische Kirche steht seit Jahren vor gewaltigen Herausforderungen: Die Zahl der Mitglieder sinkt, Kirchen werden leerer und immer mehr Menschen verlieren den Bezug zum christlichen Glauben. Gerade deshalb sollte sich die Kirche aus unserer Sicht wieder stärker auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren: den christlichen Glauben vermitteln, Seelsorge anbieten, Gemeinschaft schaffen und Menschen für christliche Werte gewinnen.
Natürlich darf die Kirche gesellschaftliche Entwicklungen kommentieren und für Menschenwürde, Frieden und Nächstenliebe eintreten. Problematisch wird es jedoch dann, wenn zunehmend politische Veranstaltungen, Kampagnen und gesellschaftspolitische Positionierungen das öffentliche Bild der Kirche bestimmen.
Wer Menschen wieder für Kirche und Glauben begeistern möchte, sollte sich deshalb fragen, ob politische Workshops tatsächlich der richtige Weg sind.
Vielleicht braucht es weniger politische Belehrung – und wieder mehr Glauben, Seelsorge und Kirche.
Quelle: https://breisgau.live/breisgaunews/erzdioezese-freiburg-beteiligt-sich-an-nacht-der-demokratie/

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